„Der Knoten ist geplatzt und es wird nicht gelingen einen neuen Knoten zu schnüren.“

(v.l.n.r) Fraktionsvorsitz. Detlef Ehlert, Bundesministerin Barbara Hendricks, Landtagsabgeordneter Manfred Krick, Bundestagskandidat Jens Niklaus, Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese

(v.l.n.r) Fraktionsvorsitzender Detlef Ehlert, Bundesministerin Barbara Hendricks, Landtagsabgeordneter Manfred Krick, Bundestagskandidat Jens Niklaus, Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese

Der Stadtverband der SPD in Erkrath hatte zum traditionellen Neujahrsempfang in die Räumlichkeiten der AWO im Hochdahler Bürgerhaus geladen und konnte rund 90 Gäste begrüßen. Darunter zahlreiche Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler in Vertretung der vielen ortansässigen Vereine und Organisationen. Als Ehrengast und Hauptrednerin konnten wir passend zum derzeit viel diskutierten Thema der „Sozialen Stadt“ mit Barbara Hendricks die Bundesministerin gewinnen, die unter anderem für den Bereich Bauen zuständig ist.

Barbara Hendricks freute sich bevor sie auf das Thema „Bauen“ zu sprechen kam aber erst einmal über den von der SPD aufgenommenen Schwung seit der Bekanntgabe der Kanzlerkandidatur von Martin Schulz: „Der Knoten ist geplatzt und es wird nicht gelingen einen neuen Knoten zu schnüren.“ In Richtung der Populisten, Fake-News-Erschaffer und „Scheinbar-Vereinfacher“ sagte sie: Es gilt nun mehr denn je, die offene Gesellschaft zu verteidigen. Die AfD verfolgt eine Politik der Ausgrenzung. Die Aufgabe der SPD ist es nun, eine Alternative zur angeblichen Alternative aufzuzeigen. Denn wir sind die Partei der sozialen Gerechtigkeit!“

Denn die SPD hat in der laufenden Legislaturperiode im Bund viel erreicht. So ist auf unseren Druck der flächendeckende Mindestlohn eingeführt worden. Dem Missbrauch von Leiharbeit wurd entgegengewirkt. Das BAföG wurde reformiert und ist nun beispielsweise auch für Handwerker auf dem Weg zum Meister abrufbar. Das Wohngeld wurde erhöht und Kommunen mit mehreren Milliarden entlastet. Dabei wurde sogar immernoch ein Haushaltsüberschuss erwirtschaftet. Die SPD setzt sich dafür ein dieses Geld z.B. verstärkt in gute Bildung unserer Kinder oder den Erhalt und die Sanierung öffentlicher Gebäude (Schulen, Kindergärten usw.) zu investieren.

Barabara Hendricks rief dazu auf, den Mangel an Zukunftschancen zu bekämpfen und verdeutlichte die Notwendigkeit intakter Wohnquartiere auf diesem Weg. „Wir brauchen ein nachbarschaftliches Netz an Hilfen. Dabei müssen wir uns noch viel stärker die Viertel mit Perspektivlosigkeit anschauen. Das Stichwort hierzu ist „Kein Kind zurücklassen“, führte die Bundesministerin aus. Mit Blick auf die Entwicklung z.B. in Essen kann man sehen, dass noch viel zu tun ist. Südlich der A40 gibt es eine enorme Wohnqualität und nördlich der Autobahn werden mindestens die Hälfte der Kinder staatlich unterstützt. Was den Bau-Bereich angeht, verdeutlichte Hendricks, dass diese Probleme angegangen werden müssen mit Strukturen, die vor Ort im Viertel ansetzen. Es ginge darum jedem ein „Stück Heimat und Halt in einer unübersichtlicheren Welt“ zu geben.DSC02452

Die Bundesministerin begrüßte den Antrag der Stadt Erkrath um Fördergelder aus dem Programm „Soziale Stadt“, um lange überfällige und notwendige Maßnahmen (Sanierung, Attraktivierung, Neubau usw.) vor allem im Bereich der Sandheide, Schildsheide und des Stadtweihers aber auch Maßnahmen mit Nutzen für das gesamte Stadtgebiet realisieren zu können. Das Land entscheidet in diesem Bund-Länder-Programm nach vorgegebenen Kriterien über die Förder- bzw. Zuschussfähgkeit. Das Programm „Soziale Stadt“ unterstützt seit 1999 die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadtteile.

Nach ihrer Rede überreichte Bundesministerin Hendricks drei neuen Mitgliedern aus dem Ortsverein Hochdahl ihre Parteibücher. Insgesamt freut sich die SPD in Erkrath seit Jahresbeginn mittlerweile über sieben neue Mitglieder. Wenn Sie sich auch für eine Mitgliedschaft interessieren, können Sie sich gerne an die Mitglieder unserer Vorstände wenden oder Sie treten gleich online ein.

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