Monthly Archives: August 2012

30Aug/12

Herzlichen Glückwunsch Bürgerbus Erkrath!

Heute ist er zwei Jahre auf Erkraths Straßen unterwegs, der Erkrather Bürgerbus, 60.000 km „gelaufen und knapp 37.000 Fahrgäste sind dabei gewesen. Die SPD gratuliert und wünscht weiterhin Allzeit gute Fahrt und wirtschaftlich erfolgreiches Fahren!

Was die Westdeutsche Zeitung dazu schreibt, steht hier und weitere Infos hat Detlef Ehlert parat.

30Aug/12

Immerhin: Neue Fußgängerbrücke über die Bergische Allee kommt!

SPD-Ratsfrau Sabine Schimke

Vertreter des Landesbetriebs Straßen NRW sagten es jetzt im Erkrather Planungs- und Verkehrsausschuss zu: Die neue Fußgängerbrücke als Ersatz für die vorhandene marode Konstruktion zwischen Bruchhauser und Kempener Str. wird im nächsten Sommer um die Ferienzeit herum gebaut werden. Dabei soll dann auch die Ampelschaltung auf der Bergischen Allee insgesamt verbessert werden im Blick auf eine „Grüne-Welle-Schaltung“. Darauf hatte SPD-Ratsfrau Sabine Schimke mit ihren KollegInnen mehrfach insistiert, dass das Versprechen der Vertreter der Straßenbauverwaltung für eine ordentliche Regelung immer noch nicht eingelöst sei, enttäusche schon sehr, meinte die Sprecherin der SPD in dem Ausschuss. Das wesentliche Problem, dass die Ampelanlage an der Kreuzug Kempener Str./Trills und Bergische Allee ständig ausfalle müsse nun dauerhaft gelöst werden. Und gerade während der Bauzeit der Brücke müssten auch die Fußgänger- und vor allem die Schüler-Querungen vernünftig abgesichert werden.

Die Westdeutsche Zeitung berichtet und die Rheinische Post schreibt dazu hier:

25Aug/12

Volker Teich: Elternwillen ernst nehmen, nicht ignorieren und tot schweigen!

In der Rheinischen Post werden gerade Schlagzeilen wie diese veröffentlicht:  „Die Erkrather Schullandschaft ist stabil, die Eltern sind mit dem Angebot offenbar zufrieden.“ (RP, 24.08.2012)

„Der Schulausschuss hat noch im Mai dieses Jahres keine Notwendigkeit gesehen, etwas an unserer Schullandschaft zu verändern“, sagt Schwab-Bachmann im Gespräch. „Erkrath ist einfach zu klein, um ein klares Eltern-Votum für eine Gesamt- oder Sekundarschule zu bekommen.“ (RP, 24.08.2012)

Volker Teich, SPD

Diese hier zitierte, vom Schulverwaltungsamtsleiter wieder gegebene Meinung von CDU, FDP und BMU war schon seinerzeit im Ausschuss falsch, sie ist es heute noch offenkundiger, weil es um uns in Erkrath herum zwischenzeitlich jede Menge andere Entscheidungen für Gesamtschulen und Sekundarschulen gibt, obwohl die Städte, die das beschlossen haben, teils sogar noch kleiner als Erkrath sind. Mettmann hat die Gründung einer Sekundarschule beschlossen, in Monheim ist eine solche gerade eben eröffnet worden und in Langenfeld wird sogar jetzt eine zweite Gesamtschule aufmachen. Das sagt Volker Teich, schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion Erkrath.

Deshalb hat die SPD in der Sitzung des Schulausschusses am 23.5.12 dieser irrigen Auffassung ausdrücklich widersprochen, berichtet Teich. Gemeinsam mit Bündnis 90/ Die Grünen setzten sich die Sozialdemokraten für die Durchführung einer Elternbefragung ein, um die tatsächlichen Wünsche der Erziehungsberechtigten in Erkrath zu erfahren.

