Monthly Archives: November 2011

29Nov/11

Rheinische Post lädt zur Podiumsdiskussion über das Stadtentwicklungskonzept Erkrath

Wie geht es weiter mit unserer Stadt Erkrath? Wollen wir in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren auf 38.000 Einwohner schrumpfen und schon einmal damit beginnen, aus Kindertagesstätten Seniorencafes zu machen? Wollen wir gegensteuern, damit nicht immer weniger Einwohner immer mehr Infrastrukturkosten – Straßen, Kanäle, öffentliche Einrichtungen – finanzieren müssen? Oder sollten wir sogar neue Bauflächen ausweisen, um von dem Bevölkerungszuwachsboom in Düsseldorf etwas für Erkrath abzuzweigen?

Die Rheinische Post will das mit den Fraktionsvorsitzenden, als auch mit dem SPD-Fraktionschef Detlef Ehlert, und dem Bürgermeister am Donnerstagabend im Bürgerhaus diskutieren. Zu der Veranstaltung sind interessierte Bürgerinnen und Bürger willkommen. Mehr dazu steht hier: http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/mettmann/nachrichten/zukunft-steht-auf-dem-spiel-1.2620615

18Nov/11

Ärger um die Ampelschaltung an der Bergischen Allee

Viel Ärger produziert derzeit die Verkehrsregelung an der neuen Bergischen Allee in Hochdahl: Die Anbindung des gerade eröffneten Straßenstücks an die vorher vorhandenen Straßen, insbesondere an die Schimmelbusch-Straße und die Prof.-Sudhoff-Straße, geht im Moment einher mit einseitigen Straßensperrungen, zusätzliche Verkehrsbehinderungen auslösenden Spurmarkierungen und kaum nachvollziehbare Ampelphasenregelungen.

Während der Kreis Mettmann es schafft, in einer einzigen Nacht die komplette Erkrather Straße zwischen Friedhof und Unterbach mit einer neuen Straßendecke zu versehen, braucht der Landesbetrieb Straßen für vergleichbare Arbeiten in Hochdahl vier Tage…

Aber immerhin ist versprochen worden, dass dann der Verkehr reibungslos und aufkommensorientiert laufen bzw. geregelt würde. Wollen wir das mal glauben…

Wie es im Übrigen mit der Fußwegeverbindung und mit Radwegen ins Neandertal künftig aussehen könnte, war Thema einer Informationsveranstaltung und einer Ortsbegehung des SPD-Ortsvereins Hochdahl. Mehr dazu steht hier: http://www.spd-hochdahl.de/index.php?nr=41642&menu=1

18Nov/11

Peter Urban und Gewinner-Kids erobern Aqua-Zoo in Düsseldorf

Mit Fischen hat er es ja, der Peter Urban. Denn er ist nicht nur SPD-Ratmitglied in Erkrath und engagierter Fußballer. Sondern er tummelt sich auch im Zweckverband Unterbacher See und im Umfeld der hieisgen Fischereigenossenschaft für die SPD-Ratsfraktion Erkrath. Jetzt kommt auch der Düsseldorfer Aqua-Zoo in sein Aktionsfeld. Denn seit Jahren erfolgreich ruft Peter Urban Kinder unter anderem aus der Sandheide, seinem Wahlkreis in Hochdahl, zum Sammeln von Kastanien und Eicheln auf, die dann den Fischen – nein, natürlich nicht, sondern den Wildtierren im Neandertal zur Winterverköstigung gespendet werden.

Peter Urban mit Gewinner-Kindern im Aqua-Zoo in Düsseldorf

Peter Urban mit Gewinner-Kindern im Aqua-Zoo in Düsseldorf

Urban gestaltet diese Sammlungen als Wettbewerb, um den Kids einen zusätzlichen Anreiz zur Teilnahme zu geben. Den fleißigsten Sammlern setzt er dabei Preise aus: Patenschaften über Auerochsen oder Wisente im Wildgehege vermittelt er, besucht mit den Kindern Einrichtungen wie das Schokoladenmuseum in Köln oder eben in diesem Jahr im „Löbbecke-Museum“ in Düsseldorf.

Mit dreizehn Gewinnern der diesjährigen Sammelaktion (war Urban nun zusammen mit seiner Fraktionskollegin Sabine van de Griend-Lahnstein und einer der Kindesmütter am Samstag im Aquazoo in Düsseldorf. Die Kinder waren begeistert – und schon allein das entschädigt den aktiven Sozialdemokraten Urban für die viele Arbeit, die er jeweils in solche Aktionen steckt.

