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06Mai/10

Hauptausschuss einigt sich auf Verfahren zur Grundschule

Nach einer turbulenten Diskussion im Schulausschuss und heftig hoch gehenden Emotionen um die Zukunft der Bavierschule – eigenständig, als Teil eines Verbundes mit der Grundschule Falkenstraße oder gar nicht mehr als selbstständige Schule – verständigte sich heute der Hauptausschuss darauf, die Verwaltung bis zur Entscheidung im Stadtrat am Dienstag wichtige Auskünfte von der Bezirksregierung als Schulaufsicht einzuholen.

Denn über das von allen Ratsfraktionen an Nummer 1 gesetzte Ziel hinaus, dass die Bavierschule zum nächsten Schuljahr mindestens 18 Kinder für eine eigenständige Existenz gewinnen möge, geht es darum, Auffangpositionen zu formulieren für den Fall, dass das nicht gelingt.

Dafür soll geklärt werden, ob die Bezirksregierung einer eigenen Eingangsklasse von weniger als 18 Kindern ausnahmsweise zustimmen würde, weil wegen des nahen Baugebietes Pose-Marré in den nächsten Jahren wieder stabilere Anmeldezahlen zu erwarten sind und dann die Schule wieder größer werden wird.

Und es soll auf den Tisch kommen, ob im Falle einer Verbundschullösung die momentane Gesamtzahl der Lehrerinnenstellen an beiden Schulen reduziert werden würde.

Die SPD will den Standort Düsselstraße auch für den Fall einer geringeren Kinderzahl als 18 dauerhaft für den Fortbestand der Bavierschule erhalten. Das muss auch die einhellige Auffassung des Stadtrates sein und der Schulaufsicht entsprechend deutlich gemacht werden. Da darf es kein Wackeln geben!

Wenn der Elternwille ein solches Ergebnis nicht ermöglicht oder die Bezirksregierung sich dem verweigert, müsste neu entschieden werden – allerdings erst dann. Dazu SPD-Fraktionsvorsitzender Detlef Ehlert: „Den schwarzen Peter für eine Schulschließung wird sich nicht der Stadtrat zuschieben lassen. Wir entscheiden im Interesse der Kinder. Wenn die Landesbehörde/Bezirksregierung statt dessen lieber Lehrerstellen streichen wollte und deshalb der Schule keine Überlebenschance gibt, soll sie das auch selber verantworten. Mit uns kommt das nicht in Frage.“