Manfred, mache es!

Die SPD hat ihren Landratskandidaten vorgestellt: Manfred Krick geht am 25. Mai in’s Rennen bei den Kreistags.- und Landratswahlen im Kreis Mettmann. Die Bilder zeigen den Kandidaten mit Kestin Griese, der Vorsitzenden der Kreis-SPD und mit Manfred Schulte, dem Kreistagsfraktionsvorsitzenden der SPD
Kerstin Grieses Foto
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Manfred Kricks Vorstellungsrede ist dies:

Unser Kreis ist ein attraktiver Kreis, zum Leben und zum Arbeiten. Das muss auch in Zukunft so bleiben. Dafür müssen wir aber kräftig arbeiten und alle Chancen nutzen. Ich bin überzeugt, dass viele Chancen unseres Kreises heute nicht hinreichend genutzt werden.

Als Landrat werde ich dafür arbeiten, dass der Kreis alle Chancen nutzt. Dabei habe ich vier Schwerpunktziele.

Gute Chancen für alle Jugendlichen durch Bildung und Ausbildung

Der Grundsatz „Kein Kind zurücklassen“ muss auch für uns im Kreis Mettmann der Leitgedanke für unser Handeln werden. Prävention muss Vorrang vor kostenintensiver Nachsorge haben.

In einzelnen Städten des Kreises gibt es hierfür schon sehr gute Konzepte. Ich nenne hier insbesondere das Modell MOKI, Monheim für Kinder. Es gibt in Monheim eine Präventionskette von der frühen Förderung von Kindern und Familien von der Geburt bis zur Berufsausbildung.

Andererseits haben wir aber im Kreis nach wie vor einen zu hohen Anteil von Jugendlichen, die die Schule ohne Schulabschluss verlassen.

Leider ist auch das von der SPD im Kreis initiierte Erfolgsmodell der „Kompetenzagenturen“, dass junge Menschen am Übergang von Schule zur Berufsausbildung unterstützt hat, von der CDU und dem Landrat nicht mehr weitergeführt worden. Wir haben das 2012, leider letztlich erfolglos, massiv kritisiert. Hier ist eine große Chance für den gesamten Kreis leichtfertig vergeben worden und ein erfolgreich arbeitendes Unterstützungsangebot ohne Not zerschlagen worden. Jetzt müssen die Städte im Kreis über das Landesprogramm „Übergang Schule – Beruf“ diese Struktur wieder neu aufbauen.

Ich will erreichen, dass wir über funktionierende Prävention alle Potentiale der jungen Menschen heben. Zum Nutzen der jungen Menschen selbst, aber auch zum Nutzen unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft. Wenn es uns gelingt, alle Jugendlichen in die Arbeitswelt zu integrieren – und ich schließe hier auch möglichst viele der Jugendlichen mit Behinderung ein – dann müssen wir uns auch keine Sorgen um den drohenden Fachkräftemangel machen. Ich möchte daher als Landrat das Prinzip „Kein Kind zurücklassen“ zum Erfolg führen und zwar gemeinsam mit den Städten, dem Handwerk, dem Handel und der Industrie.

Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit

Langzeitarbeitslosigkeit birgt enormen Sprengsatz für unsere Gesellschaft und den sozialen Zusammenhalt. Für die Betroffenen kann Langzeitarbeitslosigkeit gerade auch psychisch extrem belastend wirken.

Obwohl wir ein im Vergleich erfreulicherweise finanz- und wirtschaftsstarker Kreis sind und unsere Arbeitslosenquote mit 7,2% unter dem Landesdurchschnitt liegt und seit 2006 von 9,7% auf 7,2% gesenkt werden konnte, sind wir beim Problem der Langzeitarbeitslosigkeit sogar zurückgefallen. 2006 gab es 18.600 Bedarfsgemeinschaften im Kreis, die Zahl sank in 2009 auf 17.600 um dann aber 2013 erstmals auf über 19.000 Bedarfsgemeinschaften zu steigen. Der Kreis zahlt für diese Bedarfsgemeinschaften die Miet- und Heizkosten. Der Kreishaushalt – und über die Kreisumlage damit die Städte – wird hierdurch mit 95 Mio. € im Jahr belastet.

Hinter diesen statistischen Zahlen stehen Menschen. Bei durchschnittlich 1,9 Personen je Bedarfsgemeinschaft sind das 37000 Menschen. Menschen, die durch die langanhaltende Arbeitslosigkeit oftmals von der gesellschaftlichen Teilhabe weitgehend ausgeschlossen sind. Das wollen wir ändern. Der beste Weg, neben der Erhöhung der Finanzmittel für die Eingliederungshilfe, so wie es im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vorgesehen ist, ist die Anzahl der Vermittlungskräfte in unseren Jobcentern zu erhöhen. Dadurch ist eine individuelle Förderung und auch Forderung der von Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen Menschen möglich. Und das besonders Erfreuliche daran: Das hilft nicht nur dem einzelnen Arbeitslosen, sondern durch die Einsparung bei den Miet-und Heizkosten auch dem Kreishaushalt. Sprich, die Personalkosten werden durch die Minderausgaben ausgeglichen.

