Tag Archives: Ehrenamt

07Nov/10

Tina Schlebusch 25 Jahre bei der Feuerwehr Erkrath

Tina Schlebusch hat eine, nein, zwei, drei, vielleicht sogar vier ganz große Leidenschaften. Die erste ist, dass sie für Feuerwehr schwärmt. Aber eben nicht nur aus der Ferne. Sondern Tina war eine der ersten Frauen im Land, die ihr Interesse an Menschenrettung und Brandschutz auch konkret umsetzte und sich bei der Feuerwehr engagierte.

Dies in einer „Männergesellschaft“ zu tun, war 1985 nicht eben einfach. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Gesine Kieselbach, heute eine der ranghöchsten ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen im Lande, wagte sie den Sprung und sie machten bei der freiwilligen Feuerwehr Erkrath mit. 

Natürlich sind die Beiden, zumal in Erkrath, längst „voll integriert“. Kieselbach hat einen der drei Erkrather Züge der Feuerwehr eigenverantwortlich geführt, längst haben sie durch ihr Vorbild weitere Mädchen und Frauen für die Feuerwehr interessiert und in die Truppe hinein gelockt.

Guido Vogt, Vorsitzender des Vereins der Freiwilligen Feuerwehr und sonst auch im Hauptberuf als Chef der hauptamtlichen Erkrather Feuerwehr unterwegs, lobte die beiden Frauen wie ihren gleichfalls 25 Jahre im Dienst der Feuerwehr tätigen Kollege Ingo Rütjeroth für ihr Engagement.

Nun wäre noch die zweite und und und … Leidenschaft der Tina Schlebusch aufzuklären. Sozialdemokratin ist sie und war nicht nur Ratsmitglied und Vorstandsmitglied in Hochdahl für die SPD, Saxophon spielt sie und last, but not least ist da noch ihr Mann, Heinz Schlebusch, selber bei der Feuerwehr längst „Urgestein“.  

Mehr steht in der WZ: www.wz-online.de/?redid=991266

18Aug/09

Geschafft! Jetzt gibt’s doch noch freien Eintritt ins Neanderbad für Feuerwehrleute.

Geschafft. Es war ein zähes Ringen, die CDU-Mitglieder im Aufsichtsrat der Stadtwerke zierten sich und zögerten und lamentierten. Angeführt von ihrem Fraktionsvorsitzenden und attestiert durch den Aufsichtsratsvorsitzenden wandten sie sich lange gegen den Antrag des SPD-Vorsitzenden Detlef Ehlert, den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Erkrath wieder freien Eintritt ins Schwimmbad zu gewähren. Dieser Beitrag zur Förderung der besonderen ehrenamtlichen Leistungen der Feuerwehrmitglieder, der gleichzeitig einen Beitrag zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Wehrleute leisten könnte, wurde von der CDU immer neu problematisiert. Finanziell ging es um ca. 4000 Euro im Jahr, die den Stadtwerken an Eintrittsgelder „verloren“ gehen könnten. Aber in einer Situation, in der ein Jahresgewinn für das Vorjahr von 2,5 Millionen Euro angefallen war und jetzt aktuell das angestrebte Gewinnziel für 2009  um gut 900.000 Euro übertroffen zu werden scheint, sollte ein solcher „Verlust“ nicht zu rechtfertigen sein?

Mehrere Anläufe brauchten Detlef Ehlert und die seine Argumentation stützenden Mitglieder der Grünen und der BmU und schließlich sogar der FDP, bis die CDU einknickte: In einer reichlich langen Sitzungsunterbrechung rang sie sich zum guten Ende durch und stimmte dem Antrag der Sozialdemokraten doch noch zu.

Ein guter Tag also für die Feuerwehr und ein kleiner, aber symbolisch wichtiger Beitrag zur Förderung des Ehrenamtes in unserer Stadt, wie Detlef Ehlert sagt.

18Aug/09

Ehrenamt würdigen: Freiwillige-Feuerwehr-Mitglieder sollen freien Eintritt ins Neanderbad haben

Der Erkrather „Chef“ der Freiwilligen Feuerwehr, Guido Vogt, will es, der Vorsitzende des Fördervereins der Feuerwehr, Dieter Heiland, unterstützt es, doch CDU und FDP mosern herum und wollen nicht. Den freien Eintritt der Mitglieder der Wehr ins Erkrather Neanderbad nämlich.

Das hatte Bürgermeisterkandidat Detlef Ehlert im Aufsichtsrat der Stadtwerke angefragt – und es ist abgelehnt worden.

Um was es  geht: Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Erkrath opfern große Teile ihrer Freizeit ehrenamtlich im Dienste der Stadt und ihrer Bürger, sie riskieren im Einsatz für das Gemeinwesen ihre Gesundheit und sogar ihr Leben.

Sie müssen dafür u.a. auch viel für ihre Fitness tun, um jederzeit einsatzbereit zu sein und sich den Belastungen des Dienstes aussetzen zu können.

Einen kleinen Beitrag der Anerkennung des Engagements und der finanziellen Unterstützung des Sport-Trainings der Feuerwehrleute leisteten Stadt und Stadtwerke früher dadurch, dass die Mitglieder der Wehr freien Eintritt in die Schwimmbäder der Stadt hatten. Diese Vergünstigung ist leider mit der Eröffnung des Neanderbades durch die Stadtwerke weggefallen.

Ehlert hatte deshalb angeregt, dass der Geschäftsführer diese positive Subvention wieder einführen möge und die Wehrleute unentgeltlich das Schwimmbad nutzen lassen solle. Doch das lehnt der ab. In der Debatte dazu erfanden auch Sprecher der CDU immer neue „Gründe“, warum das alles nicht ginge, da könnten ja auch Krankenschwestern kommen und dieses Recht für sich und ihre wertvolle Arbeit verlangen, war zu hören.

Doch Detlef Ehlert und die SPD bleiben dabei: Was die Feuerwehrleute für die Menschen in Erkrath, für die Stadt, tun, ist schon etwas ganz Besonderes und deshalb solltet es auch besonders gewürdigt werden. Etwa durch freien Eintritt ins Neanderbad.

Weil das weder Geschäftsführung noch die Mehrheitsfraktionen im Aufsichtsrat positiv aufnehmen wollten (bei einem in der selben Sitzung beschlossenen Jahresgewinn des Unternehmens von rund 2,5 Millionen Euro…) hatte Ehlert beantragt, dass das Thema in einem entsprechenden Tages­ord­nungspunkt in der nächsten Auf­sichts­ratssitzung behandelt wird.

Heute steht das Thema im Aufsichtsrat also auf der Tagesordnung – nachdem vom Aufsichtsratsvorsitzenden (CDU…) und der Geschäftsführung trotz mehrmaliger Beantragung zunächst „vergessen“ worden war, den Punkt  vorzusehen. Nach Presseinformationen wird die CDU-FDP-Mehrheit bei ihrer Ablehnung bleiben. Die Feuerwehrleute spielen für diese Fraktionen offenbar keine besondere Rolle. Und in der WZ steht, die „Betroffenen“ aus der Feuerwehr wollten eine solche Ehrung gar nicht (www.wz-newsline.de/?redid=605419)…..? Ob das Ehrenamt nun was gilt oder nicht, ob die Freiwillige Feuerwehr nun gewollt ist oder nicht, das kann der Aufsichtsrat, das kann die Politik mit einer solchen Geste wie dem freien Eintritt ins Neanderbad leicht unter Beweis stellen…