Monthly Archives: August 2015

31Aug/15

Wie unser Bürgermeisterkandidat seine Stadt sieht

Bürgermeisterkandidat Detlef Ehlert

Bürgermeisterkandidat Detlef Ehlert

Die Wochenpost Erkrath stellt den Bürgermeisterkandidaten Fragen zur Person, zu Erkrath, zu ihren Zukunftsvorstellungen für unsere Stadt.

1000 Zeichen/Anschläge je Fragenblock sind maximal „zugelassen“, eine schwere Aufgabe…

Die Antworten von Detlef Ehlert stehen „gebündelt hier:

A

  1. Kurze persönliche und berufliche Vorstellung

Detlef Ehlert (56)

Vater einer 12-jährigen Tochter

Facility Manager, Vorstandsmitglied bei der Wohnungsbaugenossenschaft Erkrath

Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat, Kreistagsabgeordneter

Ehrenamtlich tätig u.a. im Trägerverein Verlässliche Schule, Bürgerbus, Erkrather Tafel, Schulpflegschaft Gymnasium Hochdahl

  1. Was reizt Sie an der Aufgabe, Bürgermeister von Erkrath zu werden?

Ich kenne und ich mag unsere Stadt und die Menschen. Ich setze mich für sie mit ganzem Herzen ein. Als Bürgermeister kann ich über Interessengruppen hinweg vermitteln, moderieren, Konsens erzielen. Als Chef der Verwaltung kann ich die Geschicke der Stadt unmittelbar in die Hand nehmen und mit den Bürgern und der Wirtschaft gemeinsam gestalten.

B

  1. Was mögen Sie an Erkrath besonders?

Die Mentalität der Leute, ihr aktives gesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement; die drei Ortsteile mit ihren je eigenen Stärken, die gleichwohl zusammen gehören. Die grüne Umgebung und viele anmutige, städtebauliche Elemente.

  1. Was gefällt Ihnen zurzeit gar nicht und was wollen Sie daran ändern?

Der Mehltau, der auf der Verwaltung lastet, muss weg, die Beschäftigten haben Besseres verdient, sie brauchen neuen Mut und neue Motivation.

C

  1. Wo sehen Sie Erkrath in zehn Jahren?

An einem Spitzenplatz als Tor zum Neanderthal, mit schmucker Neuer Mitte in Alt-Erkrath, mit funktionsgerechten Feuerwehrgebäuden Cleverfeld und Steinhof, mit modernen Grundschulen Sandheide und Alt-Erkrath, als Soziale Stadt mit mehrgenerationsfähigen Wohngebäuden nah bei den attraktiven Nahversorgungszentren, mit barrierefrei zugänglichen S-Bahnen.

Mit den Stärken einer liebens- und lebenswerten Stadt im Grünen, unmittelbare Großstadtnähe mit boomender Wirtschaft und Arbeit, Kunst, Kultur, Wissenschaft, Einkaufsvielfalt. Mit Schwächen wie Kaufkraftabfluss, Auspendlerzahl, Verkehrslärm.

Unser Stadtentwicklungskonzept beschreibt Wege um die Stärken zu fördern und die Schwächen abzubauen.

  1. Wo sehen Sie Ihre Stärken, mit denen Sie Erkrath zu diesem Ziel führen wollen?

Meine Stärken: Anpacken, gestalten, kommunizieren, moderieren, zusammenführen. Ich kenne mich in Erkrath aus, kenne viele Bürger hier, ich kenne die Verwaltung und zahlreiche Akteure in Wirtschaft und Vereinen. Und: ich kenne das Stadtentwicklungskonzept, da ich es zusammen mit den Bürgern mitentwickelt habe, denen Erkrath genau so am Herzen liegt wie mir.

D

  1. Welche Aufgaben haben für Sie als künftiger Bürgermeister absolute Priorität?

Bürgernähe: Ich stehe aktiv für die Menschen und für die Wirtschaft zur Verfügung. Als Bürgermeister werde ich Mittler zwischen Bürgern, Verwaltung und Wirtschaft sein, ich sehe mich und die Verwaltung als Dienstleister für Erkrath.

Nachhaltig, Klimaschutz „leben“, sozial und offen für neue Ideen: Das Stadtentwicklungskonzept konsequent angehen und umsetzen.

