CDU, BMU und FDP bevormunden Erkrather Eltern

Klaus Wiescher, Mitglied des Schulausschusses

Sie scheuen eine Befragung Erkrather Eltern über mögliche gewünschte neue Schulformen wie der Teufel das Weihwasser: CDU, BmU und FDP verweigerten gestern die von SPD und Grünen beantragten Elternbefragungen zu deren künftigem Schulwahlverhalten.

Was  von den vorgenannten Parteien zum wiederholten Male an zum Teil böswilligen Unterstellungen gegenüber der Verwaltung, den Bündnis-Grünen, Teilen der Erkrather Elternschaft und der SPD vorgetragen wurde, bekräftigt die Bewertung von SPD und Grünen, dass die konservativen Fraktionen im Rat auf schulpolitischen Boykottkurs gegen die Elternschaft gehen. 

Da war von Parteinahme der Erkrather Verwaltung als auch der kommunalen Aufsichtsbehörde (RP Düsseldorf) in Richtung Sekundarschule/Gesamtschule die Rede.  Warnungen an die anwesenden Personen: „…auch nur in diese Richtung zu denken!“ wurden vorgetragen. Auch das Drohszenario vom „Plattmachen der hiesigen Schullandschaft“ durfte im Repertoire des Angstschürens nicht fehlen.

Was war der Auslöser dieser teilweise heftig geführten Diskussion, die aufzeigt, dass in unserer Stadt von vereinbartem Schulfrieden a la Landesregierung und Opposition nichts zu spüren ist?

SPD und Grüne „erdreisteten“ sich, einen Antrag auf Befragung betreffender Eltern zum vorgenannten Thema zu stellen, die im Sommer des Jahres 2013 durchgeführt werden könnte. In diesem Antrag wird die Verwaltung unserer Stadt gebeten, diese wichtige Bekundung des Elternwillens durch Informationen über alle in Frage kommenden Schulformen zu begleiten.

Das Ergebnis dieser Befragung soll dazu dienen, den bestehenden Schulentwicklungsplan zu unterstützen, um so möglicherweise zukünftig drohenden Schulschließungen wirkungsvoll begegnen zu können.

Nicht mehr – nicht weniger!

Der Gipfel an gestern öffentlich geäußerter Behauptungen wurde jedoch erreicht, als der Erkrather Elternschaft, inklusive der anwesenden Vorsitzenden der Elternschaftsvertretung unserer Stadt, unterstellt wurde, einem solchen Begehren gegenüber interessenlos oder aber (einseitig informiert) pauschal positiv eingestellt zu sein.

Dass der Antrag abschlägig beschieden wurde, sei der Form halber hier noch einmal erwähnt.

SPD und Grüne werden den Antrag weiter durch die politischen Gremien tragen.

Abschließend bleibt zu fragen, für wie dumm und unmündig die Antragsgegner unsere Bürger in Zeiten von einzufordernder größtmöglicher Transparenz und Mitwirkung am Gemeinwesen halten…

Klaus Wiescher

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