Monthly Archives: Dezember 2015

31Dez/15

Volker Teich: Erkrath braucht eine Gesamtschule

Volker Teich

Volker Teich

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion Erkrath und Ratsmitglied für Hochdahl-Stadtweiher / Schildsheide, Volker Teich, beschreibt in einem Wahlkreisrundbrief zum Jahreswechsel, warum in Erkrath die Gründung einer Gesamtschule längst überfällig ist:

Erkrath braucht eine Gesamtschule, weil die Eltern es wollen!

Ein Teil der Stadtschulpflegschaft hat die Arbeit geleistet, die von der Mehrheit aus CDU und BMU im Rat verweigert wird. Sie haben die Eltern gefragt, auf welche Schule sie ihre Kinder nach der 4. Klasse schicken wollen.

Die Antwort ist klar und deutlich: Falls es in Erkrath eine Gesamtschule gäbe, würden ähnlich wie beim Gymnasium mehr als 30 % der Eltern ihr Kind auf eine Gesamtschule schicken!

Sie würden sich für eine Schulform des gemeinsamen Lernens aller Schüler entscheiden. Die Kinder sind nicht schon als 10 jährige auf einen Schulabschluss festgelegt. Sie werden entsprechend ihrer Fähigkeiten gefördert und können ohne Schulwechsel bei entsprechenden Leistungen das Abitur machen.

Im Schulausschuss und im Rat wird die SPD Fraktion auch weiter dafür kämpfen, dass der Elternwille für die Gestaltung der Erkrather Schullandschaft maßgebend ist. Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass auch die Erkrather Eltern ihre Kinder, falls sie es wollen, auf einer Gesamtschule anmelden können.

18Dez/15
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Marleen Buschmann: Mobilfunkkonzept aufheben!

Marleen Buschmann, hier mit Peter Urban vor dem Riesenrad in Düsseldorf

Marleen Buschmann, hier mit Peter Urban vor dem Riesenrad in Düsseldorf

Breitbandausbau – wichtig für unsere Wirtschaft

Marleen Buschmann, SPD-Ratsfrau für Trills-Ost schreibt in ihrem Wahlkreisrundschreiben:

Für die meisten Bürger ist es nicht sofort ersichtlich, wie wichtig der Breitbandausbau für unser kleines Erkrath ist, denn die meisten besitzen ja schon Internet. Dass es in Erkrath aber noch einige weiße Flecke gibt, wo noch gar kein Internet bzw. nur sehr schlechter Empfang verfügbar ist– dass wissen die meisten nicht.

In der heutigen Zeit ist schnelles Internet einer der wichtigsten Aspekte für die Standortwahl neuer Firmen. Und auch die bereits ansässigen Firmen sind darauf angewiesen nicht von anderen Wettbewerbern abgehängt zu werden.

Ein digitaler Wandel eröffnet Erkrath nicht nur die Chance auf Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze. Er eröffnet auch die Perspektive auf mehr Lebensqualität und auf Nachhaltigkeit in sehr vielen Bereichen, von einer humaneren Gestaltung der Arbeitswelt bis zu einer intelligenteren Verkehrsinfrastruktur.

Die SPD Erkrath fordert daher die Abschaffung des total überalterten Mobilfunkkonzeptes, damit endlich der Weg freigegeben wird für diese neue Technologie.

Ihre Marleen Buschmann

16Dez/15
Peter Urban, hier im Gespräch mit Düsseldorfs OB Thomas Geisel

Peter Urban: Soziale Stadt nicht „verwässern“ !

In einem Rundschreiben an die Bürgerinnen und Bürger in seinem Sandheider Ratswahlkreis schreibt Peter Urban über den aktuellen Stand des Verfahrens „Soziale Stadt“:

Mit dem Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ unterstützt der Bund seit 1999 die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile.

Städtebauliche Investitionen in das Wohnumfeld, in die Infrastrukturausstattung und in die Qualität des Wohnens sorgen für mehr Generationengerechtigkeit sowie Familienfreundlichkeit im Quartier und verbessern die Chancen der dort Lebenden auf Teilhabe und Integration. Ziel ist es, vor allem lebendige Nachbarschaften zu befördern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken.