Pinnwand-Fotos

16Nov/11

SPD-Ratsmitglied Uli Schimschock: Ganz neue Ansichten

Vielseitig ist er und liefert nicht nur immer kreative Ideen als Verkehrspolitiker der SPD in Erkrath oder als Bürgerbus-Fahrer und -Planer in unserer Stadt. Nein, jetzt zeigt er eine weitere Facette seiner Vielseitigkeit. Bei der am Freitag beginnenden Ausstellung der Lok-Art im Eisenbahner- und Heimatmuseum im Lokschuppen in Hochdahl ist SPD-Ratsmitglied Uli Schimschock mit zwei Fotokunst-Exponaten von der Jury ausgewählt worden. Er „darf“ zwei seiner Werke ausstellen.

Mehr dazu steht im Artikel von Dirk Lotze in der Westdeutschen Zeitung vom 16. Nov.: http://www.detlefehlert.de/2011/11/16/1371/

16Nov/11

Peer Steinbrück besucht Erkrather Polizeiwache

Zu einem Besuch der Erkrather Polizeiwache im Hochdahlhaus wird der SPD-Bundestagsabgeordnete Peer Steinbrück am kommenden Donnerstag, 17. November, erwartet. Gemeinsam mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Detlef Ehlert und den Ratsmitgliedern Dieter Becker und Klaus Wiescher wird sich der Abgeordnete vom Leiter GS der Polizei im Kreis Mettmann, Herrn Leitender Polizeidirektor Ulrich Koch, und dem Wachleiter Schröter über den aktuellen Stand der Unterbringung der Polizei in Erkrath unterrichten lassen.

Aktuelles über/von Peer Steinbrück lesen Sie hier: http://www.peer-steinbrueck.de/besser-spat-als-nie/

11Nov/11

Max-Planck-Straße: CDU und FDP pfeifen auf Anliegerinteressen

Heute im Planungsausschuss haben sie es wieder bewiesen: CDU und FDP scheren sich nicht um Bürgerinteressen. In Wahlkampfzeiten den Menschen nach dem Munde zu reden und auch mal vermeintlich wohlfeil Maßnahmen wie ein durchgehendes Tempo 30 und Lkw-Durchfahrtverbot für die Max-Planck-Straße in Unterfeldhaus zu beschließen ist das Eine. Aber das auch durchzuhalten gegen Widerstände des eigenen Bürgemeisters und Landrates – das schaffen sie nicht. Im Gegenteil. Denn jetzt schlugen sich CDU und FDP wieder auf die Seite derer, die trotz hervorragender Anbindung jeweils des Gewerbegebietes Unterfeldhaus an die A 46-Auffahrt Erkrath/Unterbach und des Gebietes in Kempen an das Hildener Kreuz meinten, das reiche nicht, Schwerlastkraftwagen müsten auch ungehindert durch das Wohngebiet Max-Planck-Straße fahren können.

So stimmten die Konservativen gegen den Antrag der SPD, BmU und Grünen, Beanstandungs- und Aufhebungsverfügungen von Bürgermeister Werner und Landrat Hendele (beide CDU) gerichtlich überprüfen zu lassen und damit die Rechtsanwaltskanzlei von Prof. Dr. Bernhard Stüer aus Münster zu betrauen. Helmut Vorholt vom Bürgervotum Max-Planck-Straße hatte zuvor noch eindringlich appelliert an die Mitglieder von CDU und FDP, sie mögen „ihren“ Bürgermeister an die Hand nehmen und den Mehrheitsbeschluss des Rates für Verkehrsberuhigung im Wohngebiet weiter mittragen – keine Chance…

Sabine Schimke, Sprecherin der SPD in dem Ausschuss, bedauert diese Entscheidung: „Breite Mehrheiten, die die Beschlüsse für mehr Sicherheit und weniger Lärm auf der Max-Planck-Strsaße voran bringen würden, wären noch besser. Aber wir werden mit der Gestaltungsmehrheit im Stadtrat auch so unser Ziel weiter verfolgen.“ Auch für die Stadt und die Menschen in Erkrath insgesamt wird die Entwicklung zum Stadttempo Erkrath weiter gehen: In Wohngebieten haben Durchgangsverkehre nichts zu suchen, für Kinder und ältere Menschen sind Höchstgeschwindigkeiten von 30 km/h „genug“, weniger Lärm erhöht die Lebensqualität. Das ist erklärtes Ziel der SPD. Und auch bei dem Thema gilt: Die SPD bleibt dran und kümmert sich weiterhin um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger.

