Monthly Archives: März 2012

30Mrz/12

Bürgerliche Fraktionen im Kreistag verweigern klares Nein gegen Fracking

Heute im Kreistag haben CDU, FDP und UWG (da ist Bernhard Osterwind von der Erkrather BmU mit dabei) gegen eine frühzeitige und klare Abgrenzung zum Fracking im Kreis Mettmann gestimmt: Der Antrag der SPD, eindeutig Position gegen Erkundungsbohrungen und gegen Fracking und damit das Einbringen irgendwelcher Chemiecocktails in tiefe Gesteinsschichten ist nicht beschlossen worden. Schade, das wäre ein klares Signal gewesen.
Stattdessen wird das Thema erst in spätere Ausschussberatungen verwiesen.
Chance verpasst, leider!

28Mrz/12

SPD wählt Kandidaten für den Landtag

Der Kreisparteitag hat die Landtagskandidaten der SPD aufgestellt: Jens Geyer im Süden (Langenfeld, Monheim, Großteil Hilden), Mafred Krick für Erkrath, Haan, Teile Hildens und Mettmann, Elisabeth Müller-Witt für Ratingen und Heiligenhaus und ganz im Norden Volker Münchow für Velbert, Wülfrath und ein bißchen von Mettmann. Detlef Ehlert hat es also nicht geschafft. Er unterlag Manfred Krick mit 14 : 13 Stimmen. Ehlert dazu: „Ich gratuliere den Gewählten und werde mithelfen, dass sie auch am 13. Mai gewählt werden.“

28Mrz/12

Stadtwerke Erkrath lehnen „Fracking“ im Kreis Mettmann ab

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Erkrath hat gestern unter der Leitung eine Vorsitzenden Detlef Ehlert noch einmal ausdrücklich bekräftigt, dass die Stadtwerke keine Gefährdung der Erkrather Trink- und Grundwasservorkommen zulassen werden. Ehlert: „Wir werden das ‚Fracking‘ sehr kritisch ‚begleiten‘ und uns nicht wie beim Bau der CO-Pipeline von irgendwelchen Konzernentscheidungen überraschen lassen. Ich halte eine solche Technologie in einem dicht besiedelten Raum für unverantwortlich und werde alles daran setzen, dass es hier dazu nicht kommt.“

Die Stadtwerke und der Stadtrat werden das Thema sofort wieder auf die Tagesordnung setzen, wenn die Risikostudie des Landesumweltminsteriums vorliegt und genauere Einschätzungen der Gefahrenlage zulässt.

Isabel Klaas schreibt dazu in der Rheinischen Post einen lesenswerten Artikel.

26Mrz/12

Bürger finanzieren Wasserspiel in der Innenstadt selbst

Brunnenfest in Haan – Bürger finanzieren Wasserspiel

SPD-Fraktionsvorsitzender Detlef Ehlert aus Erkrath in Sachen Nachbarschaftshilfe unterwegs in Haan. Wie er auf seiner Homepage schreibt: Meine Tochter Lena hat immer wieder einen Heidenspaß, wenn sie in Haan auf dem Neuen Markt am Brunnen ist und durch den Fontänenbogen laufen kann. Keine Frage also, dass ich sofort zusagte, als der Haaner SPD-Chef Bernd Stracke mit mir auf dem Brunnenfest Lose für die Finanzierung des Brunnenbetriebs verkaufen wollte. Und wir können das sogar beweisen, steht nämlich in der Zeitung, genauer: der  Westdeutschen Zeitung

21Mrz/12

SPD im Kreistag lehnt Fracking ab

Berndt Hoffmann

Die SPD-Fraktion im Kreis Mettmann hat für den Kreistag am 29. März einen Antrag eingereicht, das sogenannte Fracking auf Kreisgebiet abzulehnen. Mit der Fracking-Methode wird Erdgas mittels Tiefbohrungen aus Gesteinen gelöst und gefördert.
Außerdem wird der Landrat aufgefordert alle verfahrensrechtlichen Mittel zur Verhinderung des „Frackings“ einzusetzen.