Nachdem im Sommer die Kurzexpertise zum Förderprogramm “Soziale Stadt Sandheide“ erstellt wurde, mussten wir hart kämpfen und viel Überzeugungsarbeit leisten. Gemeinsam mit den anderen Fraktionen ( außer der FDP ) konnten wir jetzt durchsetzen, dass entgegen der Meinung unserer Verwaltung, dieses Programm fortgesetzt und ein Ingenieurbüro damit beauftragt wird ein integriertes Handlungskonzept zu erstellen.

Ein solches integriertes Handlungskonzept zeigt auf, was gemacht werden kann, zu welchen Kosten und mit welcher Förderung. Es ist nicht allein ein bauliches Thema, nein die Quartiers -funktion wie z.B. Schule Integrationsarbeit, Kindergarten, Erkather Tafel, Kirchen und Wohnungsgesellschaften, also dort wo Menschen sind steht gleichauf im Mittelpunkt.

 

14Dez/15

Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat Erkrath wieder offen

„Die großer Emphase vorgetragene Koaltionspolitik von CDU und BmU ist kaum, dass sie begonnen hatte, schon wieder beendet. Bindungsfähigkeit im politischen Geschehen ist wohl nicht jedermanns Sache,“ kommentiert der SPD-Fraktionsvorsitzende Detlef Ehlert die Nachricht vom Ende der Zusammenarbeit der beiden Fraktionen.

Nun werde es wieder darauf ankommen, nicht nur in den anstehenden einzelnen Sachfragen zu Mehrheiten zu kommen, sondern in der Summe solcher Entscheidungen auch Haushaltsmehrheiten zu erzielen. Die SPD war und ist dazu weiterhin bereit.

Die Ausführungen des BmU-Fraktionsvorsitzenden Bernhard Osterwind zur Aufkündigung der Zusammenarbeit ist hier nachzulesen:

Die CDU BmU Koalition im Erkrather Stadtrat ist aufgelöst

Die auf der Grundlage der Vereinbarung vom 26.01.2015 beschlossene Koalition von CDU und BmU im Rat der Stadt Erkrath ist am 08.12.2015 aufgelöst worden.

Zu Anfang ist es der Koalition geglückt, das Stadtentwicklungskonzept zu beschließen und mit dem Programm Soziale Stadt einen wichtigen Baustein auf den Weg zu bringen. Daran wird die BmU in besonderem Maße festhalten. Die dauerhafte Sicherung der Naturschutz-Stiftung Bruchhausen machte in diesem Jahr große Fortschritte. Beispiele sind auch die Fortentwicklung einer fairen Bezahlung der Tagespflege, eine gerechtere Entgelttabelle für die OGS und die aus der Feder der BmU stammende gemeinsame Erklärung aller Fraktionen zur Flüchtlingsfrage.
Mit dem Stimmen der BmU wurden die Flächen Neanderbogen, Kleines Bruchhaus, 10 Morgen, nördlich Peter-Grossegger-Str., Teile Hochdahl Ost aus dem ASB (= bebaubarer Bereich) des Regionalplanes genommen. Und in jüngerer Zeit konnte gemeinsam der Antrag von Rot-Grün abgewehrt werden, in Erkrath über das Bedürfnisfeststellungsverfahren die Gründung einer Gesamtschule in die Wege zu leiten. Das hat der Hauptschule, der Realschule und dem Gymnasium Hochdahl die Existenz gerettet.
Wir mussten mit Bedauern feststellen, dass die Zusammenarbeit zum Wohle der Stadt Erkrath nach anfänglichen, bemerkenswerten Erfolgen, im Alltag der Ratsarbeit in den letzten Ratssitzungen aber nicht mehr so funktionierte, wie zwischen den Koalitionspartnern fest vereinbart und wie es die Bürgerinnen und Bürger erwarten konnten.
Die Differenzen konnten in gemeinsamen, intensiven Gesprächen, in einem Fall sogar unter Hinzuziehung aller Ratsmitglieder und Sachkundigen Bürger beider Fraktionen, nicht mit Erfolg ausgeräumt werden, was sich dann noch mal im Rat am 08.12. zeigte.
Die Unterschiede in Auffassungen und im Umgang miteinander haben sich insbesondere an Gegenständen entzündet, die in den letzten beiden Ratssitzungen im nichtöffentlichen Teil behandelt wurden.
Die BmU wird über nichtöffentlich zu beratende Gegenstände allerdings aus nachvollziehbaren Gründen keine näheren inhaltlichen Angaben machen und kann daher keine weiteren Erklärungen zum Gegenstand und der Art der Auseinandersetzungen abgeben. Man kann nur so viel sagen: Entgegen den Regelungen im Koalitionsvertrag hat die CDU-Fraktion in Teilen oder zur Gänze mit Rot-Grün gegen getroffene Vereinbarungen ohne nachvollziehbare Begründung gestimmt.
Die BmU wird nun ihre unabhängige Arbeit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger ohne einen festen Partner fortsetzen. Das ist anstrengender, aber es gilt das Programm, welches wir den Wählerinnen und Wählern zur Kommunalwahl vorgelegt haben. Dazu gehört neben der schrittweisen Umsetzung des Stadtentwicklungskonzeptes unter anderem die Förderung der Schulentwicklung, der Stopp der Verschuldung, die Kritik an unnötigen Geldausgaben durch und in der Verwaltung, der Ausbau der Breitbandversorgung, der Bau der Feuerwache am alten Standort und die Verbesserung der Fernwärmebedingungen für die Kunden.
Um diese Ziele zu erreichen, bietet die BmU allen Fraktionen und dem Bürgermeister eine sachbezogene Arbeit in den Ausschüssen und im Rat an. Dazu gehört u.a., dass allen Fraktionen die sachlich gebotenen Informationen rechtzeitig zukommen. Dieses Recht fordern wir für alle Fraktionen ein, auch wenn diese im Einzelfall der BmU die gleichen Möglichkeiten zunächst nicht zugestehen wollten.

