Die Rheinische Post schreibt: Erkrath: Neuer Halt für Regionalexpress (RP ONLINE, 22.10.2011)

Neuer Halt für Regionalexpress

VON OLIVER WIEGAND – zuletzt aktualisiert: 22.10.2011

Erkrath (RP). Die Erkrather SPD möchte einen neuen Bahnsteig am Bahnhof Hochdahl bauen lassen. Dort sollen zwei Linien des Regionalexpresses halten. Möglich wäre eine direkte Verbindung nach Dortmund, Hamm, Venlo und Aachen.

Zwischen Wuppertal und Düsseldorf fährt der Regionalexpress 21 Kilometer ohne Halt. Die Erkrather SPD möchte, dass an einem neu zu bauenden Bahnsteig in Hochdahl Fahrgäste zusteigen können. Darüber entscheiden muss der Kreistag. Foto: Dietrich Janicki

Rund um den Bahnübergang an der Hildener Straße in Hochdahl wird gerade an der neuen L403n gebaut. Wenn es aber nach der Erkrather SPD geht, können die Bagger gleich dableiben. „Wir möchten gerne einen neuen Bahnsteig, damit der Regionalexpress (RE) der Linie 4 und der Linie 13 am Hochdahler Bahnhof halten kann“, sagt Detlef Schimschock (SPD).

9 Minuten bis Düsseldorf HBF

Mit einer neuen Haltestelle – da ist sich die SPD sicher – könnte die Attraktivität des Nahverkehrs erhöht werden. Der RE 4 fährt nicht über die S-Bahnstrecke, sondern über das nebenan liegende Ferngleis bis nach Aachen oder Dortmund. Die Line 13 fährt bis ins niederländische Venlo oder westfälische Hamm. Durch eine neue Haltestelle würde sich die Fahrzeit von Hochdahl zum Düsseldorfer Hauptbahnhof auf neun Minuten verkürzen. Nach Wuppertal wären es nur noch 13 Minuten.

Info

Linienführung

Der Regionalexpress der Linie 4 fährt von Aachen über Düsseldorf HBF und Wuppertal bis nach Dortmund und zurück.

Der Regionalexpress der Linie 13 fährt vom niederländischen Venlo über Düsseldorf HBF und Wuppertal ins westfälische Hamm.

Die S-Bahn der Linie 8 ist Ende der 1980er in Erkrath und Hochdahl in Betrieb genommen worden.

Detlef Schimschock arbeitet bei der Bahn und ist Fahrdienstleiter in Gerresheim. Ganz genau hat er sich den Linienplan angesehen und ist zu der Überzeugung gelangt, dass es in punkto Regionalexpress ein „Erkrather Loch“ gibt. Denn sowohl der RE 4 als auch der RE 13 fahren auf dem Ferngleis an Hochdahl vorbei. „Zwischen Wuppertal und Düsseldorf halten die beiden Schnellzüge auf der 21 Kilometer langen Strecke gar nicht mehr.

Im Durchschnitt hält der RE aber alle acht Kilometer“, sagt Fraktionsvorsitzender Detlef Ehlert, der ebenfalls begeistert von der Idee ist. Doch die SPD weiß auch, dass der Bau eines neuen Bahnsteigs eine ganze Menge Geld kosten wird und die Kassen leer sind. Und: Ein Halt in Erkrath würde etwa drei Minuten Fahrzeit kosten. Die müssten die Schnellzüge wieder aufholen. Entweder bei der Wende oder man müsste den Wuppertalern einen Haltepunkt wegnehmen. Die Züge des Regionalexpresses halten in Wuppertal HBF, Barmen und Oberbarmen. „Barmen wäre aus unsere Sicht überflüssig“, so Schimschock.