Als erster Schritt sollte in der nächsten Ausschusssitzung ein Fragebogen für eine solche Befragung vorgelegt und beschlossen werden.

Die erwähnte Errichtung neuer Schulen in den Nachbarstädten und der erneute Rückgang der Anmeldezahlen an Hauptschulen in NRW ist ein Beweis für das geänderte Schulwahlverhalten der Eltern.

Wie schnell sich die Schullandschaft verändern kann, zeigt auch in Erkrath das Beispiel der Albert-Schweitzer-Schule. Auf Anordnung der Bezirksregierung Düsseldorf darf die Schule seit dem Schuljahr 2010/11 keine neue 5. Klasse bilden und wird schrittweise aufgelöst. Der Rat hat die Anordnung in seiner Sitzung am 29.06.2010 ohne eine Möglichkeit zum Eingreifen nur noch zur Kenntnis nehmen können.

Der aktuelle Schulentwicklungsplan (SchEP) weist in seiner Prognose und Bandbreitenbetrachtung (SchEP, S. 54 – 55) für die Carl-Fuhlrott-Schule auf die Gefährdung der laut Schulgesetz vorgesehenen Zweizügigkeit hin. Auch die beiden Realschulen im Stadtgebiet müssen laut Prognose des SchEP (SchEP, S. 59 – 61) mit rückläufigen Schülerzahlen rechnen.

Dass die Eltern sehr wohl an einer Weiterentwicklung der Schulen in der Sekundarstufe I interessiert sind, zeigt sich in der Reaktion der Stadtschulpflegschaftsvorsitzenden: „Die Vorsitzende der Stadtschulpflegschaft, Frau Bote, berichtet über das positive Feedback der Eltern nach den Info-Veranstaltungen und lobt die guten und neutralen Vorträge der Referenten. Die Stadtschulpflegschaft habe sich für die Elternbefragung ausgesprochen, da dem Wunsch der Mehrheit entsprochen werden solle.“ (Auszug aus der Niederschrift des ASS vom 23.05.2012, S. 6)

Vor dem Hintergrund der allgemeinen Entwicklung der Schülerzahlen, des geänderten Wahlverhaltens der Eltern und der schulorganisatorischen Maßnahmen in den Nachbarstädten (Gründung von Sekundarschulen und Gesamtschulen) sich nicht mit der Weiterentwicklung der Schulen der Sekundarstufe I in Erkrath zu befassen, ist fahrlässig, meint Teich im Namen der SPD.

Teich: „Die Eltern können erwarten, dass in Erkrath ein an ihren Wünschen orientiertes Schulsystem in der Sekundarstufe I erhalten bleibt. Dafür müssen diese Wünsche aber bekannt sein. Dies geht jedoch nur durch eine entsprechende Elternbefragung.

Die SPD lehnt den von CDU, FDP und BmU beschrittenen Irrweg, durch Ignorieren des Elternwillens und Nichtstun die Weiterentwicklung zu verschlafen, strickt ab.“ Stattdessen wollen die Sozialdemokraten aktiv den Elternwillen erfragen, aufgreifen und die dabei voraussichtlich zu erwartende Forderung zur Errichtung einer Gesamtschule oder auch einer Sekundarschule realisieren. Das, und nur das entspräche  dem Elternwunsch nach längerem gemeinsamen Unterricht und nach gymnasialen Bildungsangeboten in allen Schulen der Sekundarstufe I.

24Aug/12

Nachkriegsbürgermeister Alex Bendt, SPD: Erika Stubenhöfer, Stadtarchivarin, leistet unschätzbare Arbeit, so auch hier

Alex Bendt gestaltete Erkraths Zukunft

Von Sabine Maguire

Als erster Sozialdemokrat regierte er nach dem Zweiten Weltkrieg die Stadt.

Alex Bendt wird in einem Nachruf als gradlinig und gerecht beschrieben.

GroßbildnnAlex Bendt wird in einem Nachruf als gradlinig und gerecht beschrieben.