Mit besten Grüßen
Bernhard Osterwind

12Dez/15

SPD-Hochdahl lädt zum Jahresausklang

Ortsvereinsvorsitzender Paul Söhnchen lädt ein

Ortsvereinsvorsitzender Paul Söhnchen lädt ein

Das ist nun auch schon eine liebgewordene Tradition geworden: Der SPD-Ortsverein Hochdahl lädt seine Mitglieder zum besinnlichen Jahresausklang, die Mitglieder bringen Selbstgebackenes mit, Filme, Fotos oder Textbeiträge aus der Hochdahler Heimatregion werden dargeboten, Zeit für Gespräche untereinander…

In diesem Jahr findet das Treffen in den Räumen der AWO-Hochdahl im Bürgerhaus statt, Beginn: 15.00 Uhr

Anmeldung ist erforderlich unter 02104-932388

11Dez/15

SPD stiftet „Tafelkindern“ Eintrittskarten

Im Gespräch mit dem Tafel-Vorsitzenden Jürgen Mann: Sabine Lahnstein, links, Detlef Ehlert und Klaus Bauer (von rechts)

Im Gespräch mit dem Tafel-Vorsitzenden Jürgen Mann: Sabine Lahnstein, links, Detlef Ehlert und Klaus Bauer (von rechts)

SPD Erkrath stiftet den Kindern der Erkrather Tafel Eintrittskarten für die „Sternenlichtrevue“ am 19./20. Dezember in der Erkrather Stadthalle.

Am Freitag übergab die SPD Erkrath (Sabine Lahnstein, Detlef Ehlert und Klaus Bauer ) in den Räumen der Erkrather Tafel den ehrenamtlichen Mitarbeitern um den Tafelvorsitzenden Jürgen Mann 50 Eintrittskarten zur Verteilung an die „Tafelkinder“.

Hiermit kann auch diesen Kindern der Besuch der „Sternenlichtrevue“ am 19. oder 20. Dezember in der Stadthalle ermöglicht werden.

Der Erlös dieser auf Initiative der stellvertretenden Bürgermeisterin Sabine Lahnstein stattfindenden Benefizveranstaltung ist zu Gunsten der in Erkrath lebenden Flüchtlingskinder.

