Rheinische Post: Horst Wangerin bei SPD-AG Sechzig plus

Die Rheinische Post Erkrath hat einen lesenswerten Artikel über Horst Wangerins Besuch als Heimatforscher bei der Erkrather SPD-Arbeitsgenmeinschaft Sechzig + veröffentlicht, den wir hier mit Dank an die Redaktion wiedergeben: http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/mettmann/nachrichten/hochdahler-geschichten-1.1311645

Hochdahler Geschichten

VON GUNDEL SEIBEL – zuletzt aktualisiert: 22.06.2011

Erkrath (RP). Wenn Horst Wangerin von früher erzählt, hören ihm viele gerne zu. Dabei geht der Heimatforscher nicht nur auf die neuere Geschichte Hochdahls ein, sondern berichtet auch von Ritterburgen.

In seinem Buch dokumentiert Horst Wangerin persönliche Schicksale aber auch die Arbeit der Erkrather Kommunalpolitiker. Foto: Dietrich Janicki

Horst Wangerin ist eine Persönlichkeit in Hochdahl. Von 1969 bis 1995 saß er für die SPD im Erkrather Gemeinde- bzw. Stadtrat. Kreistagsabgeordneter war er von 1975 bis 1981. Von altem Schrot und Korn hat er es nicht nötig, sich zu verbiegen. Immer wieder gerne berichtet er über Geschichte, die er zum Teil selbst mit geschrieben hat.

Alle seine Erkenntnisse hat Horst Wangerin in seinem Buch „Von Milroyde zur neuen Stadt Hochdahl“ zusammengetragen. Herausgeber des Kommunalgeschichtsbuches ist Gottfried Bander. Sein Bruder Herbert Bander fungierte als Lektor. Vor kurzem trug Wangerin in der Awo Hochdahl aus seinem Buch vor. Der Andrang war groß. So viele Interessierte hat der Referent nicht erwartet. Zusätzliche Stühle mussten herbeigeschafft werden.

Info

Buch erhältlich

Das Buch „Von Milroyde zur neuen Stadt Hochdahl“ von Horst Wangerin kostet 10 Euro und wird in der Buchhandlung Weber am Hochdahler Markt verkauft.

Als Quelle diente ihm das Archiv des Amtes Gruiten, zu dem Hochdahl vor der Eingemeindung im Jahre 1975 zählte und das ihm Zugang gewährte.

Allerdings musste der 83jährige Wangerin zugeben, dass er weder Mittelalter noch Steinzeit erlebt hat. Die Kenntnisse darüber hat er sich angelesen. Der Name Hochdahl entstand erst Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Eisenbahnstrecke zwischen Düsseldorf und Elberfeld gebaut worden war, erklärt Wangerin.

Millrath schon früh erwähnt

Wirklich alt dagegen ist Millrath, das schon Anfang des 13. Jahrhunderts erwähnt wurde. Aber Millrath war nie mehr als eine Ansammlung von Häusern und Gehöften, ohne Mittelpunkt und ohne Kirche, sagt Wangerin. Die katholische Kirche in Trills wurde 1876 gebaut und die evangelische Kirche erst 30 Jahre später. Nicht einmal die Toten konnten in Millrath, das früher zu Haan gehörte, beigesetzt werden. Aber auch aus der Keltenzeit konnte Wangerin berichten. Die erste Ansiedlung war die Wallburg auf dem Butterberg. Der liege im Neandertal oberhalb des alten Museums, wusste Herbert Bander zu berichten. Überhaupt gab es in den folgenden Jahrhunderten viele große Ritterburgen in und um Hochdahl, die von strategischer und auch wirtschaftlicher Bedeutung waren. Aber ein Dorfzentrum fehlte im Mittelalter.

Ganz viel wusste Horst Wangerin auch aus der Neuzeit zu berichten, von der inzwischen versiegten Sedenquelle und den verschwundenen Gehöften Thekhaus und dem Spieker-Hof neben dem heutigen Schwimmbad. Die waren den Planungen der Hochdahl-Entwicklungsgesellschaft zum Opfer gefallen. Von Zahlen über Gemeinderatswahlen, über die Speisekarte zum Festessen anlässlich des Kaisergeburtstags bis zu Sportler-Fotos weiß Wangerin über sehr viel Interessantes zu berichten. Er hat viel Erfahrung in der jüngeren Gemeinde- und Stadtgeschichte. Seine Zuhörer im AWO-Treff konnte er auch an diesem Nachmittag mit zahlreichen Anekdoten unterhalten.

Quelle: RP

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