Erkrath. Sich endlich einmal satt essen und eine Wohnung haben, so lauteten die Wünsche der Nachkriegszeit. Die Normalität sollte wieder beginnen – nach dem Krieg, nach der Zeit der wirtschaftlichen und politischen Ungewissheit. Und tatsächlich: Die Bundesrepublik bekam eine neue Währung, eine neue Verfassung, eine neue Regierung mit Kanzler Adenauer und eine neue Hauptstadt.

Erkraths Bürgermeister (Folge 8)

In der Gemeinde Erkrath stand ein neuer Bürgermeister für diese Zeit der Veränderung. Mit Alex Bendt war es diesmal ein Sozialdemokrat, der die Segel möglichst so setzen sollte, dass es auch in der Provinz endlich aufwärts geht.

Gewählt wurde der engagierte Gewerkschafter am 15. Dezember 1949, nachdem er bereits ein Jahr zuvor als Fraktionsvorsitzender der SPD für das Amt kandidiert hatte. Damals unterlag er noch seinem Amtsvorgänger Hermann Moritz, den die CDU ins Rennen geschickt hatte. Kein Brot, keine Kartoffeln, kaputte Häuser: Das waren die Themen, die noch bei Hermann Moritz auf der Tagesordnung der Ratssitzungen ganz oben standen.

Brendt kurbelte den Wohnungsbau an, baute Kindergärten und Schulen

Den Mangel irgendwie verwalten und die Infrastruktur wieder „in die Gänge“ bringen – damit hatten die Ratsmitglieder in der harten Nachkriegszeit alle Hände voll zu tun. Mit der Währungsreform 1948 ging plötzlich ein „Ruck“ durch Deutschland, und auch in Erkrath blickte man wieder optimistischer in die Zukunft.

Vor allem der Wohnungsbau wurde angekurbelt, damit die Kriegsflüchtlinge und auch diejenigen, die aus den umliegenden Großstädten nach Erkrath kamen, ein Dach über dem Kopf hatten. „Hatte Erkrath am 13. September 1950 noch 8850 Einwohner, so waren es am 31. Dezember 1955 schon 10 824 und fünf Jahre später 14 010“, zitiert Stadtarchivarin Erika Stubenhöfer die Chronik. Alex Bendt hatte als Bürgermeister also eine Zeit des Aufbaus zu begleiten.

Kindergärten, Schulen, Freizeiteinrichtungen: Die Liste der kommunalen Bauprojekte war lang. Hinzu kamen die Wohnsiedlungen an der Morper Allee, am Rathelbecker Weg und an der Schinkelstraße. „Alle Maßnahmen, die während der Amtszeit von Alex Bendt getroffen wurden, veränderten die Gemeinde Erkrath und bereiteten schließlich ihre Erhebung zur Stadt vor“, sagt Erika Stubenhöfer.

Bis zu seinem Tod war er aktives Mitglied im Gemeinderat

Alex Bendt engagierte sich bis zum Ende seiner Amtszeit im November 1954 nicht nur als Bürgermeister, sondern auch für die Gewerkschaft und den Erkrather Heimat- und Verkehrsverein. Bis zu seinem Tod am 17. Mai 1962 arbeitete er im Erkrather Gemeinderat mit. Im Nachruf der IG Druck und Papier hieß es „Alex Bendt – ein Mann der immer gradlinig seinen Weg ging – der Ungerechtigkeit hasste und der seine Meinung überall offen vertrat“.

24Aug/12

Grünzug Sedental – Park oder Verkehrsschilderwald?

Die SPD-Ratsfraktion hatte zur Offenen Fraktionssitzung eingeladen und vor allem auch den Hochdahler Bürger Volker Bruckmann (und früheren stellv. Amtsleiter des Planungsamts der Stadtverwaltung Erkrath) gebeten, seine Ideen zur Verbesserung des Naherholungs- und Wegenetzes Hochdahl zu erläutern. Volker Bruckmann tat das dann auch – engagiert und nicht ohne heftige Diskussionen auszulösen (die unter anderem auf verschiedenen Facebook-Kanälen im Internet immer noch kräftig weiter gehen…).