Die „Soziale Stadt“ voran bringen: Bildung und Betreuung weiter stärken. Alt & Jung zusammenführen. Schwächere unterstützen und die Selbsthilfe fördern. Flüchtlinge integrieren.

  1. Was wollen Sie als künftiger Bürgermeister gegen das Defizit im kommunalen Haushalt unternehmen?

Erkrath aus dem „Dornröschenschlaf“ wecken und unsere Stärken wie die hervorragenden Verkehrsanbindungen besser nutzen, „mehr“ aus unseren Wohn- und Gewerbeflächen machen. Die Stadtwerke als umweltfreundlichen Energieproduzenten und gewinnbringendes Unternehmen ausbauen. Energisch dafür streiten, dass Erkrath mehr Geld von Bund und Land zur Erfüllung unserer Aufgaben bekommt.

Dafür mache ich mich stark als Ihr Bürgermeister für Alle.

E

  1. Was wird sich in Erkrath ändern, wenn Sie Bürgermeister werden?

Das „Klima“ im Rathaus, das Selbstverständnis der Beschäftigten dort: Wir sind für den Bürger und für die Wirtschaft da. Kompetent, offen und transparent, hilfsbereit, wir geben Rückmeldung auf Anfragen und entscheiden zügig. Und die Tür des Bürgermeisters Ehlert steht den Bürgerinnen und Bürgern offen.

  1. Was ist Ihrer Meinung nach in Erkrath gut so wie es ist und soll auch künftig so bleiben?

Alle Schulen, die das wollten, sind Ganztagsschulen.

Die Betreuung der Kinder im Vorschulalter ist qualitativ wie quantitativ auf einem sehr guten Weg.

Wir haben unsinnige „Umgehungsstraßen“ (L 357, Westtangente) sowie Industriegebiete in Bruchhausen erfolgreich verhindert und Naturschutzgebiete geschaffen.

Übernahme des Stromnetzes in den Stadtwerken ohne Bevormundung durch Stromkonzerne. Mit dem Netz und dem Blockheizkraftwerk verdienen wir umweltverträglich gutes Geld für die Stadt.

Das Neanderbad ist ein Gewinn für Jugend, Sport und Freizeit.

Wir haben die Ortsbuslinien deutlich verbessert und den Bürgerbus eingeführt.

Viele Unternehmen in Erkrath sind Weltklasse, darauf sind wir stolz.

Die Unterstützung der Menschen für die Flüchtlinge in unserer Stadt ist vorbildlich.

F

Ihre Ideen für:

  1. die Ansiedlung von Neubürgern/Unternehmen

Mit unseren Pfunden wuchern: beste Verkehrsanbindungen mit Schiene, Straßen, Flughafen; Nähe zu Universitäten, Kultur und Sport- und Freizeitangeboten; attraktive Wohnlagen.

Das Image als Schlafstadt überwinden durch aktive Bewerbung und Stadtmarketing, Leerstandsmanagement, Ausbildungsbörsen und Kooperationen Stadt – Unternehmen – Schulen sowie interkommunale Zusammenarbeit. Wohnungstauschbörsen, Runde Tische zur Förderung der Wohnungswirtschaft und der Einzelhandelszentren, Clusterbildung bei BioTechnologie, Maschinenbau; Handwerkerhöfe und Existenzgründerförderung.

  1. einen Ausweg aus Erkraths Dilemma Bebauung/Ansiedlung contra Naturschutz/Naherholung

Stadt im Grünen bleiben durch Binnenentwicklung und Aufwertung vorhandener Standorte statt nur auf die Ausweisung von Außenbereichsflächen zu Bauzwecken zu schielen. Kosten- und flächensparend (um-)bauen.

Das Stadtentwicklungskonzept Ernst nehmen und die dort gemachten Vorschläge auch umsetzen. Das werde ich anpacken.

26Aug/15

Wochenpost: Fragen an die Bürgermeister-Kandidaten – Teil 5

BM-Kandidaten-CollageWas ändert sich, wenn Sie Bürgermeister werden?

von Nicole Marschall aus der Wochenpost

In dieser Woche wollen wir von den Erkrather Bürgermeisterkandidaten Christoph Schultz (CDU), Detlef Ehlert (SPD) und Reinhard Knitsch (Bündnis 90/Die Grünen) wissen, was sich ändern wird, wenn Sie Bürgermeister werden. Und was auf jeden Fall so bleibt, wie es ist.