Kreistag muss entscheiden

Die SPD möchte den Vorschlag eines zusätzlichen Haltepunkts nun erst in den Erkrather Planungsausschuss und dann in den Kreistag einbringen. „Im Endeffekt muss der Kreistag die Leistungen der Bahn bestellen, genehmigen und auch bezahlen“, sagt Ehlert. Die SPD möchte nun für Mehrheiten werben. Auch mit dem Argument, dass das Neandertal durch den Masterplan immer attraktiver für Besucher wird. Der neue 25 Meter Hochpfad werde sicherlich viele Besucher aus ganz NRW anlocken. Zu Fuß oder mit dem Bus sei man von Bahnhof Hochdahl aus schnell im Neandertal, das vom Autoverkehr möglichst entlastet werden soll.

3 thoughts on “Die Rheinische Post schreibt: Erkrath: Neuer Halt für Regionalexpress (RP ONLINE, 22.10.2011)

  1. Auf der RP-online-Seite tauschen die Leser ihre Meinungen zum „Neanderthal(t)“ fleißig aus, wer mag, kann das dort nachlesen

  2. Autor: gegenpol / Datum: 23.10.2011 19:48
    UUUps
    Und an der Anbindung der S28 Richtung Wtal wird gerade gearbeitet! Dafür brauchen wir nicht eine zweite unsinnige Baustelle aufzumachen! Rappelvolle RE-Züge in Hochdahl aufzuhalten ist der grö0te Unsinn, den man machen kann! Eine Wohnwertsteigerung für Hochdahl ist einfach nur lachhaft! Eine Kosten/Nutzenanalyse wäre aufschlussreich.

    Kommentar lesenswert? (1) (2)
    Diesen Kommentar der Redaktion melden!

    Autor: onkelheri / Datum: 23.10.2011 13:49
    Neanderthal(t)
    Das Engagement derer welche für die Attraktion des Tales werben und nun dort den „Catwalk“ bauen, sollte nicht dadurch beschränkt werden, das man sich nun der Infrastruktur versagt, die jene erwarteten Besuchermassen transportieren können. Man würde sicher nicht gerne mit dem Regio z.b. von Hagen kommend erst am Tal vorbeirauschen, um dann mit der Schneckenpost von Düsseldorf zum „Hauptbahnhof Neanderthal“ zurückzutuckern. Aus der westrheinischen Ebene mag das ja angehen, aber aus Richtung des Wuppertales? Der denkrichtige Bahnsteig macht für das Neanderthal sicher solange Sinn, wie der Bf Neanderthal nicht wieder Richtung Wuppertal angebunden ist. Das die touristische Attraktivität, neben der Wohnwertsteigerung, Hochdahles damit verbessert würde, dürfte klar sein.

    Kommentar lesenswert? (4) (1)
    Diesen Kommentar der Redaktion melden!

    Autor: lokschuppen / Datum: 22.10.2011 18:13
    Alles nicht so einfach!
    „Im Endeffekt muss der Kreistag die Leistungen der Bahn bestellen, genehmigen und auch bezahlen“, sagt Ehlert.

    Richtig muss es heissen, die DB in diesem Fall DB Station&Service bekommt von wem auch immer und nach gesicherter Finanzierung, den Auftrag so einen Bahnsteig zu bauen.
    Vorher wäre aber vielleicht besser zu klären, ob der VRR bereit ist, einen zusätzlichen Halt bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen zu bestellen.

    Sonst steht da ein Bahnsteig und …………

    Auf die Kostenhöhe bin ich diesmal auch wieder gespannt!

    Kommentar lesenswert? (4) (5)
    Diesen Kommentar der Redaktion melden!

    Autor: Fuerstenplatz / Datum: 22.10.2011 10:37
    Gelogen -was ist mit Halt Vohwinkel?
    Die Züge des Regionalexpresses halten in Wuppertal HBF, Barmen und Oberbarmen. „Barmen wäre aus unsere Sicht überflüssig“, so Schimschock.

    Den RE-Haltepunkt in Erkrath braucht niemand.
    An Werktagen verkehrt doch im 20-Min. Takt die S-Bahn.
    Es geht nur darum, daß die Pendler einige Minuten Fahrzeit sparen. Planen die in Erkrath bereits Neubaugebiete in der Nähe des Bahnhofes?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.