Tag Archives: Bavierschule

15Dez/10

Auf Kooperation im Stadtrat kommen schwere Aufgaben zu, aber sie wird fortgesetzt!

Sven Wolf, SPD-Landtagsabgeordneter aus Remscheid, hatte mit seinem Bericht aus Düsseldorf eine Steilvorlage für die anschließende Debatte um die Zukunft der Erkrather Kooperation von SPD, BmU und Bündnis 90/Die Grünen geliefert. Denn die von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ausgerufene Koalition des offenen Umgangs und des Werbens um umfassende Mehrheiten im Parlament ist auch Leitmotiv der Kooperationsvereinbarung der Partner in unserer Stadt.

„Auf dieses Leitmotiv müssen die Partner sich wieder stärker besinnen“, so Detlef Ehlert, Fraktionsvorsitzender der SPD und als Kandidat der SPD und der Grünen als „Bürgermeister-für-Alle“ in der Kommunalwahl 2009 angetreten. Es brauche mehr Abstimmung der Kooperationspartner untereinander und es bedürfe zusätzlicher größerer Anstrengungen auch CDU und FDP „mit ins Boot zu holen“. Dem Zweck diene keinesfalls, dass einzelne handelnde Personen auf Seiten der Gestaltungsmehrheit in Form und Stil immer wieder Grenzen des guten Miteinanders überschritten.

Wenn schon der Bürgermeister seine Aufgabe nicht wahrnehme, Mehrheiten im Stadtrat zu organisieren oder im Falle des Haushalts einen beschlussfähigen, weil ausgeglichenen Etatentwurf vorzulegen, müsse das die neue Mehrheit im Stadtrat übernehmen. Er jedenfalls, so Ehlert, stehe dafür ein, dass die Gestaltungsmehrheit ihre Verantwortung für die Stadt ernst nehme und gemeinsam mit den Menschen in Erkrath den Karren aus dem Dreck ziehe.

In der gemeinsamen Versammlung des SPD-Stadtverbands und der Ratsfraktion am Dienstag folgten die Mitglieder dem Vorschlag des Fraktionsvorsitzenden zur Fortsetzung der Kooperation im Rat. Ehlert hatte die wichtigsten Handlungsfelder der Vereinbarung benannt und die dazu bislang unternommenen Maßnahmen beschrieben.

Das „Klima“ des Umgangs im Stadtrat, zwischen Rat und Verwaltung und zwischen diesen und der Bürgerschaft stand auf dieser Liste ganz oben, Planung, Klimaschutz & Umwelt folgten mit der Einleitung des Stadtentwicklungsprozesses. Bildung und Betreuung sind in ihrer Bedeutung von höchstem Belang und mit der Schulentwicklungsplanung sowie des Ausbau der Unter-Dreijährigen-Betreuung auf einem guten Weg – wenngleich gerade das Ausscheren der BmU aus der gemeinsam verabredeten Linie zur Grundschulfrage massiv Sand ins Getriebe des koalitionären Miteinanders gebracht habe:  für die Bavierschule war vereinbart ein eigenständiges Anmeldeverfahren durchzuführen und – natürlich – in der Konsequenz die Selbstständigkeit zu gewährleisten, wenn denn die Anmeldeverfahren (wie jetzt gegeben) das hergäben. Insofern war es nach Überzeugung der SPD ein Fehler, die Bavierschule zwangsweise zum Juniorverbundpartner der Grundschule Falkenstraße zu machen.