09Nov/11

WZ stellt klar: SPD unterstützt Neandertal-Projekte

In der gestrigen Ausgabe hatte die Westdeutsche Zeitung noch Zweifel an der Zuverlässigkeit der Erkrather Gestaltungsmehrheit aus SPD, BmU und Grünen zu streuen gesucht. Dagegen hatte Fraktionschef Detlef Ehlert in einem Leserbrief an den WZ-Lokalchef Arnulf Ramcke zur Klarstellung formuliert:

“Das Projekt NaturKulTour Neandertal hat entscheidenden Auftrieb durch die gemeinsame
Beratungsrunde der Umweltausschüsse des Kreises und der Städte Erkrath und
Mettmann im vergangenen Jahr bekommen. Ich selbst habe dort nicht
unwesentlichen daran mitgewirkt, dass für dieses zukunftsweisende Projekt und
insbesondere für den Hochpfad “grünes Licht” – und zwar mit sehr
großer Mehrheit auch aus Erkrath – gegeben wird.

Bei den Beratungen in den städtischen Gremien war und ist immer klar, dass
natürlich sämtliche Planungen eingebettet sein müssen in den rechtlichen Rahmen
und da insbesondere in die Umweltverträglichkeitsprüfungen – in die allgemeinen
Vorschriften dazu im Baugesetzbuch und erst Recht in die FFH-Richtlinien, die
europarechtlich gesicherten besonderen Vorschriften für Naturschutzbereiche von
gesteigerter Bedeutung. Ob das “Sperrfeuer” sein soll oder ob die
Beachtung dieser Gesetzesregelungen dem Umstand der Entnahme eines Eimers
Wassers aus der Düssel entspricht, wie Sie schreiben, müssen Sie selbst
beurteilen.

Was auch klar sein sollte, ist: Wenn ausweislich eines Berichts des Erkrather
Planungsamtes im zuständigen Ratsausschuss den Verwaltungen des Kreises und der
Städte Erkrath und Mettmann seit Juli bekannt ist, dass die Rahmenbedingungen
und Förderbeträge des Landeswettbewerbs, in dem NaturKulTour Neandertal
stattfindet, deutlich verändert worden sind, dies aber den politischen Gremien
erst Ende September bzw. im Oktober mitgeteilt wird und so erheblicher Druck
auf die Entscheidungsfindung und die Möglichkeiten der ökologischen Prüfungen
und der Bürgerbeteiligung ausgeübt werden könnte, darf das nicht
unwidersprochen bleiben. Das hat der Ausschuss in Erkrath thematisiert. Und das
ist gut so.

Schließlich monieren Sie, dass auch schon bei der Euroga-Diskussion in Erkrath
lamentiert statt gehandelt worden sei. Sie setzen das in Zusammenhang mit Ihrer
Kritik an einer „unberechenbaren Mischung aus SPD“ und anderen Fraktionen im
Rat. Die SPD hat allerdings sowohl bei der Euroga-Konzeption wie jetzt bei der
Masterplan-Realisierung zum Maßnahmenpaket gestanden. Die Euroga ist seinerzeit
von einer Allianz aus CDU und Grünen zerredet worden, nicht von der SPD.

Für mich bleibt es dabei: Die SPD im Kreis und in Erkrath unterstützt das
Neanderland-Projekt, den Masterplan-Prozess und NaturKulTour. Soweit die
einzelnen Schritte und Maßnahmen umwelt- und sozialverträglich und auch
wirtschaftlich und nachhaltig umgesetzt werden können, wovon ich überzeugt bin,
finden sie unsere volle Unterstützung.”