Bruckmanns Beobachtungen werden in den Zeitungen beschrieben. In der Westdeutschen Zeitung etwa.

Die Fraktion wird, wie ihr Vorsitzender Detlef Ehlert zusicherte, die wesentlichen Anregungen aufgreifen und sie in Anfragen und Anträgen in den Planungs-, Verkehrs- und Umweltausschuss des Stadtrates einbringen. Hier wird über den Fortgang der Ereignisse weiter berichtet werden.

 

22Aug/12

Kirchengemeinden rücken zusammen, DLRG und DRK auch, wer fehlt noch???

Was die RP schreibt:

Die WZ berichtet…

und der Kommentar des SPD-Fraktionsvorsitzenden, Detlef Ehlert, dazu…

Ich finde diese Zusammenarbeit wunderbar. In Hochdahl, in Millrath, hatte etwas ähnliches ja bereits über Jahrzehnte funktioniert. Wurde aber dann rüde von der katholischen Seite unterbunden. Ich hoffe, dass das jetzt in UFh besser gelingt und nicht wieder irgendwelche weltfremden Kirchenrechtler die gelebte Ökumene kaputt machen…

14Aug/12

Ein Traum ist geplatzt, eine Riesenchance für das Neandertal, für Erkrath und die Region vertan…

Es gibt Dinge, die würden wir lieber nicht weiter geben müssen, dies hier gehört dazu… ;-((   Mit der nachfolgenden

Gemeinsamen Presseerklärung des Kreises Mettmann, der Städte Erkrath und Mettmann und der Stiftung Neanderthal Museum

geben diese die Aufgabe der Pläne für das Projekt Erlebnis Neandertal bekannt:
Ausstieg aus dem Zwei-Türme-Projekt

Gewinner des Wettbewerbs Erlebnis NRW

Groß war die Freude im November 2010:

Mit dem Projekt „Erlebnis Neandertal“ (Hochpfad, Panoramaaufzug, Infozentrum und acht weiteren Maßnahmen) hatte der Kreis Mettmann gemeinsam mit seinen Projektpartnern, den Städten Erkrath und Mettmann sowie der Stiftung Neanderthal Museum als Gewinner des Wettbewerbs Erlebnis NRW den mit Abstand „dicksten Fisch an Land gezogen“. Freude und Euphorie waren riesig. Insgesamt sollten rund 4,5 Millionen Euro europäischer Fördermittel in das Neandertal fließen.

Planungsschwierigkeiten

Ursprünglich war damit gerechnet worden, dass bereits im Frühjahr 2011 ein entsprechender Bewilligungsbescheid ergeht. Stattdessen wurde der Kreis als Projektträger aufgefordert, eine detaillierte Planung für die einzelnen Bauvorhaben vorzulegen.

Mit jedem Planungsschritt traten allerdings gravierende Schwierigkeiten zutage. Deren vorläufiger Höhepunkt war das Aus für den Hochpfad. Nicht etwa naturschutzfachliche Gründe, sondern die der Örtlichkeit geschuldeten bautechnischen Erfordernisse, verknüpft mit horrenden Steigerungen der Materialpreise, verdoppelten die Projektkosten. Dies war der Grund dafür, dass die Projektgemeinschaft im Dezember 2011 beschloss, auf den geplanten Hochpfad zu verzichten.

Entwicklung des Zwei-Türme-Konzepts

Die sich aus der Förderung ergebenden Chancen sollten jedoch nicht aus der Hand gegeben werden. Unter enormem zeitlichem Druck konnte ein Alternativprojekt mit Panoramaaufzug und Entdeckerturm entwickelt werden.