Diese Belastung der Kooperation war unnötig, doch sie muss nun, sagt Ehlert, überwunden werden und zu neuem Ärmelaufkrempeln führen, damit die große Herausforderung gemeistert werden könne, einen ausgeglichenen Haushalt für 2011 zu beschließen. Das sei nicht im Alleingang zu schaffen, dazu brauche es möglichst breite Mehrheiten, die im Interesse der Stadt auch bereit seien, im Haushalt zu sparen – ohne allerdings die soziale Infrastruktur zu zerschlagen und Kinder, Jugendliche, Bildung und Sicherheit zu vernachlässigen oder auf Kosten der Umwelt Haushaltssanierung zu betreiben. Ein ausgeglichener Haushalt sei überdies nur zusammen zu bringen, wenn vorübergehend Steueranhebungen die notwendigen Einnahmen zur Finanzierung der zwingend erforderlichen Aufwändungen erbrächten. Das gelte es den Menschen klar zu sagen, parteipolitische Ranküne helfe da überhaupt nicht weiter.

Die SPD-Mitglieder unterstützten Ehlert in seinen Schlussfolgerungen und stärkten Ratsfraktion und Stadtverbandsvorstand darin, die Zusammenarbeit mit BmU und den Grünen zu intensivieren und auf eine breitere Basis in Öffentlichkeit und Stadtrat zu stellen.

04Nov/10

Rheinische Post langt im Schulstreit zu

Die größte Lokalzeitung vor Ort schreibt heute von „überraschtem Gehabe“ und „Effekthascherei“ bei SPD und Grünen, weil diese sich gegen den Zwangsverbund der Bavierschule mit der Grundschule Falkenstraße wenden.

Dabei vermengt die Zeitung unterschiedliche Sachverhalte, die auseinander zu halten sind.

SPD und Grüne haben immer dafür gestritten, die Frage der Zukunft der Erkrather Grundschulen im Gesamtzusammenhang des Schulentwicklungsplans (SEP) zu untersuchen und zu entscheiden.

Die Bevölkerungsentwicklung ist in Erkrath insgesamt rückläufig. Das deutet darauf hin, dass die Zahl der derzeit vorhandenen Schulen zu groß sein oder werden dürfte.

Ob allerdings und wann die anlaufende Bebauung der Neuen Mitte welche Auswirkungen auf die zu beschulende Zahl der Kinder in Alt-Erkrath haben wird, ob der anhaltende Trend zu mehr Ganztagsbetreuung zu mehr Raumbedarf in den Grundschulen führen wird und wie das abzudecken wäre, sind zwei der wesentlichen Komplexe, die der SEP aufarbeiten muss.

Dabei wird nicht nur der Gesichtspunkt optimaler „Schulbetriebsgrößen“ eine Rolle spielen, sondern auch die Wirtschaftlichkeit der Unterhaltung und des Betriebs entsprechend vieler Schulgebäude.

Ferner gilt es die Notwendigkeit zu bedenken, die den Schulen angegliederten Turnhallen weiterhin für Schul- und Vereinssport anbieten zu können. 

Deshalb ist in einem Gespräch der Fraktionen mit der Verwaltung der Untersuchungsrahmen des Schulentwicklungsplans unter anderem darauf abgestellt worden. Daher lautet eine der zu untersuchunden Fragen, ob, wann, wie und gegebenenfalls wo eine Zusammenführung der beiden Städtischen Gemeinschaftsgrundschulen in Alt-Erkrath sinnvoll sein kann.

Das ist eine auf die mittlere Zukunft gerichtete Fragestellung.

Im Schulausschuss und Rat wird demgegenüber seit dem Frühjahr letzten Jahres darum gerungen. ob die Bavierschule bei entsprechend ausreichender Anmeldezahl (von mindestens 18 Kindern) eine eigene erste Klasse als eigenständige Schule bilden soll. Bis zum November letzten Jahres haben das alle Fraktionen außer der BmU so gewollt.

Noch im September diesen Jahres, also vor gerade einmal zwei Monaten, hat auch die BmU in einem gemeinsamen Antrag mit SPD und Grünen mit genau dem Inhalt beschlossen, dass die Bavierschule selbstständig im nächsten Schuljahr fortgeführt werden solle. Das war die Geschäftsgrundlage für die Eltern, die ihre Kinder in Alt-Erkrath anmelden wollten. Und dass genau das jetzt auch eingehalten und umgesetzt werden soll, war und ist Position der SPD jetzt im Rat gewesen. Was daran Effekthascherei sein soll, bleibt ein Geheimnis der RP.

