SPD-Antrag für Lärmschutz an der A 3 im Ausschuss erfolgreich

Edeltraud van Venrooy, SPD
Edeltraud van Venrooy, SPD

Der Planungs- und Verkehrsausschuss der Stadt Erkrath beschäftigte sich jetzt erneut mit der Forderung nach Lärmschutz an der Bundesautobahn A 3.

Die Fahrbahndecke ist marode und soll spätestens 2010/11 erneuert werden. Erkrath fordert dafür den Einbau von Flüsterasphalt, damit die Menschen endlich besser vor Krach und Lärm geschützt werden. Flüsteraspahlt verringert die Lärmemission um bis zu 10 Prozent gegenüber der bisherigen Betonfahrbahn.
Bürgermeisterkandidat Detlef Ehlert: „20 Jahre Lärmterror gegen die Erkrather sind genug – jetzt muss endlich wirkungsvoll gegen den Krach vorgegangen werden.“
Die Sprecherin der SPD in dem Ausschuss und stellvertretende Bürgermeisterin, Edeltraud van Venrooy (sh. Bild), hatte für ihre Partei einen Antrag eingebracht, der so im Wesentlichen einstimmig beschlossen wurde.
Nun müssen sich Bund und Land rühren und in ihrer Mitte Mai erwarteten Entscheidungsrunde den Einbau von offenporigem Flüsterasphalt (OPA)auf der A 3 beschließen.
Bürgermeisterkandidat Ehlert hat in dem Zusammenhang dringend an den Bundestagskandidaten für Erkrath, Finanzminister Peer Steinbrück, und an die SPD-Landes- und Landtagsfraktionsvorsitzende Hannelore Kraft appelliert, sich für OPA im Verlauf der Autobahn auf Erkrather Gebiet einzusetzen.
Den Textentwurf zum SPD-Antrag finden Sie hier: l-344rm zum Download oder zum Nachlesen:
Resolution
Die Belästigung durch Lärm ist die am häufigsten wahrgenommene Form von Umweltbelastung. In der EU sind schätzungsweise 20 Prozent der Bevölkerung (rund 80 Mio. Menschen) tagsüber ständig verkehrsbedingten Lärmpegeln über 65 dB(A) ausgesetzt. Folgen dauernder Lärmbelästigungen sind Erkrankungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen.
Die Stadt Erkrath liegt zwar verkehrsgünstig an der A3 und A 46. Die Bevölkerung ist aber ständig hohen Verkehrslärmbelastungen ausgesetzt. Der Planungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss der Stadt Erkrath hatte daher ein Gutachten zu der nach Europarecht erforderlichen Lärmaktionsplanung und zu darüber hinaus möglicherweise bestehenden Ansprüchen nach innerstaatlichem Recht auf nachträglichen Lärmschutz in Auftrag gegeben, das am 17.03.09 dem Ausschusses vorgestellt wurde.
Der Gutachter stellte eine hohe Lärmbetroffenheit des Stadtgebietes und –z. Z. besonders im Bereich des Autobahnkreuzes Hilden, später auch in weiteren Teilen der Stadt – eine erhebliche Überschreitung der Grenzwerte in vielen Objekten – fest. Schon heute ergeben sich im Stadtgebiet Erkraths für 22-26 Wohngebäude Lärmbelastungen von 70/60 dB(A).
Diese Situation würde 2015 aufgrund EU-Rechtes zwingend den Einbau von den Menschen derzeit technisch möglichen höchsten Schutz bietenden offenporigen Asphalt erzwingen.
Der Gutachter sieht deshalb schon heute dringenden Handlungsbedarf, insbesondere wenn es sich um anstehende Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Autobahnen handelt. Bei diesen Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Autobahnen sollte offenporiger Asphalt (Flüsterasphalt) eingebaut werden. Dadurch können gegenüber heute Lärmminderungen um bis zu 7 dB(A) erzielt werden und ohne Ertüchtigung der heute schon vorhandenen abschirmenden Lärmschutzanlagen könnte damit zumindest entlang der A 3 eine dauerhafte Minderung um ca. 5 dB(A) in Teilbereichen Erkraths erzielt werden.
Der Planungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss der Stadt Erkrath fordert daher den Landesbetrieb Straßenbau NRW, das Ministerium Bauen und Verkehr NRW und das Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung  auf :
 
  • Die in Kürze geplanten Maßnahmen im Bereich des Hildener Kreuzes mit dem Bau eines zusätzlichen Beschleunigungsstreifens und die später anstehende Sanierungsmaßnahme zur Erneuerung der heutigen Betonfahrbahndecke im Bereich der A 3 zwischen Anschlussstelle Mettmann und Hildener Kreuz  müssen zusammen zu legen werden.
     
  • Der Lärmaktionsplan der Stadt Erkrath zu berücksichtigen
     
  • Für beide Maßnahmen offenporiger Asphalt zu verwenden und die geplante Betonstützwand mit lärmabsorbierenden Elementen auszustatten.

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