Dieses „Zwei-Türme-Konzept“ wurde sowohl von der Wettbewerbs-Jury als auch von den Bewilligungsbehörden gleichermaßen als förderfähig anerkannt.

Die Zeitfalle

Gleichzeitig baute sich in diesem Projekt erheblicher Zeit- und Kostendruck auf. Mit zunehmendem Planungsfortschritt zeichnete sich mehr und mehr ab, dass

die Bauzeitenpläne mit der Einhaltung des verbindlichen Realisierungszeitraumes kaum mehr in Einklang standen und

die Einhaltung der Förderrichtlinien gefährdet war.

Bei allen Widrigkeiten blieb die Arbeit aller Beteiligten zunächst von der Zuversicht geprägt, dass sich das Projekt unter großen Anstrengungen doch noch als umsetzbar erweisen könnte. Bemerkenswert und keineswegs selbstverständlich dabei war, dass der Kreistag bereit war, die Gemeinschaft der Projektpartner bei dieser Gratwanderung bestmöglich abzusichern.

Allerdings war bereits vor den Sommerferien erkennbar, dass hinsichtlich der Abwicklung des Projekts der Zeitrahmen ausgedehnt werden musste und zur zeitlichen Umsetzung die baldmöglichste Erteilung eines Bewilligungsbescheides erforderlich war.

Abstimmung mit den Bewilligungsbehörden

Unter diesen Gesichtspunkten wurde die Bezirksregierung Anfang Juli gebeten, den Durchführungszeitraum um 4 Monate zu verlängern und den Bewilligungsbescheid möglichst bis Ende Juli zu erteilen.

Die Antwort der Bezirksregierung hat die Projektgemeinschaft geschockt, da sie folgende Aussagen trifft.

Eine Verlängerung des Durchführungszeitraums ist nach den engen Rahmenbedungen für EU-Förderprogramme äußerstenfalls für 2 Monate denkbar.

Eben so wenig lassen die Förderbestimmungen eine
Teilabrechnung nach Ablauf des Durchführungszeitraums zu.

Die baufachliche Prüfung durch die Bewilligungsbehörde und die Beteiligung weiterer Fachdienststellen der Bezirksregierung sowie die Einbeziehung des Ministeriums lässt die Erteilung des Bewilligungsbescheids nicht vor September 2012 erwarten.

Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn kann nicht gestattet werden.

Baugrundsicherung lässt Kosten explodieren

Ende Juli wurden weitere Erkenntnisse im Projekt bezüglich des
Baugrundes gewonnen:
Aufgrund der engen Fristen zur Erstellung der Entwurfsplanungen und der erst nach der Neukonzeption des Zwei-Türme-Konzeptes Anfang 2012 erfolgten endgültigen Festlegung der Standorte für die zentralen Bauobjekte, konnte die Baugrunduntersuchung erst im März 2012 beauftragt und anschließend durchgeführt werden.
Die Gutachten zeigen auf, dass sich insbesondere der Hang in der Umgebung des Infozentrums und des Panoramaturms als instabil erweist, jedoch keine Gefahr für den Bahndamm darstellt.
Aus den spezifischen Gegebenheiten des Baugrundes resultiert ein deutlich erhöhter Aufwand zur Sicherung der Baugrube und der projektierten Bauwerke. Dieser Aufwand schlägt sich in erhöhten finanziellen Mehraufwendungen von mindestens 1,65 Mio. € nieder. Diese entstehen durch die bautechnisch anspruchsvolle Errichtung von dauerhaften und massiven Bohrpfahlwänden, die für alle Besucher sichtbar sein werden.
Durch diese zusätzlichen Bauvorhaben (Hangsicherung und Gründung) ergeben sich zudem auch weitere erhebliche Verzögerungen im Projektzeitplan von mindestens sechs Monaten.