Besonders traurig allerdings ist, dass die Zeitung zum Schluss ihres Artikels auch noch zu Angriffen unter anderem gegen den Sprecher der SPD, Detlef Ehlert, auf unterstem Niveau übergeht. Ihm wird vorgeworfen, sich an der Debatte zu beteiligen, obwohl er befangen wäre. Das ist er ausdrücklich nicht, denn dass Ehlerts Tochter in die Falkenstraßenschule geht, ist weder nach dem Gesetz (der Gemeindeordnung) noch nach irgendwelchen anderen Vorschriften ein Grund zur Befangenheit.

Dass ausgerechnet Ehlert sich im Übrigen von solchen persönlichen Verhältnissen „zu seinen Gunsten“ in seiner Meinungsbildung beeinflussen lassen würde, ist bislang nicht mal seinen politischen Widersachern bei CDU und FDP eingefallen. Auf die Idee ist nur die RP gekommen. Ob das nicht tatsächlich Bände spricht, wie der RP-Artikel seinen Beitrag enden lässt?

Der nachfolgend zu lesende Artikel in der Rheinischen Post, RP online, am 4. Nov. 2010: www.rp-online.de/duesseldorf/mettmann/nachrichten/mettmann/Schulen-Aus-Drei-mach-Zwei_aid_926020.html

Schulen: Aus Drei mach Zwei

VON OLIVER WIEGAND – zuletzt aktualisiert: 04.11.2010

Erkrath (RP) In Zukunft wird es in Alt-Erkrath nur noch zwei Grundschulen geben. Die Bavierschule fusioniert trotz heftiger Proteste mit der Falkenstraße. Eine neue Schule könnte unter einem Dach entstehen.

Die Erkrather Schullandschaft wird sich in den nächsten Jahren verändern. Die Grundschulen Bavierschule und Falkenstraße bilden nach dem Beschluss von Rat und Schulausschuss einen Verbund. Damit ist vorerst sicher gestellt, dass der Standort der Bavierschule an der Düsselstraße erhalten bleibt. CDU, FDP und BmU stimmten dafür, SPD und Grüne sind gegen die Fusion.

Klassen von Eltern beaufsichtigt

Spätestens im Mai 2011 wird der neue Schulentwicklungsplan fertig sein. Darin sind Prognosen über die Schülerzahlen in allen Erkrather Stadtteilen enthalten. Zu erwarten ist, dass es in Alt-Erkrath trotz Neubaugebiet Posemarré nur zwei Grundschul-Standorte geben wird. Aller Voraussicht nach werden die jetzt zusammen gelegten Grundschulen in nicht mehr allzu weiter Zukunft unter einem Dach arbeiten. Das Gebäude hat die Stadt schon. Die Hauptschule an der Freiheitstraße wird in drei Jahren geschlossen.

Bis dahin kommt auf die fusionierten Grundschulen viel Arbeit zu. Die Lehrer an der Falkenstraße machen keinen Hehl daraus, dass sie gegen einen Verbund sind. Weil die Direktorin länger erkrankt ist, arbeite man nun an den Grenzen der Kapazitäten. Teilweise würden die Klassen nur von Eltern statt von Lehrern beaufsichtigt, merkte eine Mutter in der Debatte des Rates an.

Schwierig, aber nicht unmöglich wird es, die pädagogischen Konzepte zu vereinen. An der Falkenstraße wird nach Montessori unterrichtet, die Bavierschule ist Regelschule. Bis zum Verbund haben beide fast ein Jahr Zeit. Lehrer und Schulpflegschaften werden sich aneinander gewöhnen müssen und konstruktiv den Verbund umsetzen. Jammern und wehklagen nützt nun nichts mehr, es muss in die Hände gespuckt werden. Zum Jammern war allerdings die so genannte „Debatte“ des Rats. Es brauchte eine fast zwei Stunden lange Diskussion, bis ein selbst ernannter „Hobby-Politiker“ mit ein bisschen Wahrheit herausrückte.

