Heute in der WZ: http://www.wz-newsline.de/lokales/kreis-mettmann/erkrath/regionalexpress-naechster-halt-ist-hochdahl-1.798516

Regionalexpress: „Nächster Halt ist Hochdahl“

SPD fordert: Regionalexpress-Züge sollen in Erkrath stoppen.

politik

Großbild Dirk Thomé
Ungebremst: Noch fahren die Express-Züge in Hochdahl ohne Halt durch. Das soll sich auf Wunsch der SPD ändern.

Hochdahl. Erkrath ist schnell durchquert: In weniger als zwei Minuten rauschen täglich mehr als 30 Regionalexpress-Züge der Bahn mit vollem Tempo an den Erkrather Bahnsteigen vorbei. Die SPD hat am Freitag angekündigt, daran etwas ändern zu wollen.

Mit einem zusätzlichen Bahnsteig am Gleis für Fernzüge könnte der S-Bahn-Haltepunkt Hochdahl zu einem Regionalbahnhof werden – so der Vorschlag von Detlef Ehlert, Uli Schimschock, Klaus Bauer und Paul Söhnchen.

Bahnhofsschließung Anstoß für neuen Bahnhof

„Fahrgäste kriegt man nur, wenn man hält“, sagte Ehlert, der Fraktionsvorsitzende im Rat. Ein Bahnhof wäre ein Plus für das Neandertal und das Museum. Nach der Schließung des Bahnübergangs an der Hildener Straße im Zuge des Ausbaus der L 403 n solle der Bereich an der Hauptstraße neu gestaltet werden. Um Vorschläge ausarbeiten zu lassen, werde die Stadt bald ein Planungsbüro beauftragen, sagt Ehlert: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für unseren Vorschlag.“

Die Stelle, an der ein Bahnhof stehen soll, hat Uli Schimschock auf einer Landkarte markiert. „Erkrather Loch“ hat er daneben geschrieben.

Durchschnittlich alle acht Kilometer würden die Regionalzüge zwischen Dortmund und Aachen halten, erläutert Schimschock. Nur zwischen Wuppertal und Düsseldorf seien es 21 Kilometer. In Schwelm halten die Züge, obwohl der Ort nahe Wuppertal rund 7000 Einwohner weniger habe als Erkrath.

Wenn die Züge an einem neuen Bahnsteig neben dem Pendler-Parkplatz halten, brauchten sie für ihre Strecke rund drei Minuten länger als jetzt, rechnet Schimschock vor. Die Zeit könne man eventuell bei der Wendezeit in Dortmund oder Hagen einsparen. Das müsse man auch, denn die Fahrten über die eingleisige Strecke können nicht beliebig verschoben werden.

Zu den Kosten macht die SPD noch keine Angaben. „Ich hoffe, dass es keine Millionen sind“, sagt Detlef Ehlert. Die Planung der Bahn zum S-Bahn-Haltepunkt berühre das Projekt nicht. Auch ein neuer Tunnel unter den Gleisen werde nicht nötig.

Ein Pressesprecher der Bahn lehnte es ab, den Vorschlag zu bewerten: „Das ist ein politischer Vorschlag.“ dil

4 thoughts on “Heute in der WZ: http://www.wz-newsline.de/lokales/kreis-mettmann/erkrath/regionalexpress-naechster-halt-ist-hochdahl-1.798516

  1. • von Bernd Herrmann | 23.10.11 – 09:00 Uhr
    Taktverdichtung
    Wenn die Züge so proppevoll sind, dann ist das ein Beweis dafür das das Angebot akzeptiert wird. Und also sollte die Bahn an eine Taktverdichtung denken, dann wäre auch Platz für die Gäste welche in Hochdahl zusteigen möchten. Oder das doch schnellstmöglichst die Pläne des Regiobahnausbaus vorran getrieben werden, um die die Zahl der Zusteiger in Wuppertal und Gruiiten zu verringern. Eine weitere Alternative wäre eine paralle Busfernlinie einzusetzen, mit der Berechtigung, wie in den Niederlanden bei Stau über den Standstreifen zu fahren. Aber halt, das wäre denn doch des Guten zuviel. Davor hat ja die SPD die Pläne Ihrer Busmaut gesetzt. Noch im Budesrat gescheitert, aber was nicht ist wird nochmal versucht.
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    • von Udo Kampschulte | 22.10.11 – 17:58 Uhr
    Über den eigenen Schatten springen?
    „Fahrgäste kriegt man nur, wenn man hält“, wird D. Ehlert zitiert. Diese Weisheit ist sicherlich richtig, nur die RE-Züge auf der Strecke zwischen Ddorf und Wtal sind proppenvoll. Die Fahrgäste wollen sicherlich keinen zusätzlichen Halt! Aber gut, dass die Erkrather SPD für ihre Freunde in Mettmann kämpft, das nenn ich über den Schatten springen! Und auch über die Kosten werden sich H. Ehlert und Kollegen wieder wundern!
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    o von Merkwürdig | 22.10.11 – 21:05 Uhr
    Merkwürdig
    Bei den Kommentaren von Herrn Kampschulte zu fast allen Artikeln in der WZ über Erkrath stellt sich mir bei Berichten, die mit der Bahn zu tun haben, regelmäßig die Frage in welcher Eigenschaft er kommentiert. Privatperson, Vereinsmitglied oder Pressesprecher der Bahn. Falls es letzteres sein sollte, finde ich es manchmal merkwürdig, dass sein Arbeitgeber mit dem Stil des Kommentars einverstanden ist: „H. Ehlert und Kollegen werden sich wundern“ und auch frühere Äußerungen. Da wäre vielleicht manchmal etwas Zurückhaltung sinnvoll. Oder ein Einschreiten der Bahn?
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    o von Klaus Bauer | 24.10.11 – 00:14 Uhr
    Über welchen Schatten springen?
    Vieleicht denkt Herr Kampschulte auch mal daran für „sein“ Museum Lokschuppen in Hochdahl weitere Gäste aus Aachen, Venlo oder Dortmund zu gewinnen

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