 

 

 

 

Fragen an Christoph Schultz (CDU):

Herr Schultz, was wird sich in Erkrath ändern, wenn Sie Bürgermeister werden?
Als Bürgermeister möchte ich eine offene, bürgernahe Kommunikation mit der Stadtverwaltung etablieren. Gezielt werde ich das Gespräch mit den Bürgern suchen, um sie bei den Entscheidungen über Erkrath mitzunehmen. Angesichts des Haushaltsdefizits sehe ich die Förderung des Gewerbestandorts als vordringlich an. An der Umsetzung meiner weiteren Ziele wie z.B. die Verbesserung von Stadtbild und Sauberkeit, Umsetzung des Stadtentwicklungskonzepts u.a. zur Schaffung neuen Wohnraum werde ich konsequent arbeiten.

Was ist Ihrer Meinung nach in Erkrath gut, so wie es ist, und soll auch künftig so bleiben?
Großartig sind zum einen unsere schöne Umgebung und zum anderen die Menschen, die sich auf vielfältige Weise für ihre Nachbarn, für Erkrath einsetzen, das gilt es von Seiten der Politik zu unterstützen. Sehr gut ist auch das Freizeitangebot der Stadt vom Neanderbad über Bücherei bis zum Theater in der Stadthalle, das für eine Stadt unserer Größe beachtlich ist.

Fragen an Detlef Ehlert (SPD):

Herr Ehlert, was wird sich in Erkrath ändern, wenn Sie Bürgermeister werden?
Das »Klima« im Rathaus, das Selbstverständnis der Beschäftigten dort: Wir sind für den Bürger und für die Wirtschaft da. Kompetent, offen und transparent, hilfsbereit, wir geben Rückmeldung auf Anfragen und entscheiden zügig. Und die Tür des Bürgermeisters Ehlert steht den Bürgerinnen und Bürgern offen.

Was ist Ihrer Meinung nach in Erkrath gut, so wie es ist, und soll auch künftig so bleiben?
Alle Schulen, die das wollten, sind Ganztagsschulen. Die Betreuung der Kinder im Vorschulalter ist qualitativ wie quantitativ auf einem sehr guten Weg. Wir haben unsinnige »Umgehungsstraßen« (L 357, Westtangente) sowie Industriegebiete in Bruchhausen erfolgreich verhindert und Naturschutzgebiete geschaffen. Das Stromnetz haben wir in den Stadtwerken übernommen ohne Bevormundung dort durch Stromkonzerne. Damit und mit dem Blockheizkraftwerk verdienen wir umweltverträglich gutes Geld für die Stadt. Wir haben die Ortsbuslinien deutlich verbessert und den Bürgerbus eingeführt. Viele Unternehmen in unserer Stadt sind Weltklasse, darauf sind wir stolz.

Fragen an Reinhard Knitsch (Grüne):

Herr Knitsch, was wird sich in Erkrath ändern, wenn Sie Bürgermeister werden?
Vereine und Engagement werden oft eher behindert, statt gefördert. Beispiele dafür sind hohe Gebühren etwa für die Genehmigungen von Straßen- und sonstigen Festen; Sportanlagen werden nicht bedarfsgerecht gepflegt und ausgebaut – seit Jahren warten z.B. der TSV und Rhenania Hochdahl auf zusätzliche Trainingsmöglichkeiten und ein Toilettengebäude an der Rankestraße. Die Liste ließe sich (leider) ergänzen! Als Bürgermeister werde ich diese Hemmnisse beseitigen und ehrenamtliche Arbeit in wieder stärker unterstützen und wertschätzen.

Was ist Ihrer Meinung nach in Erkrath gut, so wie es ist, und soll auch künftig so bleiben?
Erkraths Stärken liegen auf der Hand – kein Punkt in unserer Stadt liegt mehr als zehn Minuten von Natur und Freiraum entfernt, gleichzeitig sind wir in wenigen Minuten in der Düsseldorfer Innenstadt, in Köln, Wuppertal oder dem Ruhrgebiet. Dies macht die besondere Lebens- und Wohnqualität insbesondere auch für Familien und Menschen mit Kindern in unserer Stadt aus, die ich erhalten möchte, statt immer weitere Flächen im Außenbereich zuzubauen.)