Bewertung der Fakten führt zum Ausstieg aus dem Projekt

Die Projektgemeinschaft hat in den letzten Tagen eingehend geprüft, ob angesichts der dargestellten Fakten eine weitere Beteiligung an dem Projekt möglich ist. Das Ergebnis lautet einvernehmlich:

Die Projektgemeinschaft empfiehlt dem Kreistag, den Stadträten und dem Stiftungsrat den Antrag auf Bewilligung von Ziel2-Mitteln zurückzuziehen

Folgende Gründe sind hierfür entscheidend:

Da der Durchführungszeitraum nicht ausreichend verlängert werden kann, ist die Verwirklichung des Projekts aus tatsächlichen Gründen unmöglich. Würden Kreis und Projektträger das Bauvorhaben trotzdem durchführen, liefen sie Gefahr, sämtliche Fördermittel zurückzahlen und die gesamten Investitionskosten aus eigenen Budgets finanzieren zu müssen.

Mit der für September 2012 avisierten Erteilung eines Bewilligungsbescheids und der gleichzeitigen Unmöglichkeit eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns kann der Kreis Mettmann als Projektträger derzeit keine weiteren Planungsaufträge erteilen. Dies wäre aber zwingend nötig, um wenigstens eine Minimalchance auf die rechtzeitige Beendigung der Bauprojekte zu wahren.

Dies alles wird jedoch von der Tatsache überlagert, dass die Bauarbeiten für die Hangsicherung und für die Gründung der Bauwerke den bisherigen – eh schon gefährdeten – Zeitplan aus den Angeln heben. Einerseits sind diese Arbeiten für die bauliche Herstellung des Panoramaaufzugs und des Info-Centers unverzichtbar. Andererseits würde die Realisierung die Durchführungszeiträume hierdurch noch weiter überschritten, als dies ohnehin der Fall gewesen wäre.

Hangsicherung und Gründung würden weitere Baukosten von rd. 1,65 Mio. € verursachen. Hierfür ist eine anteilige Finanzierung durch Ziel2-Fördermittel ausgeschlossen. Daher würden die Gesamtkosten des Projekts auf 8,1 Mio. € ansteigen und sich die Eigenanteile der Projektbeteiligten um eben diese 1,65 Mio. € erhöhen.

Nach Auskunft der Bezirksregierung verbieten die Förderrichtlinien eine Mittelbewilligung, sofern absehbar ist, dass das Projekt nicht im Rahmen der Programmlaufzeit durch die Projektträger abgeschlossen werden kann.

Die Projektbeteiligten empfinden die Aufgabe des Projekts als schmerzlich. Die Entscheidung entspricht jedoch unserer Verantwortung gegenüber den Bewilligungsbehörden und einem angemessenen Umgang mit öffentlichen Mitteln, denn auch EU-Fördermittel sind Steuermittel.

Das Neandertal wird weiter entwickelt

Die Projektbeteiligten sind weit davon entfernt, jetzt aus Enttäuschung über den Ausstieg die Hände in den Schoß zu legen. Der Kreis Mettmann, die Städte Erkrath und Mettmann sowie die Stiftung Neanderthal sind entschlossen, das Neandertal und sein weltberühmtes Museum weiterzuentwickeln. Die vorliegenden Gutachten zum Tourismuskonzept belegen nämlich, dass die Steigerung der Aufenthaltsqualität des Neandertales als touristisches Flaggschiff für das gesamte neanderland von hoher Bedeutung ist.

Grundlage ist hierfür der im September 2010 fertig gestellten „Masterplan Neandertal“. Auf dieser Grundlage müssen jetzt die dort in großem Konsens mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickelten Konzepte weiterverfolgt werden.

Große Teile der im Rahmen des Projektes „Erlebnis Neandertal“ erarbeiteten Gutachten und gewonnenen Erkenntnisse waren nicht umsonst. Sie können jetzt für den Masterplan sinnvoll eingesetzt und genutzt werden.

Dies wird ohne die Förderung aus EU-Mitteln sehr viel langsamer von statten gehen. Allerdings werden für die Projektbeteiligten die Gestaltungsspielräume größer, da nicht mehr auf einengende Förderrichtlinien Rücksicht genommen werden muss.