Schluss mit dem Flächenverbrauch

Flächenverbrauch, also das immer noch weitergehende Umwandeln von landwirtschaftlich genutzten oder naturbelassenen Flächen in Siedlungs- und Verkehrsflächen, ist leider immer nur ein Thema bei Sonntagsreden des CDU Landrates. Passieren tut allerdings nichts. Dies belegen eindringlich die statistischen Zahlen für unseren Kreis. In den letzten 10 Jahren hat die Freifläche für die Landwirtschaft und der Freiraum um über 3% abgenommen. Mittlerweile machen diese Flächen weniger als 60% aus (Land NRW 67%). In einzelnen Städten des Kreises liegt der Anteil sogar bei unter 45%.

Wir zerstören durch diesen Flächenverbrauch unsere noch vorhandenen bäuerliche Kultur im Kreis und damit auch die vorhandenen Chancen zur dezentralen, verbrauchernahen Versorgung mit Nahrungsmitteln.

Mit dem Flächenverbrauch muss deshalb Schluss sein!

Wir müssen Ernst machen mit dem Vorrang der„Binnenentwicklung“. Wir müssen innerstädtische freie Flächen und vorhandene Gewerbe- und Industriebrachen nutzen um unsere Flächenbedarfe zu decken. Und da dürfen dann auch nicht immer die Ausreden der Altlastenproblematik akzeptiertwerden. Meine Forderung ist deshalb, dass landwirtschaftliche Flächen nur noch in absoluten Ausnahmefällen in Anspruch genommen werden dürfen. Ein kleiner Hinweis: Deshalb bin ich auch so froh, dass die L239 zwischen Ratingen und Mettmann auf der vorhandenen Trasse gebaut wird und dadurch keine neue Fläche verbraucht.

An dieser Stelle auch ein Hinweis auf ein Problem, dass uns im Kreis leider schon lange belastet: Die Bayer CO- Pipeline. Selbstverständlich werde ich mich weiterhin intensiv gegen die Inbetriebnahme der CO- Pipeline einsetzen. Unsere Forderung: Ein solch giftiges Gas darf nur dort erzeugt werden wo es weiterverarbeitet wird, wo es beherrschbar ist – in der chemischen Fabrik. Und daher verbietet sich jeder Transport. Auf der Schiene, auf der Straße oder per Schiff ist der Transport verboten, das Gleiche muss auch für den Transport per Pipeline gelten.

Interkommunale Zusammenarbeit umsetzen

Ganz ehrlich gesagt, die letzte Wahlperiode unter der Verantwortung des Landrates und der CDU- Fraktion war eine verlorene Zeit für die interkommunale Zusammenarbeit.

Dabei wäre eine solche Zusammenarbeit so dringend erforderlich. Nur durch eine solche Zusammenarbeit werden notwendige und sinnvolle Leistungen der öffentlichen Daseinsvorsorge auch in Zukunft gewährleistet werden können.

Von einem Landrat kann man erwarten, dass er kommunale Zusammenarbeit nicht nur auf Sonntagsreden fordert, sondern dass er kommunale Zusammenarbeit tatkräftig entwickelt und fördert. Ich nenne ein Beispiel:

Seit mehreren Jahren bemüht sich die Stadtverwaltung Mettmann um eine Neuvergabe der Strom- und Gaskonzessionen. Bisher ohne Erfolg. Dabei gibt es hier mit der von den Stadtwerken Erkrath, Heiligenhaus und Wülfrath gemeinsam betriebenen „Neanderenergie“ einen lokalen, wirtschaftlich sehr erfolgreichen, 100% kommunalen Energieversorger. Mit einer Zusammenarbeit könnte nicht nur ein zusammenhängendes kompaktes Versorgungsgebiet geschaffen werden sondern auch der wirtschaftlich mögliche Mehrwert in den Kommunen und im Kreis gehalten werden – mit Chancen für Arbeitsplätze, für Auftragsvergaben an das lokale Handwerk und Möglichkeiten zur dezentralen regenerativen Energieversorgung. Ein ideales Gebiet also für kommunale Zusammenarbeit. Haben wir hierzu etwas vom Landrat gehört? Nein, leider nicht.

Mein Ziel als Landrat ist es, die interkommunaleZusammenarbeit zur Verbesserung der öffentlichen Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis nutzbar zu machen und nicht nur darüber zu reden.

Diese Ziele möchte ich gemeinsam mit einer starken Kreistagsfraktion unter der Führung von Manfred Schulte und gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung umsetzen. Kein leichtes Unterfangen, aber wir sind auch nicht vor Arbeit bange.

Mehr steht hier: http://www.wz-newsline.de/lokales/kreis-mettmann/manfred-krick-im-landrats-rennen-setze-ich-auf-sieg-1.1542791
und hier: http://www.supertipp-online.de/nachrichten/detail/anzeigen/landtagsabgeordneter-will-landrat-werden-1394/und hier: http://www.rp-online.de/app/1.4003701

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