Zu Teil 1 der Interview-Reihe

Zu Teil 2 der Interview-Reihe

Zu Teil 3 der Interview-Reihe

Zu Teil 4 der Interview-Reihe

Quelle: http://www.wochen-post.de/kreis-mettmann/erkrath/artikel/was-aendert-sich-wenn-sie-buergermeister-werden-1713/

25Aug/15

Hauptstraße: Umgestaltung mit Bundesmitteln fördern

Erneuerungsbedürftig: Hauptstraße in Hochdahl

Erneuerungsbedürftig: Hauptstraße in Hochdahl

Erkrath bekommt knapp 400.000 Euro als Zuschuss für kommunale Investitionen, die bis 2018 „verbaut“ werden. Nach dem Gesetzentwurf der NRW-Landesregierung soll Erkrath aus den Mitteln des „Kommunalinvestitionsfördergesetzes“ des Bundes 395.069 Euro erhalten.

SPD-Bürgermeisterkandidat Detlef Ehlert schlägt vor, dieses Geld einzusetzen für den anstehenden Umbau der Hauptstraße in Hochdahl. Dort sollen der Bahnhofsvorplatz und der Zugang zum Neandertal neu gestaltet und die Hauptstraße selbst nach Plänen eines zu Jahresbeginn prämiierten Architektenentwurfs modernisiert und erneuert werden.
Aus Rechtsgründen werden die Anwohner der Hauptstraße an den für „ihre“ Straße aufzuwendenden Kosten voraussichtlich bis zur Hälfte der Investitionssumme zu beteiligen sein.
Die vorläufigen Kostenschätzungen gehen von insgesamt 1,9 Millionen Euro für „Alles“ aus, davon sind – grob – eine Million Euro für den eigentlichen Hauptstraßenumbau vorgesehen, die wiederum bis zu 50 Prozent auf die Anlieger umgelegt werden müssten.
Wenn aber, so Ehlert, das Geld aus der Investitionsförderpauschale in dieses Projekt gegeben werde, reduziere sich der Anliegerkostenbeitrag entsprechend. Das wäre ein Ausgleich dafür, dass die Hauptstraßenbewohner über Jahre „überhöhte“ Aufkommen an Verkehr im Allgemeinen und an Schwerlastverkehr im Besonderen auszuhalten hatten, weil die vorgesehene Ersatzstraße – Bergische Allee – nicht gebaut werden konnte.
Ehlert hat in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion die Verwaltung zu prüfen gebeten, ob diese Verfahrensweise möglich sei.
Dazu soll die Verwaltung im nächsten Haupt- und Finanzausschuss am 3. Sept. eine erste Einschätzung abgeben.
Einzelheiten zu dem Programm ergeben sich aus der nachfolgenden Pressemeldung von Kommunal- und Innenminister Ralf Jäger:
Jäger: Land will Investitionsmilliarde gerecht und unbürokratisch an Kommunen verteilen

Die Landesregierung hat den Gesetzentwurf zur Verteilung der Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz des Bundes beschlossen. Mit 1,126 Milliarden Euro geht ein großer Anteil von mehr als 30 Prozent aus dem Bundesprogramms nach Nordrhein-Westfalen. Innenminister Jöger betont, dass dies den NRW-Kommunen einen wichtigen Spielraum für dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen und Investitionen in ihre Infrastruktur gibt.

Innenminister Ralf Jäger: „Das gibt unseren Kommunen wichtigen Spielraum für dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen und Investitionen in ihre Infrastruktur. Dafür legen wir eine gerechte, unbürokratische und rechtssichere Regelung vor“.

Der Gesetzentwurf der Landesregierung sieht vor, die Fördermittel den nordrhein-westfälischen Kommunen pauschal zur Verfügung zu stellen. Das gewährleistet, dass sie eigene Schwerpunkte setzen können. „Unsere Städte, Gemeinden und Kreise wissen selbst am besten, in welchen Bereichen die Mittel sinnvoll eingesetzt werden können“, betonte Jäger.

