Bürger finanzieren städtische Investitionen mit privaten Darlehn

„Stell‘ Dir vor, die Stadt braucht Geld für eine Mensa, einen Spielplatz, hat aber Ebbe in der Kasse. Warum nicht die Bürger fragen und um einen – verzinslichen – Kredit für solche Projekte bitten?“ Das muss die Idee in Willich gewesen sein, die der Bürgermeister dort in ein echtes Projekt umgesetzt hat.

Denn derzeit macht die Aktion der Stadt Willich in den Medien Schlagzeilen, die eigenen Bürgerinnen und Bürger um Kredit für die Finanzierung städtischer Investitionen zu bitten.

Willich lobt eine Verzinsung von 3,6 Prozent und eine ratierliche Rückzahlung über 20 Jahre aus (sh. auch www.heimatinvest.de/content/willich)

Ratsmitglied Peter Urban und Fraktionsvorsitzender Detlef Ehlert von der SPD haben diese Idee jetzt aufgegriffen. Sie haben den Erkrather Bürgermeister und den Stadtkämmerer gebeten, eine solche Aktion „Heimatinvest“ in und für Erkrath zu prüfen.

„Uns ist dabei bewusst“, schreibt Ehlert, „dass die regulären Kreditmarktzinsen für städtische Darlehnsaufnahmen aktuell durchaus unter dem in Willich zugesagten Zinssatz liegen könnten. Allerdings sollte das Wecken und Einbringen bürgerschaftlichen Engagements und ggf. darüber vermittelt auch das Gewinnen zusätzlichen Sponsorings durch die Einwohner einer Stadt für ihr Gemeinwesen nicht außer Acht gelassen werden“.

Im nächsten Haupt- und Finanzausschuss am 9. Dezember soll die Verwaltung darüber berichten.

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