SPD besucht Erkrather Tafel: Detlef Ehlert, Klaus Bauer und Sabine Lahnstein (von links)

SPD besucht Erkrather Tafel: Detlef Ehlert, Klaus Bauer und Sabine Lahnstein (von links)

08Dez/15
Landtagsabgeordneter Manfred Krick

Manfred Krick, MdL: Land unterstützt Erkraths Flüchtlingsarbeit mit 4,5 Millionen Euro

„Das Land unterstützt Erkrath, Haan, Hilden und Mettmann auch weiterhin bei der Finanzierung der Flüchtlingskosten“

Die nordrhein-westfälischen Städte und Gemeinden sind seit Monaten in besonderer Weise gefordert: Obwohl die Zahl der ankommenden Schutzsuchenden stetig steigt, leisten die Kommunen in der Flüchtlingspolitik hervorragende Arbeit. Um sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen, hat die nordrhein-westfälische Landesregierung für 2016 mehr als vier Milliarden Euro für die Asyl- und Flüchtlingspolitik in NRW vorgesehen. Das ist eine Verdoppelung im Vergleich zu 2015. Rund 2,6 Milliarden Euro davon gehen direkt an die Kommunen. „Auch Erkrath, Haan, Hilden und Mettmann werden unterstützt.“, so der SPD Landtagsabgeordnete Manfred Krick. Nach den vorläufigen Berechnungen erhalten die Städte im kommenden Jahr folgende Mittel nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz:

Erkrath 4.533.305 €
Haan 3.161.779 €
Hilden 5.649.515 €
Mettmann 4.035.989 €

Krick weiter: „Damit erweist sich das Land einmal mehr als verlässlicher Partner für die Städte und Gemeinden in NRW. Das Geld wird die Finanzierung der Flüchtlingsausgaben erleichtern. Die Unterbringung, Versorgung und Betreuung von Schutzsuchenden ist eine nationale Aufgabe, die wir nur gemeinsam meistern werden. Doch zunächst muss man all denen danken, die in unseren Städten aktiv helfen: hauptamtlich und vor allem auch ehrenamtlich. Das sind unglaublich viele engagierte Menschen“.

„Eine weitere gute Nachricht ist die Absenkung der Einstandsgrenze des Härtefallfonds für Gesundheitskosten von momentan 70.000 Euro pro Flüchtling und Jahr auf zukünftig 35.000 Euro“, so Manfred Krick abschließend.

08Dez/15

SPD-Senioren feiern vorweihnachtlich im Kaiserhof

Mitglieder von Sechzig + besuchten kürzlich den Landtag in Düsseldorf

Mitglieder von Sechzig + besuchten kürzlich den Landtag in Düsseldorf

Die lebensälteren Mitglieder der SPD-Erkrath feiern am Dienstag, den 8. Dezember, ab 15.00 Uhr, den bevorstehenden Jahresausklang. Mit Kaffee und Kuchen, geselligen G.esprächen und sicher auch politischer Information trifft sich die Arbeitsgemeinschaft Sechzig + im Kaiserhof (Sockelgeschoss) in Alt-Erkrath, Bahnstraße 2

08Dez/15

Gelungener Abend in der Sandheide

Sabine Lahnstein und Peter Urban bedanken sich bei den Kindern für ihre Darbietung

Sabine Lahnstein und Peter Urban bedanken sich bei den Kindern für ihre Darbietung

Andrea Krabs und der Kinderchor der St-Franziskus-Gemeinde

Andrea Krabs und der Kinderchor der St-Franziskus-Gemeinde

Peter Urban fasst seine Eindrücke vom gelungenen dritten Adventsabend auf dem Sandheider Markt so zusammen:

„Es war wieder ein schöner Abend.
Nächstes Jahr am 02.12.2016 ist der Kinderchor der St. Franziskuskirche Hochdahl wieder mit dabei.
Unter der Leitung von Andrea Krabs hörten wir sehr schöne Lieder.“

Die Texte, die Elke Nußbaum vorgetragen hatte, sind hier nachzulesen:

1)     Hanns Dieter Hüsch, Die Bescherung

 

„Dass mir keiner ins Schlafzimmer kommt“, alle Jahre wieder ertönt dieser obligatorische Imperativ, wenn es darum geht, am Heiligen Abend Pakete und Päckchen in geschmackvolles Weihnachtspapier zu schlagen, wenn es darum geht, den Rest der Familie in Schach zu halten, damit auch ja keiner einen voreiligen Blick auf die Geschenke werfen kann.

Ich dagegen habe es etwas einfacher: Ich schmücke den Baum! Punkt 17 Uhr begebe ich mich auf die Terrasse und hole den schönen Baum herein. Es ist wirklich ein schöner Baum, sagt die Frieda.