Die Verteilung der Mittel erfolgt nach den bewährten Kriterien des Gemeindefinanzierungsgesetzes (GFG). Dabei werden sowohl der Bedarf der Kommunen, als auch ihre Einnahmekraft berücksichtigt. Gerade die durch Sozialausgaben verursachten Belastungen spiegeln sich in der Berechnungssystematik des GFG wieder. Dem Verteilungsschlüssel wird der Mittelwert der Schlüsselzuweisungen der einzelnen Kommunen für dieJahre 2011 bis 2015 zu Grunde gelegt. Nach diesem Kriterium fließt die Hälfte des Geldes an 16 der 437 NRW-Kommunen, 75 Prozent der Mittel verteilen sich danach auf 58 Kommunen. „Mit diesem System stellen wir sicher, dass das Geld bei den finanzschwachen Kommunen ankommt, und damit dort, wo es am dringendsten gebraucht wird“, erklärte Ralf Jäger.

Der Kommunalminister begrüßte, dass der Eigenteil der Kommunen bei Investitionen in die Infrastruktur nur zehn Prozent betragen soll. „Dies hilft den finanzschwachen Kommunen, Geld aus dem Topf in Anspruch zu nehmen.“ Alle Investitionen, die nach dem 30. Juni 2015 begonnen wurden, können gefördert werden. Das Bundesgesetz sieht vor, dass die Fördergelder bis zum Jahr 2018 eingesetzt werden können.

24Aug/15

Bürgermeisterkandidaten in der Stadthalle

Podiumsdiskussion zur Bürgermeisterwahl 2015
Am 13. September wird in Erkrath ein neuer Bürgermeister gewählt. Deswegen eröffnet die VHS das Herbstsemester mit einer Podiumsdiskussion mit allen drei Kandidaten unter Moderation von Oliver Wiegand, Redaktionsleiter der Rheinischen Post (RP), und Tatjana Pioschyk, Redaktionsleiterin Radio Neandertal, am 26. August in der Stadthalle Erkrath, 19 bis 21 Uhr.

Die Bürger können schon vorher ihre Fragen mittels Fragebogen an die Kandidaten einreichen. Der Fragenbogen ist unter www.vhs-erkrath.de aufzurufen.

Für alle Rückfragen steht die VHS gerne telefonisch unter 0211/2407-4301 zur Verfügung.

21Aug/15
Stadtentwicklung Thema in Erkrath

Aller guten Wochenmärkte in Erkrath sind drei…

Detlef Ehlert & Hans-Ulrich Zastrau vom Seniorenrat

Detlef Ehlert & Hans-Ulrich Zastrau vom Seniorenrat

… und deshalb gab es in dieser Woche auch drei Informationsstände der SPD und ihres Bürgermeisterkandidaten Detlef Ehlert zum Stadtentwicklungskonzept. Zuletzt heute auf dem Bavierhof in Erkrath.

Aber auch am Samstag geht es weiter. Nicht auf dem Hochdahler Markt. Dort veranstaltet die Werbegemeinschaft ein Sommerfest, das Ehlert gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Peer Steinbrück besuchen wird.

Die Stadtplan-Bodenteppich-Aktion der Sozialdemokraten wird stattdessen am Vormittag vor Rewe in Alt-Erkrath und Unterfeldhaus sowie in der Sandheide (mit Peter Urban) fortgeführt.

20Aug/15

Wir trauern um Egon Bahr

Egon Bahr

(Foto: LAIF / D. Butzmann)

Egon Bahr ist tot. Der frühere enge Vertraute des SPD-Kanzlers Willy Brandt und Ex-Bundesminister starb im Alter von 93 Jahren. Die deutsche Sozialdemokratie und viele Menschen in Europa trauern um einen „mutigen, aufrichtigen und großen Sozialdemokraten, den Architekten der deutschen Einheit, Friedenspolitiker und Europäer“, zeigt sich der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel in seinem Nachruf tief bestürzt.

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel zum Tode Egon Bahrs:

Die deutsche Sozialdemokratie trauert um Egon Bahr. Wir nehmen Abschied von einem großen Sozialdemokraten und Staatsmann, der uns bis in die jüngsten Tage stets ein kenntnisreicher Ratgeber und verlässlicher Freund war.

