Führt Düsseldorfs Umweltspur zu mehr Verkehr in Erkrath?

Das will die SPD-Ratsfraktion Erkrath wissen und hat deshalb eine Verkehrszählung im Bereich Max-Planck-Straße (Höhe Am Tönisberg) angeregt. Die Stadtverwaltung hat zugesagt, eine solche Zählung mit ihrem eigenen Gerät vorzunehmen.

Grund ist, dass sich mit der Düsseldorfer Umweltspur seit Oktober 2019 der Pendelverkehr in Richtung Düsseldorf in den Morgenstunden verändert hat.

Peter Urban, SPD-Ratsmitglied und Kreistagskandidat für Unterfeldhaus, hört im Gespräch mit Anwohner*innen der Max-Planck-Straße, Am Maiblümchen, Am Tönisberg, Otto-Hahn-Straße und Millrather Weg von einem starken Zuwachs von Durchgangsverkehr im Ortsteil in Richtung Gerresheimer Landstraße. Urban bewertet das als Versuch der “Umfahrung” der Beeinträchtigungen des Pendelverkehrs auf der A 46 und die Umweltspur.

Wenn Düsseldorf mit der Umweltspur Dieselfahrverbote vermeiden oder das Ziel der Klimaneutralität unterstützen wolle, sei das vielleicht gut so, dürfe aber nicht “auf dem Rücken” der Nachbarschaft ausgetragen werden, meint Urban.

Die SPD will daher jetzt die Fakten überprüfen und will wissen, ob tatsächlich durch die Einrichtung der Umweltspur eine zusätzliche Belastung Erkrather Bürger*innen in Unterfeldhaus entsteht. Daher sollen die Verkehrszählungen vorgenommen werden, wie die Stadtverwaltung der SPD zugesagt hat. 

Die Stadt Erkrath hat vor der Sanierung der Straße Max-Planck-Straße den Verkehr dort gezählt, daher liegen Messwerte vor, die mit den neuen Zahlen abgeglichen werden können.

Peter Urban: „Sollte sich ein erhöhtes Verkehrsaufkommen feststellen lassen, müssen auch im Interesse der Erkrather Beschlusslage zum Klimanotstand Maßnahmen dagegen getroffen werden.“