Westdeutsche Zeitung: Anwohner wollen Fußweg

Die SPD und Hochdahler Bürger haben sich an der neuen L 403n zum Ortstermin getroffen.

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Großbild Dirk ThoméMit dem Zubringer sind die Anwohner zufrieden. Doch ein Fußweg in Richtung Neandertal fehlt.

Hochdahl. Knapp 30 Personen haben sich jetzt vor der Neanderkirche in Hochdahl versammelt. Ihr anvisiertes Ziel allerdings war nicht das Gotteshaus, obwohl ein wenig himmlischer Beistand beim geplanten Vorhaben sicher nicht verkehrt gewesen wäre.

Geladen hatte die Ortsgruppe der SPD, um mit Anwohnern des Neanderweges, der Professor-Sudhoff-Straße und des Feldhofs sowie allen weiteren interessierten Bürgern eine kleine Ortsbegehung zu machen.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Edeltraud van Venrooy führte die Menschentraube zunächst den Neanderweg entlang zur neuen L 403n. Die Zufriedenheit mit dem neuen Zubringer ist spürbar, ebenso auch die Erleichterung, dass dieses Vorhaben endlich fertiggestellt wurde. Doch knapp 200 Meter weiter nördlich beginnt das große Problem: Es fehlt ein adäquater Fußgängerweg in Richtung Neandertal.

Fußweg wird für Senioren zum Spießrutenlauf

„Das Bauvorhaben ging eben nur bis zu einem bestimmten Punkt. Alles, was darüber hinaus geht, wurde nicht weiter bedacht“, sagte van Venrooy. „Allerdings ist hier ein ordentlich asphaltierter Weg dringend notwendig.“ Speziell für Senioren entwickelt sich der Fußweg zu einem Spießrutenlauf.

Um überhaupt weiter gehen zu können, ist das Überqueren der Straße notwendig – zu Verkehrsstoßzeiten ein nicht ungefährliches Unterfangen. Dann aber beginnen die Probleme erst so richtig: „An dieser Stelle landet man plötzlich im Niemandsland und steht mitten im Gestrüpp“, sagte ein Anwohner. „Wenn es regnet, ist es matschig, vor allem bei Dunkelheit regelrecht gefährlich, weil hier auch noch diverse Pöller in der Erde stecken.“

Mit einem Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator sei es unmöglich, hier entlang zu laufen. Man könne doch eventuell die Straße ein wenig verlagern und den Fußweg einfach verlängern, schlug ein Anwohner des Neanderweges vor. „An diese Stelle wurde beim Weiterbau der L403 einfach nicht gedacht“, klagte er.

Auch die Beschilderung von der Hauptstraße in Richtung Neandertal sei mangelhaft und lasse dort mehr Menschen entlang fahren als nötig.

Bürgermeisterin will Eindrücke in politische Diskussion einbringen

Bei der Begehung wurde schnell klar, dass die Stadt hier noch dringenden Handlungsbedarf hat. Van Venrooy und ihr SPD-Vorsitzender Detlef Ehlert wollen die Eindrücke nun aufnehmen und in die politische Diskussion einbringen. Dabei wären die meisten Anwohner mit einer relativ kleinen Lösung zufrieden.

„Es würde zunächst völlig ausreichen, die Allee von der Neanderkirche am Friedhof vorbei in Richtung Feldhof wieder so herzurichten, dass alle dort durch gehen können“, sagte eine Anwohnerin. Vor Jahrzehnten war die Allee noch asphaltiert und gut beleuchtet. Mittlerweile ist es nur noch mit Anstrengung möglich, dort entlang zu gehen.

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