Egon Bahrs Wirken für Deutschland und Europa hatte bereits zu Lebzeiten historische Bedeutung erlangt. Sein Leben und politisches Handeln wird vor allem mit der Entspannungspolitik und der Aussöhnung mit dem Osten verbunden bleiben. Viele in Deutschland und Europa sind ihm – über Parteigrenzen hinweg – bis heute dankbar für das, was er damals zusammen mit Willy Brandt für sie erreicht hatte.

Egon Bahr wurde 1922 an der Grenze zwischen Thüringen und Hessen, in Treffurt geboren, seine schulische Laufbahn schloss er in Berlin 1940 mit dem Abitur ab. Wie viele unserer Genossinnen und Genossen hat auch er unter der Hitler-Diktatur gelitten. Er durfte wegen seiner jüdischen Großmutter nicht studieren, nahm aber gleichwohl am Krieg teil. Aus diesen Erfahrungen hatte er als junger Mann die Erkenntnis gewonnen, dass „ohne Frieden alles nichts ist“. Dies blieb die oberste Maxime für sein gesamtes politisches Wirken.

Unmittelbar nach dem Krieg 1945 begann Egon Bahr eine journalistische Tätigkeit. Nur Zeitzeuge zu sein genügte ihm bald nicht mehr, denn die deutsche Frage beschäftigte ihn seit den fünfziger Jahren. Er wollte politisch mitgestalten und mithelfen, „dass der Frieden bleibt“. Deswegen trat er 1956 in die SPD ein. Er hatte erkannt, dass die Westpolitik Adenauers zwar unverzichtbar, aber in Zeiten der Ost-Westkonfrontation nicht genügen würde, die deutsche Teilung zu überwinden.

Willy Brandt, der sein außerordentliches intellektuelles, politisches und kommunikatives Talent erkannt hatte, machte ihn 1960 zu seinem Presse- und Informationschef in Berlin. Den Bau der Mauer am 13. August 1961 bezeichnete Egon Bahr später als die eigentliche Geburtsstunde der Entspannungspolitik. Das tägliche Erleben von grausamen Folgen der Teilung hatte ihn angespornt, eine zunächst rein gedankliche Methode zur Überwindung der menschenverachtenden Trennung zu entwickeln.

Sigmar Gabriel trägt sich in das Kondolenzbuch zum Tode Egon Bahrs ein.

Sigmar Gabriel schreibt im Willy-Brandt-Haus in das Kondolenzbuch zum Tode Egon Bahrs (Foto: SPD)

Dies geschah an der Seite Willy Brandts zunächst im Auswärtigen Amt, ab 1969 im Kanzleramt in Bonn. Die legendäre Formulierung „ Wandel durch Annäherung“ entstand 1963 aus der nüchternen Anerkennung der Realität. Egon Bahr erdachte in den folgenden Jahren mit seinen herausragenden politisch-analytischen Fähigkeiten eine Strategie, die später Zug um Zug durchgeführt wurde. Dieses weit in die Zukunft reichende Projekt vertraute wesentlich auf die Kraft des Gesprächs und damit auf die Macht der Freiheit. Immer stand dabei die konkrete Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen im Vordergrund. In zähen Verhandlungen, in denen es gelungen war, gemeinsame Interessen festzulegen, gelang schrittweise die Überwindung von gegenseitigen Feindbildern. Ziel war, die erstarrte Ost-Westkonfrontation in Kooperation zu verwandeln. Am Zustandekommen des Moskauer Vertrages, des Grundlagenvertrages und des Warschauer Vertrages hatte die Verhandlungskunst Egon Bahrs entscheidenden Anteil.
Der Wandel, der durch diese Entspannungspolitik im sowjetischen Machtbereich hervorgerufen wurde, war Teil dieser durchaus selbstbewussten Politik. Einer Politik, die Deutschlands Platz in Europa und der Welt neu festlegte und ihm eine partnerschaftliche Rolle im Kreise seiner Nachbarn zuwies. Egon Bahr hat als enger Freund und Berater von Willy Brandt viel Häme und Schmähungen von konservativer Seite aushalten müssen. Heute ist allgemein anerkannt, dass die Ostpolitik eine entscheidende Voraussetzung zur Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas war.
Die politische Lebensleistung Egon Bahrs ist herausragend und wird vor der Geschichte Bestand haben. Er hat zahlreiche Ehrungen für sein politisches Lebenswerk erhalten, seine größte Belohnung jedoch war der Fall der Mauer im November 1989.
Egon Bahr war nicht nur ein großer außenpolitischer Vordenker, sondern hat mit einzigartiger politischer Tatkraft und psychologischem Einfühlungsvermögen seine Konzepte in die Tat umgesetzt. In all seinen Ämtern – auch später als Minister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Bundesgeschäftsführer der SPD – blieb er ein unabhängiger, freier und kreativer Geist, der sich den vorherrschenden Meinungen nicht anpasste, sondern in bester sozialdemokratischer Tradition auf die aufklärerische Kraft der Vernunft und des Wortes setzte. Um unsere Demokratie hat er sich mit dieser Lebensleistung in herausragender Weise verdient gemacht.
Wir sind dankbar, dass er seine SPD stets loyal begleitet hat und werden seine analytische Brillanz, seine Rationalität und Leidenschaft, aber auch sein Temperament und seinen liebenswürdigen Humor sehr vermissen.
Ich bin unendlich traurig, mit ihm einen Freund verloren zu haben, der mir in vielen Gesprächen mit seinen überragenden Kenntnissen und großen historischen Erfahrungen Rat gab.