Lehrer Bernhard Osterwind (BmU) fasste sich ein Herz und erklärte den vielen Eltern, Lehren und Zuschauern in der Stadthalle eher beiläufig, dass der Verbund längst bei einer „interfraktionellen Runde“ hinter verschlossenen Türen besprochen worden ist. Das überraschte Gehabe der Grünen und der SPD, warum die BmU denn nun plötzlich für einen Verbund sei, war also nichts als billige Effekthascherei. Wozu also vor Publikum eine „Diskussion“ aufgeführt und so getan wird, als könnten Argumente vorher gefasste Entschlüsse verändern, bleibt ein Rätsel.

Ebenso rätselhaft bleibt auch, warum sich Detlef Ehlert (SPD) und Peter Knitsch (Grüne) mit langatmigen Beiträgen beteiligen, obwohl sie aufgrund allseits bekannter familiärer Beziehungen in den Zusammenschluss der Schulen involviert sind. Die barsche Art und Weise, mit der Schulausschuss-Vorsitzender Andreas Kuchenbecker (Grüne), entsprechende Vorwürfe von Inge Berkenbusch (FDP) zurückwies, sprach Bände.

03Nov/10

Mit dem Aufatmen ist es vorbei: CDU/BmU drehen Grundschuleltern eine lange Nase

Zum Wochenende hatte sich große Zufriedenheit bei den Eltern der zum nächsten Schuljahr einzuschulenden Kinder in Alt-Erkrath verbreitet: Das Anmeldeverfahren hatte stabile Zahlen in allen drei Grundschulen in dem Ortsteil gebracht (sh. auch nachfolgenden Artikel). Zuversicht herrschte bei allen Schul-Beteiligten, dass der Stadtrat nunmehr seine mit dem Beschluss zum Anmeldeverfahren verbundenen Versprechen einlösen werde, dass die Bavierschule bei mindestens 18 Anmeldungen weiter selbstständig bleiben könne.

Doch das erwies sich als Irrtum. Statt Verlässlichkeit und Worttreue zu beweisen, schwenkte die CDU gegenüber ihrer bis vor kurzem noch zur Schau getragenen Überzeugung, die Bavierschule erhalten zu wollen, um. Im Verein mit FDP und der BmU reduzierten sie die Bavierschule zum Anhängsel der Grundschule Falkenstraße und drückten eine neue Beschlusslage des Rates durch, nach der beide Schulen zum kommenden Schuljahr einen Verbund bilden sollen.

Detlef Ehlert hatte zuvor für die SPD darauf hingewiesen, dass die Geschäftsgrundlage, genauer noch: die Rechtsgrundlage für die Eltern durch den Ratsbeschluss vom 7. September dieses Jahres für die Anmeldung genau das war: Kommt die Bavierschule auf mindestens 18 Kinder, bleibt sie eigenständig, schaffe sie das nicht, müsse über einen Verbund oder ihre Auflösung nachgedacht werden. Diese rechtliche Ausgangslage habe nicht nur für die an der Bavierschule interressierten Eltern bestanden sondern auch für diejenigen, die ihre Kinder zur Montessorigeprägten Falkenstraßenschule schicken wollten. Genützt hatte das alles nichts.

Obwohl beide betroffenen Schulen keine regulären Schulleitungen haben und ihre personelle Besetzung in den Kollegien derzeit schon sehr eng ist, müssen sie nun die Zusammenführung ihrer sehr unterschiedlichen pädagogischen Ansätze – die eine wie vermerkt nach Maria Montessori jahrgangsübergreifend vom ersten bis zum dritten Schuljahr unterrichtend, die andere nach klassischen „Regel-Prinzipien ausgerichtet – unter einen Hut bringen. Nach der Beschlusslage der Schulgremien der Falkenstraße, die auch in dem neuen Verbund eine deutliche Mehrheit stellen werden, wird auf dem das Montessori-Emblem prangen.