Die Finanzierung für die Umsetzung des Masterplans Neandertal könnte aus den Haushalten der Projektbeteiligten erfolgen.

Landrat, Bürgermeister und der Vorstand der Stiftung werden deshalb ihren Gremien vorschlagen, die bisher bereits in den Budgets eingeplanten Finanzmittel weiterhin für die Umsetzung des „Masterplans Neandertal“ zur Verfügung zu stellen. Außerdem ist geplant, für die Maßnahmen Sponsoren zu gewinnen, damit eine zeitnahe Umsetzung ermöglicht wird.

12Aug/12

SPD lädt ein zur Offenen Fraktionssitzung

Noch ist die Sommerferienzeit nicht zu Ende, gerade erst scheint der eigentliche Sommer zu beginnen, so dass wir diese Zeit noch genießen können.

Gleichwohl geht bei der SPD der „Politikbetrieb“ weiter. Sie haben es mitbekommen, dass der Hochdahler Ortsverein der SPD einen neuen Vorstand mit Klaus Przybilla an der Spitze gewählt hat.

Am Dienstag diskutiert die Arbeitsgemeinschaft Sechzig plus der SPD mit Margret Stolz von der AOK-Rheinland über die Auswirkungen und Kosten der Gesundheits-„Reform“-Vorschläge der Bundesregierung (sh. auch hier die nachfolgende Meldung) und auch die SPD-Ratsfraktion hat trotz Ferienzeit schon mehrere Beratungsrunden zur Frage der Entwicklung des Ortskerns und der Schul- und Kindergartenlandschaft in der Sandheide absolviert.

Die nächste Offene Fraktionssitzung der Ratsfraktion wird am Montag, den 20. August, statt finden. Das ist auch noch in den Ferien. Aber wir wollen den Termin dennoch allen Bürgerinnen und Bürgern anbieten, die Wünsche an die Kommunalpolitik haben, die ihren Ärger loswerden wollen oder die was zu loben haben, damit für solche Initiativen mehr Zeit übrig ist als sonst, wenn lange Tagesordnungen darauf folgender Ratsgremien bearbeitet werden müssen. Daher sind Interessierte herzlich eingeladen, an dem 20. August um 19.00 Uhr in den Sitzungssaal des Kaiserhofes, über dem künftigen Jugendtreff, Bahnstr. 4, zu kommen.

Mit dabei sein wird auch Volker Bruckmann, ehemaliger stellv. Chef des Erkrather Planungsamtes, der sich Gedanken um die Wegeführung und die Attraktivierung des Naherholungsgebietes im Zuge des Sedentaler Bachs in Hochdahl gemacht hat. Bruckmann wird dort seine Vorschläge präsentieren.

10Aug/12

Explodieren die Kosten im Gesundheitswesen?

Referiert bei Sechzig +: Margret Stolz, AOK

Wohin laufen die Kosten und die Ausgaben im Gesundheitswesen, wie wird das Ganze künftig finanziert und gesteuert? Fragen, über die Margret Stolz vom Beratungsdienst der AOK-Rheinland Auskunft geben wird bei der nächsten Veranstaltung der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus in Erkrath.

Die lebensälteren Mitglieder der SPD und ihre Gäste diskutieren in regelmäßig zweimonatlichen Treffs aktuelle Fragen wie jetzt die zum Gesundheitswesen. Aber sie lassen darüber hinaus auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommen: Kaffee und Kuchen und Klönschnack runden die Treffen ab.

Die nächste Zusammenkunft, zu der Margret Stolz als Referentin erwartet wird, ist am kommenden Dienstag, 14. August, von 15.00 – 17.30 Uhr, im Sockelgeschoß des Kaiserhofes Erkrath, Bahnstr. 2.

Adi Franke, Vorsitzender der AG, und seine MitstreiterInnen freuen sich auf interessierte Gäste.