Rheinische Post über SPD-Veranstaltung: Kein Stillstand auf Pose

Posemarré: kein Stillstand

VON SUSANN KRÜLL – zuletzt aktualisiert: 05.11.2011

Erkrath (RP). Constanze Paffrath und Georg Krautwurst – die Verantwortlichen des Bauprojekts – beziehen Stellung. Die ersten Häuser sollen im Februar bezugsfertig sein. In der ehemaligen Halle 23 entsteht ein Kulturzentrum.

Geschäftsführerin Dr. Constanze Paffrath und Architekt Georg Krautwurst erläutern den Stand des Bauvorhabens auf dem ehemaligen Posemarré-Gelände. Foto: Dietrich Janicki

Im Infobüro der Neue Mitte Erkrath GmbH auf dem früheren Posemarré-Gelände reichten die bereitgestellten Stühle nicht aus. So viele Erkratherinnen und Erkrather waren gekommen, um zu erfahren, wie und wann es mit der Bebauung des Geländes weiter geht. Zu der Veranstaltung hatte der SPD Ortsverein eingeladen. Dieter Becker, SPD-Ratsmitglied und ehrenamtlich als Fahrer des Bürgerbus tätig, formulierte, welche Fragen die Erkrather umtreiben und die Gerüchteküche brodeln lassen: „Wenn wir an den neu errichteten Häusern an der Geberstraße vorbei fahren, höre ich von Fahrgästen immer wieder: ‚Dass die fertig werden, erleben wir nicht mehr. Das ist doch viel zu teuer. Das ist nicht seniorengerecht.“

Info

Lofts und Villen

Die 6 Atelierhäuser und 7 Stadtvillen am Bavierpark sollen im Februar bezugsfertig sein. Als nächstes wird mit dem Bau von drei Häusern begonnen, in denen kleinere Wohneinheiten in dem noch zu errichtenden „Würfel an der Düssel“ entstehen sollen. Hinter der denkmalgeschützten Fassade der alten Gießerei sind Büros sowie Wohnlofts geplant. Im Backsteinteil wünscht man sich ein Restaurant.

Service-Vertrag mit der Diakonie

Zu diesen und anderen Mutmaßungen nahmen Geschäftsführerin Dr. Constanze Paffrath und Georg Krautwurst, verantwortlicher Architekt vom Büro bk plan, Stellung. „Wir sind hier vor Ort. Wenn Sie Fragen haben, Sie irgendwo der Schuh drückt im Zusammenhang mit dem Projekt, besuchen Sie uns hier im Info-Büro,“ forderte Dr. Paffrath die Zuhörer auf. Denn auch ihr seien Mutmaßungen zu Ohren gekommen – zum Beispiel, dass die neue Mitte pleite sei – die aber nicht stimmten.

„Von Anfang an haben wir die Erkrather an diesem für die Entwicklung der Stadt zu wichtigem Projekt beteiligt. Die Planungen haben vor rund sieben Jahren mit einem großen Werkstattverfahren begonnen. Viele Ideen, die dort und mit den Verantwortlichen in der Verwaltung erarbeitet wurden, sind, bzw. werden mit den nächsten Bauabschnitten umgesetzt.“ So werde die unter Denkmalschutz stehende Halle 23 zurzeit zur Veranstaltungshalle um- und ausgebaut, in der dann unter anderem wieder die Erkrather Kriminächte stattfänden.

Auch habe man mit der Erkrather Diakonie einen Servicevertrag geschlossen. Sobald weitere Häuser und Wohnungen bezogen seien, werde die Station vom ihrem jetzigen Standort auf das Gelände umziehen. „Es werden sowohl kommerzielle Dienste wie Hilfe im Haushalt oder beim Einkauf für Senioren angeboten, die in Anspruch genommen werden können, wenn man vorübergehend bettlägerig ist“, so Dr. Paffrath, die hinzufügte, dass eine „Tauschbörse für Nachbarschaftsdienste“ parallel zu den kommerziellen Leistungen im Servicehaus eine Anlaufstelle erhalten soll.

Auch die Öffnung des Gebiets zum Bavierpark hin kündigte die Geschäftsführerin schnellstmöglich an: „Aus Haftungsgründen und wegen der Gefahr, dass Schäden durch Vandalismus und Diebstahl entstehen, muss die Absperrung zurzeit allerdings noch bestehen bleiben.“

www.rp-online.de/mettmann

Schreibe einen Kommentar