Wie die Schulgemeinde an der Düsselstraße, wo die Bavierschule sitzt, damit umgehen wird, muss sich noch erweisen.

Ob die insofern neue Mehrheit in der Politik, die das herauf beschworen hat, nun auch noch den bisherigen Konsens des Stadtrates auflösen wird, dass der neue Schulentwicklungsplan die Zukunft insbesondere der Alt-Erkrather Grundschullandschaft umfassend untersuchen und mit dem Ziel zur Entwicklung zweier Grundschulsysteme beleuchten soll, steht dahin.

Einen Auftrag an die Verwaltung, vorab den Trend zu weiteren Ganztagsgrundschulplätzen zu erfragen und Vorschläge zur Ausweitung des Angebotes zu machen, hat die neue Mehrheit erst einmal nicht beschließen wollen, sie lehnte einen entsprechenden Antrag der Grünen ab…

30Okt/10

Aufatmen in Alt-Erkrath: Grundschulen haben es „geschafft“

Anmeldezahlen_GS-2011 20 Anmeldungen für die Städt. Bavierschule, 45 für die Städt. Grundschule Falkenstraße und 50 Kinder an der Kath. Johannesschule – das ist das Ergebnis des Anmeldeverfahrens zu den Schulen in Alt-Erkrath. Damit hat die Bavierschule allen Unkenrufen zum Trotz eine solide Basis, um als selbstständige Schule auch im kommenden Schuljahr eine eigene Eingangsklasse zu bilden. (Die Anmeldezahlen aller Grundschulen sind über den Link zu Beginn dieses Artikels aufzurufen)

Bestrebungen vor allem der Erkrather CDU und teilweise auch der BmU, der Bavierschule schon vor dem Anmeldeverfahren die Selbstständigkeit zu nehmen und sie in einen Verbund mit der Falkenstraße einzubringen, dürfte damit das Wasser abgegraben sein.

Der nun in Auftrag zu gebende Bildungsbericht und Schulentwicklungsplan für die Stadt Erkrath wird aufzeigen müsen, wie es mit der Schullandschaft weiter gehen kann; auf Dauer werden trotz des allmählich voran schreitenden Baufortschritts in Erkraths „Neuer Mitte“ mit den daraus zu erwartenden neuen Familien nicht ausreichend viele Kinder in dem Ortsteil leben, um drei Grundschulen mit optimalen Betriebsgrößen zu unterhalten.

Der Raumbedarf für die eigentlichen Unterrichtsklassen wird in Erkrath deutlich größer durch den maßgeblich auch von der SPD unterstützten Ausbau des Angebots an Ganztagsplätzen in den Offenen Ganztagsschulen. Inwieweit das für die Frage der Zahl der Grundschulen und die Wahl ihrer Standorte eine Rolle spielt, wird der Bildungsbericht ebenfalls untersuchen.

06Mai/10

Hauptausschuss einigt sich auf Verfahren zur Grundschule

Nach einer turbulenten Diskussion im Schulausschuss und heftig hoch gehenden Emotionen um die Zukunft der Bavierschule – eigenständig, als Teil eines Verbundes mit der Grundschule Falkenstraße oder gar nicht mehr als selbstständige Schule – verständigte sich heute der Hauptausschuss darauf, die Verwaltung bis zur Entscheidung im Stadtrat am Dienstag wichtige Auskünfte von der Bezirksregierung als Schulaufsicht einzuholen.

Denn über das von allen Ratsfraktionen an Nummer 1 gesetzte Ziel hinaus, dass die Bavierschule zum nächsten Schuljahr mindestens 18 Kinder für eine eigenständige Existenz gewinnen möge, geht es darum, Auffangpositionen zu formulieren für den Fall, dass das nicht gelingt.