Berndt Hoffmann, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Durch Fracking wird ein Chemie-Cocktail unter hohem Druck in tiefliegende Gesteinschichten verbracht. Der gesamte nördliche Teil des Kreises sowie Erkrath und Haan sind von Wasserschutzzonen durchzogen, die durch das Fracking beeinträchtigt werden können. Für die SPD hat der Schutz des Grund- und Trinkwassers zumal in der bevölkerungsreichsten Region Europas, absolute Priorität. Deshalb fordern wir den Kreistag auf, das Fracking abzulehnen.“

Studien zufolge wird es auch in absehbarer Zukunft kein Mangel an Erdgas aus konventionellen Lagerstätten geben. Die SPD ist seit langem der Auffassung, dass der Verbrauch fossiler Energieträger zurückgefahren und durch regenerative Energieformen ersetzt werden sollte. Dabei wird sie von der Bundesregierung, die die Energiewende fortgeführt hat, bestätigt.
Fraktionsvorsitzender Manfred Schulte: „Die Bundesregierung hat nach Fukushima die Energiewende beschlossen, die nicht nur die Atomenergie betrifft. Sondern es sollen zudem fossile Energieträger durch regenerative Energien ersetzt werden. Wer jedoch stattdessen die Ausbeutung von Gasvorkommen fördert, läuft dieser Energiewende zuwider.“

21Mrz/12

Rechtzeitig gegen Fracking und mögliche Trinkwasserschädigung vorgehen

Im Kreis Mettmann, auch in Erkrath, sind „Rechte“ für Energieunternehmen – hier BASF-Wintershall –  zur Gewinnung von Erdgas in sogenannten unkonventionellen Verfahren („Fracking“) im Gespräch. Bis 2013 will Wintershall durch Flachbohrungen die Erdgashöffigkeit prüfen, d.h. es wird anhand von Gesteinsbohrungen bis zu 150 mtr. Tiefe erkundet, ob Erdgas im Untergrund vorhanden ist und sich die etwaige Konzentration „lohnt“, um sie mit einem physikalisch-chemischen Verfahren aufzuschließen.

Das würde hier in einem sehr dicht besiedelten Ballungsraum statt finden und zudem, wie auch in Erkrath, Heiligenhaus und Ratingen, in Städten, die selber Trinkwasser fördern. Befürchtungen stehen im Raum, dass durch das Einbringen giftiger Chemikalien in tiefere Gesteinsschichten die Trinkwasservorkommen berührt und somit „versaut“ werden könnten.

Die SPD in Erkrath wie im Kreistag hat gefordert, frühzeitig solchen Anfängen zu wehren: Es darf nicht wie bei der CO-Pipeline passieren, die erst klammheimlich durch die Genehmigungsverfahren geschleust und gebaut werden durfte, während wir jetzt „hinterherlaufen“ und  den Betrieb der Anlage zu verhindern suchen müssen.

In Heiligenhaus hat die Kreis-SPD zum Fracking eine große Informationsveranstaltung durchgeführt (die Rheinische Post schreibt dazu einen interessanten Artikel in der heutigen Ausgabe, der wirklich lesenswert ist.

 

20Mrz/12

Toll: 25.000 Fahrgäste nutzten Bürgerbus Erkrath

In den erst neunzehn Monaten seiner Erfolgsgeschichte hat der Bürgerbusverein Erkrath bereits 25.000 Fahrgäste mit seinem tollen Service betreut. Der Bürgerbus ist quasi ein „von Haus zu Haus Service“, denn er bringt die Erkrather von ihren Wohnorten an der Fahrstrecke zu den Einkaufzentren, Ärzten, Schulen, Bahnhöfen usw.

Übrigens: Auch in dem Fall haben Bürgermeister Werner und  die örtliche CDU während ihrer „Regierungszeit“ anderthalb Jahre lang den Start vergezögert mit Kritik am Fahrweg, Verweigern des Durchfahrens der Bahnstr und Hinauscheiben der Bürgerschaftserklärung für etwaige Verluste bis zu 10.000 Euro (die der Verein nicht in Anspruch nehmen musste!)

Die Westdeutsche Zeitung schreibt dazu in ihrer Ausgabe vom 21. März: http://www.wz-newsline.de/lokales/kreis-mettmann/erkrath/buergerbus-faehrt-den-25-000-buerger-1.939489

Und in der Rheinischen Post vom Tage steht: http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/mettmann/nachrichten/buergerbus-ein-gluecksfall-1.2760566