http://www.spd.de/aktuelles/130042/20150820_trauer_um_egon_bahr.html

20Aug/15

Hochdahl: Stadtentwicklung auch hier ein Top-Thema

Stadtentwicklung ist Thema in Hochdahl

Stadtentwicklung ist Thema in Hochdahl

Die Hochdahlerinnen und Hochdahler staunten nicht schlecht als sie während ihres Marktbesuches heute auf den überdimensionalen Stadtplan der Erkrather SPD stießen. Auf dem großen Bodenteppich ließen sich Probleme der Straßenbeleuchtung, kaputter Wege genauso gut veranschaulichen wie Entwicklungspotentiale für Wohnen und Gewerbe. Bürgermeisterkandidat Detlef Ehlert und die Vorstandsmitglieder um Paul und Marianne Söhnchen sowie Karin Fink hatten jedenfalls ordentlich zu tun mit der Aufnahme von Lob und Kritik.

Detmar von Foerster

Detmar von Foerster

Interessiert am Thema war auch der Chef der Hochdahler Chöre, Detmar von Foerster, der zugleich die Gelegenheit zum Fachsimpeln mit Paul Söhnchen wahrnahm, denn beide gehören zum Aktiven-Team für das Trillser Straßenfest am letzten August-Wochenende.

Morgen geht es mit der Aktion zur Stadtentwicklung weiter ab 9.00 Uhr in Alt-Erkrath auf dem Bavierhof.

19Aug/15

Stadtentwicklung Thema in Unterfeldhaus

Stand UFH Stadtplan Stadtentwicklung_AusschnittAuf einer guten Grundlage stehen und Erkraths Zukunft fest im Blick haben. Der Erkrather Stadtplan als „Bodenzeitung“ und Basis für das Gespräch zur Stadtentwicklung. Wie auf dem Bild zu sehen, diskutieren Detlef Ehlert und Klaus Bauer mit Bürgerinnen und Bürgern am Neuenhausplatz zum Thema.
Morgen – Donnerstag – um 10 Uhr geht es weiter auf dem Hochdahler Markt und Freitag bereits ab 9 Uhr auf dem Bavierhof.
18Aug/15

Wochenpost: Fragen an die Bürgermeister-Kandidaten – Teil 4

BM-Kandidaten-CollageWelche Aufgaben haben für Sie Priorität?

von Nicole Marschall aus der Wochenpost

Diese Woche haben wir den drei Erkrather Bürgermeisterkandidaten Reinhard Knitsch (Bündnis 90/Die Grünen), Christoph Schultz (CDU) und Detlef Ehlert (SPD), wieder zwei Fragen gestellt:

 

 

 

 

Fragen an Reinhard Knitsch (Grüne):

Herr Knitsch, welche Aufgaben haben für Sie als künftiger Bürgermeister absolute Priorität?
Erkrath hat eine vielfältige Wirtschaftsstruktur, die ich mit den Wirtschaftsverbänden und dem Einzelhandel behutsam und nachhaltig weiterentwickeln möchte. Eine wichtige Aufgabe sehe ich zudem darin, unsere Stadt für junge Familien attraktiv zu halten und auf eine älter werdende Gesellschaft vorzubereiten – etwa durch noch bessere ambulante Pflege- und Betreuungsmöglichkeiten, altersgerechte Wohnungen und ein attraktiveres Angebot an Bus- und Bahnverbindungen.