Der jetzt dazu erschienene Artikel ist hier nachzulesen:

Neanderland.jpg

09Nov/11

Max-Planck-Straße: Stadtrat klagt gegen Landrat Hendele und Bürgermeister Werner (beide CDU) wegen deren bürgerfeindlicher Verkehrspolitik

Für die SPD ist es seit langem Programm für die geplagten Anwohner der Max-Planck-Straße, sagt Sabine Schimke, planungs- und verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion: „Die planungsrechtlichen Fehlentscheidungen der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts sind in der Tat aus dem letzten Jahrhundert. Mitten zwischen zwei Gewerbegebiete ein reines Wohngebiet in Unterfeldhaus zu platzieren, war falsch. Jetzt muss es darum gehen, die üblen Folgen daraus für die Menschen zu vermindern.“ Dazu gehört, Lkw-Verkehre aus den Gewerbegebieten Kempen bzw. Unterfeldhaus jeweils unmittelbar auf die Autobahn zu bringen und nicht durch das Wohngebiet Max-Planck-Str. zum „entgegengesetzten“ Autobahnanschluss zu leiten. Und die Höchstgeschwindigkeit auf der Straße muss tags wie nachts auf höchstens 30 km/h festgesetzt werden.

(Verkehrsberuhigung der Max-Planck-Straße). Der Rat der Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr (PlUV) der Stadt Erkrath hat vor allem auch auf Betreiben der SPD in den Jahren 2010 und 2011 mehrfach Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung der Max-Planck-Straße in Erkrath beschlossen. Gegenstand der Beschlussfassung war das beschriebene ganztägige Lkw-Verbot und eine ganztägige Tempo-30-Zone. Die Forderungen dazu sind bereits vor mehreren Jahren auch von dem Bürgervotum Max-Planck-Straße erhoben worden. Die Beschlüsse wurden jedoch durch den Bürgermeister der Stadt Erkrath beanstandet. Nach einer Zurückweisung der Beanstandung durch den Rat der Stadt Erkrath hob der Landrat des Kreises Mettmann die Beschlüsse durch Verfügung vom 30.8.2011 auf. Die Beschlüsse seien rechtswidrig, weil durch die beiden beschlossenen Maßnahmen (Tempo-30-Zone ganztägig und Lkw-Verbot) gegen die straßenrechtliche Widmung der Max-Planck-Straße verstoßen worden sei. Außerdem seien die Belange anderer Verkehrsteilnehmer vor allem aus dem benachbarten Gewerbegebiet nicht ordnungsgemäß abgewogen worden.

(Klage). Gegen die Aufhebungsverfügung des Landrates ist inzwischen rechtzeitig Klage vor dem VG Düsseldorf erhoben worden, deren Begründung ansteht. Dabei soll dargelegt werden, dass die aufgehobenen Beschlüsse des PlUV und der den Widerspruch des Bürgermeisters zurückweisende Ratsbeschluss rechtmäßig waren. Die Fraktionen der Gestaltungsmehrheit im Stadtrat, SPD, BmU und Grüne, empfehlen dazu, den für die Aufhebung der Beschlüsse geltend gemachten Gründen nachzugehen und die Verwaltung zu beauftragen, entsprechende Beschlüsse des PlUV durch entsprechende Unterlagen vorzubereiten. Dazu gehört eine Abwägung aller im Zusammenhang mit den beabsichtigten Maßnahmen betroffenen Belange einschließlich der des benachbarten Gewerbegebietes. Das hierzu ergangene Urteil des OVG Münster ist einzuarbeiten. Zudem sind ggf. Maßnahmen vorzubereiten, eine Teilentwidmung der Max-Planck-Straße vorzunehmen.

(Antrag PlUV/Rat). Die Fraktionen der SPD, BmU und Grünen stellen daher diesen Antrag: „Der PIUV hält an seiner Absicht, die in den Beschlüssen vorgesehenen verkehrsberuhigenden Maßnahmen an der Max-Planck-Straße durchzuführen, fest.

Die Verwaltung wird beauftragt, die in der Aufhebungsverfügung des Landrates des Kreises Mettmann vom 30.8.2011 geltend gemachten Bedenken in entsprechenden Vorlagen Rechnung zu tragen und so eine ergänzende Beschlussfassung im PIUV vorzubereiten.

Der PlUV bzw. falls für nötig befunden: der Rat der Stadt Erkrath erteilt der Rechtsanwaltskanzlei Prof. Dr. Stüer (Münster) den Auftrag, die Stadt Erkrath im gerichtlichen Verfahren gegen die Aufhebungsverfügung des Landrates des Kreises Mettmann zu vertreten und den PIUV hinsichtlich der Ergänzung der beanstandeten Beschlüsse zu beraten. Zugleich wird die Anwaltskanzlei beauftragt, gemeinsam mit der Verwaltung die für die Beratung des PIUV benötigten Unterlagen vorzubereiten.“

Über den Antrag wird der PlUV in seiner Sitzung am 10. November, 17.00 Uhr, im Rathaus, entscheiden.

