Monthly Archives: Januar 2020

18Jan/20

Arbeitslosenberatungszentren nicht zerschlagen!

Elisabeth Müller-Witt

Elisabeth Müller-Witt, MdL:
„Bewährte Strukturen der Arbeitslosenzentren und Erwerbslosenberatungsstellen nicht zerschlagen – Beratung für Arbeitslose in Erkrath muss weiter finanziert werden!“
Die schwarz-gelbe Landesregierung will die bewährten Strukturen der Arbeitslosenzentren und Erwerbslosenberatungsstellen in NRW zerschlagen. Arbeitsminister Karl-Josef Laumann hat angekündigt, bereits in diesem Jahr mit den Umstellungen zu beginnen.
Hierzu erklärt die Landtagsabgeordnete Elisabeth Müller-Witt:
„Das unkluge Verhalten der Landesregierung sorgt für große Unsicherheit bei allen Beteiligten. Dabei helfen die unabhängigen Beratungsstellen vielen Arbeitslosen bei der Bewältigung ihrer Alltagssorgen und bei der Suche nach einem neuen Job. Die Beschäftigten in den Arbeitslosenzentren wie hier in Erkrath machen einen ausgezeichneten Job, sind höchst erfahren und Expertinnen und Experten im Umgang mit dem Thema Arbeitslosigkeit. Sie helfen vielen Arbeitslosen bei der Bewältigung ihrer Alltagssorgen und bei der Suche nach einem neuen Job.
Klar ist auch, dass der Beratungsbedarf der Menschen seit Jahren steigt. In Anbetracht einer schwächer werdenden Konjunktur, Umbrüchen auf dem Arbeitsmarkt durch die Digitalisierung und damit einhergehend steigender Arbeitslosenzahlen ist absehbar, dass der Bedarf nach guter Beratung noch größer wird. Deswegen muss eine Finanzierung und Weiterführung der Arbeitslosenzentren und Erwerbslosenberatungsstellen durch die Landesregierung garantiert werden. Die Beschäftigten und die ratsuchenden Arbeitslosen gleichermaßen haben das Recht auf Planungssicherheit. Daher setzt sich die SPD-Landtagsfraktion dafür ein, dass die 79 unabhängigen Arbeitslosenzentren und 73 Erwerbslosenberatungsstellen in NRW über das Jahr 2020 erhalten und verlässlich finanziert werden. Auch hier in Erkrath.“

15Jan/20

Erkrath.jetzt – eine wunderbare Postille im Net schreibt hier wunderbar einfühlsam zum Tode von Annette Schinnenburg…

Annette Schinnenburg ist nicht mehr bei uns
14. Januar 2020 Ria Garcia

Diese Nachricht war am Sonntag zuerst der Homepage der SPD zu entnehmen. Sie traf mich mitten ins Herz. Tausend Erinnerungen. Die vielen Begegnungen, oft in der Küche des Kinderhauses.

Als mich die Nachricht am Sonntag erreichte hätte ich keine Zeile darüber schreiben können. Zu groß war der Kloß in meinem Hals, zu traurig der Gedanke, trotz der vielen schönen Erinnerungen an die Begegnungen mit ihr im Kinderhaus Sandheide. Neben den Themen für die jeweiligen Artikel haben wir viele persönliche Worte gewechselt.

“Erst einmal einen Latte Macchiato?”, höre ich sie in Gedanken fragen, wenn wir beide uns einmal wieder trafen, weil ich einen Artikel übers Kinderhaus schreiben wollte. Dann ging es mir wie den Kindern, die nach der Schule herein stürmten, erst einmal ihre Schultasche in den Flur schmissen und in die Küche kamen, um zu erzählen. Ankommen. Ich habe dieses Erleben schon einmal in einem Artikel beschrieben.

Ankommen konnte man bei Annette Schinnenburg, egal ob als Kind oder als Erwachsener. Sie war ein warmherziger Mensch, konnte gut zuhören, war voller Lebensfreude und kreativ. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich sie einmal schlecht gelaunt angetroffen hätte. Sie war so wunderbar unvoreingenommen. Einmal haben wir spekuliert, was passieren würde, wenn jeder Mensch mit Vorurteilen gegenüber anderen Nationen eine DNA-Analyse mit Ethnizitätsschätzung machen müsste und dann feststellt, wie viele andere Nationalitäten in seinen Genen stecken.

Ich habe heute Fotos aus meinem Archiv gesucht und festgestellt, dass es nur wenige gibt, auf denen Annette Schinnenburg in Großaufnahme zu sehen wäre. Meist musste ich sie inmitten der vielen Kinder suchen, wie auf dem Foto aus Mai 2017 oder dem Karnevalsfoto von Februar 2018. Damals hatte ich sie besucht, um über die Geschichte des Kinderhauses zu schreiben. Die Überschrift des Artikels lautete “Seit mehr als 40 Jahren steht die Tür weit offen”. In der Küche des Kinderhauses hängt bis heute ein Foto von Irene Nett, deren Initiative das Kinderhaus zu verdanken ist und die vor Annette Schinnenburg Leiterin war. “Es ist ein wenig so, als wenn Irene Nett bis heute mit ihrem guten Geist über die Kinder und das Kinderhaus wacht”, erklärte Annette Schinnenburg, als wir zu diesem Artikel in der Küche saßen.

Im Mai letztes Jahr war ich das letzte Mal wegen eines Artikels im Kinderhaus. Es ging um Lola. Lola war Annette Schinnenburgs Hund, mit dem sie gemeinsam eine Ausbildung für tiergestützte Pädagogik durchlaufen hatte und der fortan viel Freude ins Kinderhaus brachte.