Was wollen Sie als künftiger Bürgermeister gegen das Defizit im kommunalen Haushalt unternehmen?
Erkrath gehört entgegen anderslautender Behauptungen wirtschaftlich schon heute zum leistungsstärksten Drittel in NRW und verfügt über ausreichende Gewerbeflächen. Diese müssen aber besser genutzt und gepflegt werden – durch eine aktive Flächenpolitik und Wirtschaftsförderung sowie ein Stadtmarketing, das Leerstände durch attraktive Neuansiedlungen beseitigt und ansässige Betriebe besser betreut. Dies gilt auch für die Einkaufszentren, den Einzelhandel und den Dienstleistungsbereich, die bislang leider vollkommen vernachlässigt werden.
Fragen an Christoph Schultz (CDU):

Herr Schultz, welche Aufgaben haben für Sie als künftiger Bürgermeister absolute Priorität?
Ich möchte eine zeitnahe Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgern. Zudem ist der Unternehmensstandort zu stärken. Natürlich sind für mich auch die Neubauten für die Feuerwehr, die Umsetzung des Stadtentwicklungskonzepts u.a. zur Schaffung neuen Wohnraums und ein gepflegtes Stadtbild vordringliche Aufgaben. Ansprechende Schulgebäude und die Verwirklichung der Barrierefreiheit verfolge ich als mittelfristige Ziele.

Was wollen Sie als künftiger Bürgermeister gegen das Defizit im kommunalen Haushalt unternehmen?
Zur Wahrheit gehört, dass der Einfluss der Stadt auf ihr eigenes Budget aufgrund gesetzlicher Aufgaben und komplizierter Mittelzuweisungen recht klein ist. Da wir kaum weiter die Ausgaben reduzieren können, möchte ich die Einnahmeseite verbessern, ohne die Steuern zu erhöhen. Dazu möchte ich den Leerstand von Gewerbeflächen verringern und für die Ansiedlung neuer Unternehmen werben. Wirtschaftsförderung ist Sache des Bürgermeisters, und deshalb werde ich auch die bestehenden Unternehmen z.B. durch Besuche unterstützen und den Tourismus entwickeln.
Fragen an Detlef Ehlert (SPD):

Herr Ehlert, welche Aufgaben haben für Sie als künftiger Bürgermeister absolute Priorität?
Bürgernähe: Ich stehe aktiv für die Menschen und für die Wirtschaft zur Verfügung. Als Bürgermeister werde ich Mittler zwischen Bürgern, Verwaltung und Wirtschaft sein, ich sehe mich und die Verwaltung als Dienstleister für Erkrath. Nachhaltig, Klimaschutz »leben«, sozial und offen für neue Ideen: Das Stadtentwicklungskonzept konsequent angehen und umsetzen. Die „Soziale Stadt“ voran bringen: Bildung und Betreuung weiter stärken. Alt und Jung zusammenführen. Schwächere unterstützen und die Selbsthilfe fördern. Flüchtlinge integrieren.

Was wollen Sie als künftiger Bürgermeister gegen das Defizit im kommunalen Haushalt unternehmen?
Erkrath aus dem »Dornröschenschlaf« wecken und unsere Stärken wie die hervorragenden Verkehrsanbindungen besser nutzen, »mehr« aus unseren Wohn- und Gewerbeflächen machen. Die Stadtwerke als umweltfreundlichen Energieproduzenten und gewinnbringendes Unternehmen ausbauen. Energisch dafür streiten, dass Erkrath mehr Geld von Bund und Land zur Erfüllung unserer Aufgaben bekommt. Dafür mache ich mich stark als Ihr Bürgermeister für alle.

Zu Teil 1 der Interview-Reihe

Zu Teil 2 der Interview-Reihe

Zu Teil 3 der Interview-Reihe

Quelle: http://www.wochen-post.de/kreis-mettmann/erkrath/artikel/welche-aufgaben-haben-fuer-sie-prioritaet-1679/