08Nov/11

Westdeutsche Zeitung schreibt über Neanderland und den Hochpfad dort:

Masterplan: Ende 2014 geht’s hoch hinaus

Von Arnulf Ramcke

mit einem Kommentar von Arnulf Ramcke

Die Planung für den Masterplan ist fast fertig. Die Öffentlichkeit wird im Dezember über Details informiert.

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Noch eine Computeranimation: Der Hochpfad ist das zentrale Element des Masterplans – und bei den Gegnern besonders umstritten.

Kreis Mettmann. Sechs Millionen Euro sind schon ein Wort. Damit lässt sich ein Spitzenfußballer ein Jahr lang füttern, auf Sylt gibt’s dafür ein unbebautes Grundstück in zweiter Reihe, und um die 240 VW Golf in mittlerer Ausstattungsvariante spülen dem Wolfsburger Konzern diese siebenstellige Summe in die Bilanz.

Sechs Millionen Euro sind also kein Pappenstiel. Entsprechend stürmisch toben die Stürme durchs Neanderland, wenn es um die Umsetzung des Masterplans „NaturKulTour Neandertal“ geht. Dessen Umsetzung kostet auch um die sechs Millionen Euro.

„Der Hochpfad soll das Neandertal und seine Weite erlebbar machen.“

Daniela Hitzemann, Sprecherin der Kreisverwaltung

Die Befürworter sehen das Geld als Investition in die Zukunft des Kreises Mettmann bestens angelegt, die Gegner warnen vor irreparablen Schäden an Fauna und Flora. Außerdem unterstellen sie dem obersten Fürsprecher, dem Landrat persönlich, rein wirtschaftliche und damit eigene Interessen politischer Art zu verfolgen.

Ränkespiele und echte Argumente verbeißen sich dabei in ein gewagtes Vorhaben: Wer aus der Regiobahn in Mettmann aussteigt, kann 30 Höhenmeter in einem gläsernen Panoramaaufzug überwinden und in ein Infozentrum gehen, in dem er über die Spezialitäten des gesamten Kreis Mettmann informiert wird.

Länge und Höhe stehen noch nicht fest

Der Besucher kann aber auch über das zentrale Element des Masterplans schlendern – den Hochpfad. In welcher Höhe genau über allen Wipfeln Ruhe herrscht, ist dabei nach Angaben von Daniela Hitzemann, der Sprecherin der Kreisverwaltung, unklar: „Das steht wie auch die genaue Länge noch nicht fest.“ Längst ist allerdings bekannt, dass es 600 Meter sind, die sich der Weg in 28 Meter Höhe vom Bahnhof bis zur Fundstelle des Neandertalers erstrecken soll.

Und dass er es wird, daran bestehen eigentlich keine ernsthaften Zweifel. Auch wenn jüngst Sperrfeuer aus Erkrath stört. Dabei hat die Befindlichkeit in dieser Stadt auf den Masterplan bezogen so viel Auswirkung wie die Entnahme eines Eimers Wasser aus der Düssel.

Städte zahlen „nur“ je 100 000 Euro

Von den rund 1,2 Millionen Euro Eigenanteil zahlen der Kreis 600 000 Euro, die Stiftung Neanderthal Museum 400 000 Euro und die Städte Erkrath und Mettmann je 100 000 Euro. Die restlichen fünf Millionen Euro übernimmt das Land.

„Wir machen uns lächerlich, wenn wir aus dem Projekt aussteigen“, sagt denn auch Erkraths Bürgermeister Arno Werner. Der CDU-Mann hat mit einer unberechenbaren Mischung aus SPD, Grünen und einer Wählergemeinschaft zu leben, die die Mehrheit im Rat bilden. Und die Grünen sind kreisweit erklärte Gegner des Masterplans.