Dafür soll geklärt werden, ob die Bezirksregierung einer eigenen Eingangsklasse von weniger als 18 Kindern ausnahmsweise zustimmen würde, weil wegen des nahen Baugebietes Pose-Marré in den nächsten Jahren wieder stabilere Anmeldezahlen zu erwarten sind und dann die Schule wieder größer werden wird.

Und es soll auf den Tisch kommen, ob im Falle einer Verbundschullösung die momentane Gesamtzahl der Lehrerinnenstellen an beiden Schulen reduziert werden würde.

Die SPD will den Standort Düsselstraße auch für den Fall einer geringeren Kinderzahl als 18 dauerhaft für den Fortbestand der Bavierschule erhalten. Das muss auch die einhellige Auffassung des Stadtrates sein und der Schulaufsicht entsprechend deutlich gemacht werden. Da darf es kein Wackeln geben!

Wenn der Elternwille ein solches Ergebnis nicht ermöglicht oder die Bezirksregierung sich dem verweigert, müsste neu entschieden werden – allerdings erst dann. Dazu SPD-Fraktionsvorsitzender Detlef Ehlert: „Den schwarzen Peter für eine Schulschließung wird sich nicht der Stadtrat zuschieben lassen. Wir entscheiden im Interesse der Kinder. Wenn die Landesbehörde/Bezirksregierung statt dessen lieber Lehrerstellen streichen wollte und deshalb der Schule keine Überlebenschance gibt, soll sie das auch selber verantworten. Mit uns kommt das nicht in Frage.“

25Sep/08

Bavierschule in Gefahr

Brief an die Rheinische Post, Frau Monika Spanier, zum Artikel „Bavierschule in Gefahr

„Sehr geehrte Frau Spanier,

Ihr o.a. Artikel ist gut. In einem Punkt allerdings möchte ich eine zitierte Aussage „gerade rücken“, die ein falsches Bild erzeugt:

Der Begriff „Verlässliche Schule“ ist für unsere Angebote der Schule von acht bis eins – und in der Praxis bedeutet das mindestens bis 13.15 Uhr – besetzt. Dies ist ein „Markenzeichen“, das wir nicht gern anderweitig verwendet wissen wollen.

Dass das in/von der Bavierschule, in der wir unser bis zur Einführung des Ganztagsbetriebs erfolgreiches und gut nachgefragtes Angebot nicht mehr anbieten durften, nun anders dargestellt wird, betrübt uns.

Bei allem Verständnis für das berechtigte Werben der Bavierschule um Anmeldungen für den weiteren Fortbestand ihrer Existenz, den ich bei entsprechender Kinderzahl ausdrücklich unterstütze, sollten nicht Negativ-Meldungen über andere Schulen in die Welt gesetzt werden – schon gar nicht, wenn sie überhaupt keine Grundlage haben.

Mit freundlichem Gruß

Detlef Ehlert“

25Sep/08

Schule kämpft ums Überleben

Brief an die Westdeutsche Zeitung zum Artikel: „Erkrath: Bavierschule kämpft ums Überleben“ vom 24. September 2008

„Sehr geehrter Herr Schneider,

Ihr o.a. Artikel ist gut. In einem Punkt allerdings möchte ich eine zitierte Aussage „gerade rücken“, die ein falsches Bild erzeugt:

Der Offene Ganztag an der Falkenstraße ist sicher! Gerade erst in diesem Schuljahr ist zusätzlich zu den beiden gut laufenden OGS-Gruppen wegen der anhaltenden Nachfrage eine dritte Gruppe (als insgesamt „zweieinhalbte“) eröffnet worden.

Bei allem Verständnis für das berechtigte Werben der Bavierschule um Anmeldungen für den weiteren Fortbestand ihrer Existenz, den ich bei entsprechender Kinderzahl ausdrücklich unterstütze, sollten nicht Negativ-Meldungen über andere Schulen in die Welt gesetzt werden – schon gar nicht, wenn sie überhaupt keine Grundlage haben.

Mit freundlichem Gruß

Detlef Ehlert“