Anfang dieses Jahres ist Annette Schinnenburg, nach kurzer schwerer Krankheit, wie es auf der Seite der SPD hieß, von uns gegangen. Sie hinterlässt eine große Lücke, bei den Kindern und bei allen, die sie gekannt haben, auch bei mir.

Annette Du wirst mir fehlen. Du warst ein ganz besonderer Mensch, an den ich mich immer erinnern werde.

Annette Schinnenburg ist nicht mehr bei uns

12Jan/20

Annette Schinnenburg – Kapteina – ist nicht mehr bei uns

Die “Chefin”, die Seele unseres Kinderhauses Sandheide, Annette Kapteina – wie wir sie kennen – aber im bürgerlichen Leben seit ihrer Eheschließung: Annette Schinnenburg ist tot. Sie starb vergangenen Donnerstag nach kurzer, aber schwerer und letztlich tödlicher Krankheit.

Ihre Warmherzigkeit, ihr Engagement für die jungen Menschen in ihrer Einrichtung und dem Ortsteil Hochdahl waren schier unübertrefflich. Ihre Ideen und ihre Taten, ihre Kunstwerke haben bleibenden Wert für uns alle.

Wir sind traurig, wir denken an ihre Lieben. Annette, wir werden dich nicht vergessen!

Wir bitten Dietrich Janicki, der das Foto für die Rheinische Post gemacht hat, um Genehmigung, es verwenden zu dürfen. Es ist ein Foto, das Annette zeigt, wie sie war, wie sie lebte, das hat Dietrich wunderbar eingefangen.

07Jan/20

Für mehr bezahlbaren Wohnraum

Wir wollen die preistreibende Spekulation mit Grund und Boden bekämpfen, damit Wohnungen entstehen, deren Mieten alle zahlen können. Es geht darum, ob die Mieten in den Städten immer weiter steigen und nur noch die dort wohnen, die es sich leisten können. Oder ob Wohnungen entstehen, deren Mieten alle zahlen können.

Mit kaum etwas anderem lässt sich so leicht Geld verdienen wie mit Grundstücken und den Gebäuden darauf. Besonders seit der Finanzkrise wird mit Boden und Immobilien spekuliert. In Stuttgart etwa kommen bereits 50 Prozent der Immobilieninvestitionen aus dem Ausland.

Wir wollen, dass Wohnen billiger und nicht teurer wird – für Mieter genauso wie für Wohnungs- und Hauseigentümer. Das schaffen wir, in dem wir außergewöhnliche Wertsteigerungen bei Grundstücken besteuern.

Es geht uns darum, den Wertzuwachs von Grund und Boden in Deutschland ein Stück weit abzuschöpfen. Besitzerinnen und Besitzer von Grund und Boden, deren Grundstücke durch die Umwidmung in Bauland enorme Wertsteigerungen erfahren, sollen ihrer Kommune bei Verkauf einmalig einen Teil davon abgeben, um die Spielräume der Kommunen insbesondere für mehr sozialen und damit bezahlbaren Wohnraum zu vergrößern.

Mehr dazu finden Sie hier:
https://www.spd.de/aktuelles/fuer-mehr-bezahlbare-wohnungen

05Jan/20

Guntram Schneider ist verstorben

Guntram Schneider

Sebastian Hartmann zum Tod von Guntram Schneider
am 04. Januar 2020, 10:46 Uhr

Ein Kämpfer für die Sozialdemokratie ist von uns gegangen. Die NRWSPD trauert über die Nachricht vom Tod von Guntram Schneider. Der frühere Arbeitsminister im Kraft-Kabinett ist im Alter von 68 Jahren in Dortmund gestorben.

„Die Nachricht macht uns alle traurig. Der Verlust ist immens: Wir haben einen integren Menschen, einen aufrechten Sozialdemokraten und einen leidenschaftlichen Gewerkschafter verloren. Er war ein Kämpfer und Original mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. Sein politischer Einsatz war stets auf Arbeitnehmerrechte und soziale Gerechtigkeit ausgerichtet. Auf dem zurückliegenden Landesparteitag begrüßte er den Rot-Pur-Prozess und die Reformvorschläge für einen neuen, gerechteren Sozialstaat. Dazu war Guntram Schneider ein geschichtsbewusster Sozialdemokrat. Wir alle haben sehr gern und sehr gut mit ihm zusammengearbeitet, ihn als Kollege, Vertrauten und Politiker sehr geschätzt. Unser herzliches Beileid gilt den Angehörigen, Freunden und allen Genossinnen und Genossen. Möge Guntram
Schneider in Frieden ruhen.

Als einstiger nordrhein-westfälischer DGB-Chef und späterer Arbeitsminister im Kraft-Kabinett verbinden wir mit dem Sozialdemokraten Guntram Schneider große Verdienste um eine soziale Arbeitsmarktpolitik, die die Integration von Langzeitarbeitslosen ebenso beinhaltete, wie die Einbindung von Menschen mit Behinderung und die Förderung der beruflichen Bildung. Guntram Schneider war unter anderem maßgeblich an der Einführung des „Kein Abschluss ohne Anschluss“-Projektes beteiligt, dass Jugendlichen mit Startschwierigkeiten den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern soll. Mit Guntram Schneider als Minister hat Nordrhein-Westfalen zudem bundesweit eine Vorreiterrolle im Punkt Integration eingenommen mit der Einführung des ersten Teilhabe- und Integrationsgesetz eines Flächenlandes.“