Doch, doch, sage ich, der Baum ist schön.

Dann kommt die kleine Frieda und sagt auch noch, dass der Baum schön ist. Nachdem wir alle noch ein paar Mal um den schönen Baum herumgegangen sind, sagt die Frieda: Mein Gott, es ist schon halb sechs!

Und damit beginnt offiziell in allen Familien, die sich bei diesem Fest noch bürgerlicher Geheimnistuerei bedienen, der nervöse Teil der Bescherung.

Deshalb stecke ich mir vorbeugend zunächst mal eine Zigarre an, einmal im Jahr und überlege in aller Ruhe, welche formalen Prinzipien ich diesmal zur Ausschmückung meines schönen Baumes anwende. Habe ich dann den Baum nach einigen Schnitzereien endlich mit dem Sägemesser glücklich in den Christbaumständer gezwängt, weiß ich auch schon, wie ich’s mache:

Diesmal werde ich endlich dem Prinzip huldigen: Je schlichter, desto vornehmer. Zwei bis drei Kugeln, vier bis fünf Kerzen, hier und da einen Silberfaden, aus! Schluss. Ende. Schließlich ist das ja ein Baum und keine Hollywoodschaukel. Das soll natürlich nicht heißen, dass wir nicht genügend Kugeln und Kerzen, Lametta und Engelhaar, Glöckchen und Trompeten hätten. Im Gegenteil. Ich könnte damit drei Bäume, pardon, drei schöne Bäume schmücken. Und schon erhebt sich die Frage: Nur bunte Kugeln oder nur silberne Kugeln? Nur weiße Kerzen oder nur rote Kerzen? Engelhaar oder kein Engelhaar? Ja, was sollen meine intellektuellen Freunde denken, wenn die zu Besuch kommen und sehen dann meinen Misch-Masch aus Sentimentalität und Kunstgewerbe. Schockschwerenot!

In diese meine präzisen ästhetischen Überlegungen hinein platzt die Frieda mit dem Ruf: Wie weit bist Du? Um sechs Uhr ist Bescherung!

Das schaffe ich nicht, rufe ich zurück, ich kann ja den Baum nicht übers Knie brechen.

Wir haben zu Hause, sagt die Frieda, immer um sechs Uhr die Bescherung gehabt.

Wir haben die Bescherung, sage ich, immer um halb acht gehabt. Wir haben sie um sechs gehabt, sagt die Frieda.

Um sechs Uhr schon Bescherung, sage ich, warum dann nicht gleich schon um vier Uhr oder schon im Oktober, wir haben die Bescherung immer um halb acht gehabt, manche Leute haben ja die Bescherung erst am anderen Morgen.

Und wann sollen wir essen, fragt die Frieda:

Nach der Bescherung, sage ich.

Also um neun Uhr, sagt die Frieda, bis dahin bin ich ja verhungert, wer hat übrigens das Marzipan, das hier auf der Truhe lag, gegessen?

Ich nicht, ruft die kleine Frieda aus der Küche.

Also, sagt die Frieda, also wenn du den Baum nicht in einer Viertelstunde fertig hast, dann könnt ihr euch eure ganze Bescherung sonst wo hin stecken.

Vielleicht fängt schon mal einer an zu singen, sage ich, desto leichter geht mir der Baum von der Hand. Und alle ästhetischen Überlegungen nun über den Haufen werfend, überschütte ich den schönen Baum mit allem, was wir haben, so dass man schließlich vor lauter Glanz und Gloria keinen Baum mehr sieht

und die Frieda kommt wieder rein und sagt, nun hast du’s ja doch wieder so gemacht, wie im vorigen Jahr, das nächste Mal schmücke ich den Baum.

Ja, sage ich, wenn ihr mir keine Zeit lasst, kann natürlich kein Kunstwerk entstehen.

Nun steh hier mal nicht im Weg, sagt die Frieda und halte dumme Reden, geh jetzt hier mal raus, ich muss jetzt hier die Geschenke packen und aufbauen.

Ja, wo soll ich denn hingehen, frage ich, darf ich vielleicht ins Wohnzimmer?