Werner weiter: „Das Projekt ist eine Chance für das Neandertal.“ Allerdings müsse jedem klar sein, dass es ohne den Hochpfad in den genannten Dimensionen keine Förderung gebe. Kreissprecherin Hitzemann reagiert auf Erkraths Befindlichkeit gelassen: „Auch Erkrath möchte vom Masterplan profitieren.“

Dass der Hochpfad zwar in luftigen Höhen auf Stelzen ruht, aber keine Luftnummer ist, betont Hitzemann vehement: „Wenn die Kohle da ist, legen wir los, denn Ende 2014 müssen wir fertig sein.“ Das sehen die Förderrichtlinien ebenso wie das Datum 11. Januar 2012 vor. An diesem Mittwoch Anfang kommenden Jahres müssen die Planunterlagen in Düsseldorf vorgelegt werden. Dieses Vorziehen des ursprünglichen Abgabetermins sei zwar eine echte Herausforderung – „aber wir schaffen das“.

Kreisverwaltung will auf Nummer sicher gehen

Für Dezember kündigt Hitzemann eine öffentliche Informationsveranstaltung an, wo Details der Planung vorgestellt werden. „Wir werden da nichts einarbeiten, was nicht zu hundert Prozent sicher ist oder an Stellen, wo es nicht geht.“

Kommentar: Verweigerung mit System

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Großbild Bahrmann, Simone (simb)
 

Es ergeben sich Möglichkeiten, die erfordern energisches Handeln. Der Masterplan ist eine solche. Zugreifen oder zu spät kommen – die Entscheidung, für dieses visionäre Projekt zur Stärkung des Wirtschaftsraums Neanderland Überstunden zu machen, wird sich im wahrsten Wortsinne bezahlt machen.

Und davon profitiert auch der Umweltschutz. Dass dies in Erkrath anders gesehen wird, hat System: Bereits bei der Euroga wurde in Erkrath lamentiert statt gehandelt.

08Nov/11

Peter Urban und Sandheider Bürger schützen „ihren“ Wald

Zahlreiche Anwohner der Sandheide und SPD-Ratsmitglied Peter Urban haben sich nun bereits mehrfach für den Erhalt „ihres“ Wäldchens stark gemacht. Sie sammelten Unterschriften gegen mögliche Fällungen, wiesen auf Baumschädigungen durch Vandalismus hin und hatten überhaupt ein Augenmek auf ihre langen Kerls im Wald. ‎Durch wieder neue Baummarkierungen im Sandheider Wäldchen zwischen Heinrich-Heine-Straße und dem Sandheider Dorf-Zentrum waren sie jetzt erneut aufgeschreckt worden, eine Sitzungsvorlage der Stadtverwaltung für den städtischen Planungs- und Umweltausschuss bestätigte dann ihre Befürchtungen: Die Verwaltung hatte wieder Baumbestände auf Verkehrssicherheit untersuchen lassen und meint daraus den Schluss ziehen zu müssen, dass Bäume mit der Axt umgelegt werden müssten, damit sie nicht vom Sturm umgeworfen und unkontrolliert Schaden anrichten würden.

Doch gibt es gerade in der Sandheide genug Beispiele dafür, dass Bäume begutachtet wurden, die einerseits weitab von irgendwelchen  offiziellen Wegeverbindungen wachsen (die aber sollen laut entsprechendem Ratsbeschluss vom 2. Nov. 2010 gar nicht erst untersucht, sondern im Wald „in Ruhe  gelassen“ werden). Andererseits lösen einige dieser Fällverdikte erhebliche Zweifel an der Gutachtensqualität bei anderen, von den Anwohnern hinzugezogenen Fachleuten aus. Die bezweifeln nämlich, dass etwaige Schäden so schlimm wären, dass man sie nicht durch Ausastungen und baumchirugische Maßnahmen „heilen“ könnte.

Deshalb haben Urban und weitere 27 Familien aus der Sandheide eine weitere Aktion gestartet, um das Sandheider Wäldchen vor übereifrigen Baumfällungen zu schützen. Sie haben an vielen Bäumen kleine Tafeln angebracht, die deutlich machen: Wir passen auf Euch auf! Dahinter steht ein Netzwerk der Anwohner, das zumindest auch davor bewahren soll, das überraschend die große Säge auftaucht und vollendete Tatsachen schafft. Peter Urban wird überdies im Planungsausschuss am kommenden Donnerstag, 10. Nov., 17.00 Uhr, im Rathaus Erkrath, dafür streiten zu beschließen, dass die Bäume im eigentlichen Sandheider Wald gepflegt und nicht gefällt werden.

Mehr und Aktuelles zum Thema gibt es auf Peter Urbans Facebook-Seite: https://www.facebook.com/#!/profile.php?id=100002303701505