SPD im Kreistag lehnt Fracking ab

Berndt Hoffmann

Die SPD-Fraktion im Kreis Mettmann hat für den Kreistag am 29. März einen Antrag eingereicht, das sogenannte Fracking auf Kreisgebiet abzulehnen. Mit der Fracking-Methode wird Erdgas mittels Tiefbohrungen aus Gesteinen gelöst und gefördert.
Außerdem wird der Landrat aufgefordert alle verfahrensrechtlichen Mittel zur Verhinderung des „Frackings“ einzusetzen.

Berndt Hoffmann, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Durch Fracking wird ein Chemie-Cocktail unter hohem Druck in tiefliegende Gesteinschichten verbracht. Der gesamte nördliche Teil des Kreises sowie Erkrath und Haan sind von Wasserschutzzonen durchzogen, die durch das Fracking beeinträchtigt werden können. Für die SPD hat der Schutz des Grund- und Trinkwassers zumal in der bevölkerungsreichsten Region Europas, absolute Priorität. Deshalb fordern wir den Kreistag auf, das Fracking abzulehnen.“

Studien zufolge wird es auch in absehbarer Zukunft kein Mangel an Erdgas aus konventionellen Lagerstätten geben. Die SPD ist seit langem der Auffassung, dass der Verbrauch fossiler Energieträger zurückgefahren und durch regenerative Energieformen ersetzt werden sollte. Dabei wird sie von der Bundesregierung, die die Energiewende fortgeführt hat, bestätigt.
Fraktionsvorsitzender Manfred Schulte: „Die Bundesregierung hat nach Fukushima die Energiewende beschlossen, die nicht nur die Atomenergie betrifft. Sondern es sollen zudem fossile Energieträger durch regenerative Energien ersetzt werden. Wer jedoch stattdessen die Ausbeutung von Gasvorkommen fördert, läuft dieser Energiewende zuwider.“

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