Nein, ruft da meine Schwägerin, die inzwischen eingetrudelt ist, dass mir keiner ins Wohnzimmer kommt, ich bin noch nicht fertig.

In die Küche darf ich auch nicht, da bastelt nämlich die kleine Frieda noch an diesen entzückenden Kringelschleifen für jedes Päckchen herum.

Die Frieda kommt aus dem Christbaumzimmer und ruft: Augen zu!!! Ich halte mir die Augen zu und sage: Ins Bad nur über meine Leiche, da hab ich nämlich meine Geschenke versteckt.

Und so geht das die ganze nächste halbe Stunde: Dreh dich mal um, guck nur nicht unter den Teppich, wer hat den Schlüssel vom Kleiderschrank, ich brauche noch geschmackvolles Weihnachtspapier, der Klebestreifen ist alle, willst du wohl von der Tür da weggehen, such lieber mal die Streichhölzer, meine Mutter hat das alles alleine gemacht, das ist gemein, du hast geguckt, die paar Minuten kannste wohl noch warten! Bis es dann endlich soweit

ist, aber auch dann kommt keine Ordnung zustande, dann heißt es: Wer packt zuerst aus? Du! Nein, ich doch nicht, zuerst das Kind, dann du. Nein, du dann. Wieso ich? Also dann du und dann ich. Ich zuletzt, bitte.

Nun werden Sie vielleicht mit recht fragen, sagen Sie mal, wird denn bei Ihnen gar nicht gesungen, wird bei Ihnen nur eingepackt und ausgepackt. Doch, doch, natürlich, wir singen auch, erste Strophe und so, aber dann fällt es meist auseinander, aber wissen Sie, beim Einpacken und Auspacken, da sind wir alle so nervös und verlegen, dabei merkt man die Liebe und den Frieden und den Menschen ein Wohlgefallen viel stärker als beim Singen.

Und auch der Baum, der kann dann sein, wie er will, groß oder klein, dürr oder dicht, bunt oder schlicht, alle sagen dann jedes Mal: Also der Baum…, also der Baum…, der Baum ist wunderschön.

 

 

2)     Charlie Chaplin: Der große Diktator, 1940, Schlussrede

  

Es tut mir leid, aber ich möchte nun mal kein Herrscher der Welt sein, denn das liegt mir nicht. Ich möchte weder herrschen noch irgendwen erobern, sondern jedem Menschen helfen wo immer ich kann; den Juden, den Heiden, den Farbigen, den Weißen. Jeder Mensch sollte dem anderen helfen, nur so verbessern wir die Welt.

   Wir sollten am Glück des Anderen teilhaben und nicht einander verabscheuen. Hass und Verachtung bringen uns niemals näher. Auf dieser Welt ist Platz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug um jeden von uns satt zu machen.

   Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein, wir müssen es nur wieder zu leben lernen! Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet, und Missgunst hat die Seelen vergiftet und uns im Paradeschritt zu Verderben und Blutschuld geführt.

   Wir haben die Geschwindigkeit entwickelt, aber innerlich sind wir stehen geblieben. Wir lassen Maschinen für uns arbeiten, und sie denken auch für uns. Die Klugheit hat uns hochmütig werden lassen und unser Wissen kalt und hart. Wir sprechen zu viel und fühlen zu wenig. Aber zuerst kommen die Menschlichkeit und dann erst die Maschinen. Vor Klugheit und Wissen kommt Toleranz und Güte. Ohne Menschlichkeit und Nächstenliebe ist unser Dasein nicht lebenswert.

   Aeroplane und Radio haben uns einander näher gebracht. Diese Erfindungen haben eine Brücke geschlagen von Mensch zu Mensch, die erfassen eine allumfassende Brüderlichkeit, damit wir alle Eins werden.

   Millionen Menschen auf der Welt können im Augenblick meine Stimme hören. Millionen verzweifelter Menschen , Opfer eines Systems, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Unschuldige zu quälen und in Ketten zu legen. Allen denen, die mich jetzt hören, rufe ich zu „Ihr dürft nicht verzagen!“. Auch das bittere Leid, das über uns gekommen ist, ist vergänglich. Die Frauen und Männer, die heut die Menschlichkeit mit Füßen treten, werden nicht immer da sein! Ihre Grausamkeit stirbt mit ihnen, und auch ihr Hass. …

Quelle: Youtube