Bauende der Bergischen Allee wieder verschleppt?

SPD-Fraktionschef Detlef Ehlert wollte es zunächst nicht glauben, was ihm der Kollege Jürgen Hampel da eben in einer Vorstandssitzung der Parttei eröffnete: Der Landesbetrieb Straßen NRW hat die Schilder mit der Baustellenankündigung für die Vollendung der L 403 n/Bergische Allee ausgewechselt. Bislang war dort zu lesen, dass die Maßnahme Ende 2010 abgeschlossen werden würde. Genau das wäre nach dem begrüßenswert schnellen Abschluss der Brückenbauwerkserrichtung durch die Bahn AG auch im Interesse der Menschen an der Schimmelbusch- und Fuhlrottstraße notwendig gewesen. Aber das war wohl wieder einmal nur Sand in die Augen derer gestreut, die den Ankündigungen des Landesbetriebs noch glauben mögen. 

Doch noch in der letzten Planungsausschusssitzung vor einer Woche hatte die Stadtverwaltung ausgeführt, dass das Bauende nach Auskunft des Landesbetriebs nach vorgegebenen Arbeitstagen auf den 11. Februar 2011 fallen werde. Ausweislich der neuen Schilder scheint aber auch das wieder nur eine Nebelkerze gewesen zu sein, denn jetzt ist dort schwarz auf weiss ein neues Datum zu lesen: Juni 2011!

Ehlert hat daher heute die Stadtverwaltung in einem Brief  dringend darum gebeten, die erneute Verunsicherung der Menschen in Erkrath zu beenden und mit dem Landesbetrieb definitiv abzuklären, wann welche Schritte bei der Maßnahme durchgeführt werden (Bauzeitenplan offenlegen) und wann demzufolge tatsächlich ein Ende der ewigen Baustelle abzusehen sein wird.

Auf die Antwort ist nicht nur er sehr gespannt…

2 thoughts on “Bauende der Bergischen Allee wieder verschleppt?

  1. L 403 – Bergische Allee -.. und kein Ende

    Nach Monate langem Stillstand, totem Kapital, denn der schon seit geraumer Zeit fertig gestellte südliche Teil bringt weder Anwohnern der Hauptstraße noch Autofahrern einen Vorteil, nähert sich dieses Trauerspiel seinem Höhepunkt:

    Erst hieß es, die Bergische Allee wird Ende Juni 2010 fertig gestellt, dann im Planungsausschuss der Stadt Erkrath Februar 2011 und jetzt laut gerade geänderter Bauschilder und Aussage des Leiters des Planungs- und Baucenters Ruhr des Landesbetriebs Straßen in Essen erst im Juni 2011.

    Aber der absolute Gipfel: Die Gründe für die Verzögerung müssen erst noch „recherchiert“ werden.

    Man stelle sich vor, in der Industrie würde ein Projekt ein halbes Jahr verzögert sein, die Produktion kann entsprechend nicht wie geplant anlaufen und der Projektleiter stellt sich hin und versucht seinem Vorstand zu erklären, die Gründe für die Verzögerung muss ich noch „recherchieren“.

    Resultat: „Ex und hopp!“ Aber hier scheint es sich ja um unkündbare öffentlich Bedienstete zu handeln. Schade, dass ganz allgemein diese Gruppe durch solche stümperhafte Erklärungen Einzelner in Verruf kommt.

    Jürgen Hampel

  2. Im Osten wurden innerhalb weniger Jahre komplette Städte großflächig saniert, Autobahnen von Nord nach Süd und Ost nach West gebaut und hier bekommt man es nicht hin, in einem absehbaren (!) Zeitraum eine 500 Meter lange Strecke fertig zu stellen???
    Man müsse noch Gründe für die Verzögerung erörtern???
    Hallo, raus mit der Sprache, warum dauert das so lange???

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.