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31Dez/14

Gaspreise in Erkrath senken!

Dieter Becker und Detlef Ehlert bei einer Pflanzaktion am Neuenhausplatz

Dieter Becker und Detlef Ehlert bei einer Pflanzaktion am Neuenhausplatz

Dieter Becker, SPD-Ortsvereinsvorsitzender in Erkrath und Mitglied im Stadtwerke-Aufsichtsrat, will gesunkene Bezugspreise der Stadtwerke bei deren Gas-Einkauf an die Kunden in Erkrath weitergegeben wissen, will also, dass die Gastarife in unserer Stadt günstiger werden. Becker nimmt die jüngsten Berichte unter anderem in der ARD-Tagesschau über die aktuelle Entwicklung der Gaspreise zum Anlass, eine Senkung der Gaspreise in Erkrath zu fordern.

Becker: „Im Allgemeinen sind die Preise an den Spotmärkten für Erdgas gefallen; das dürfte auch für die ‚freien‘ Gas-Tranchen gelten, also für die Mengen, die nicht längst eingekauft sind. Eine Weitergabe der niedrigeren Preise an unsere Kunden hält die SPD für notwendig und gerecht.
Dieter Becker und Detlef Ehlert als Sprecher der SPD im Aufsichtsrat der Stadtwerke beantragen zudem auch zu prüfen, ob eine Gaspreisreduzierung gegebenenfalls auch rückwirkend zum 1.1.2015 vertretbar ist.
05Mai/10

Überhöhte Gaspreise bei den Erkrather Stadtwerken?

Die Nachricht mischte gestern in Radio und Fernsehen und heute in den Zeitungen die Gemüter auf: 19 Erdgasversorger in Nordrhein-Westfalen – so der Vorwurf von Noch-Wirtschaftsministerin Thoben – verlangten von ihren Kunden überhöhte Preise und hätten sich dazu womöglich untereinander abgesprochen.

Mit bei den angeschwärzten Unternehmen seien auch die Stadtwerke Erkrath. Doch die sind völlig zu Unrecht unter Verdacht geraten wie sich jetzt heraus stellt. Bei dem von der Landeskartellbehörde angestellten Vergleich der Preise ist ein Erkrather Tarif korrekt übernommen worden, bei den beiden anderen Tarifen sind aber Fehler gemacht worden, die den Vergleich deutlich verzerren. Und es sind nicht die jeweils günstigten Preisangebote für die entsprechenden Kundengruppen gerechnet worden. Ohne diese Fehler und Versäumnisse können sich die Stadtwerke mit ihren Preisen durchaus sehen lassen, meint Aufsichtsratsvorsitzender Detlef Ehlert. Dies gelte sowieso für die allermeisten Kunden in größeren Wohnanlagen, die Sonderverträge haben.

Ehlert ergänzt, dass wegen eines jetzt gerade abgeschlossenen Einkaufsvertrages der Stadtwerke mit einem neuen Vorlieferanten zum Herbst, also zum Beginn der Heizperiode, die Preise für die „Ortsgas“-Kunden in Erkrath deutlich gesenkt werden.

Die Hochdahler Fernwärmekunden sind im Übrigen von den Vorwürfen gar nicht berührt, weil das Fernheizwerk Favorit wegen des hohen Mengenabsatzes zu noch anderen – günstigeren – Preisen versorgt wird.

Radio Neandertal –http://www.radioneandertal.de./aktuell/lokale-news/index.html  hat weitere Informationen, die Pressemitteilung des Stadtwerke-Geschäftsführers zum Thema folgt hier im Wortlaut:

  • Stadtwerke Erkrath GmbH weist Kartellvorwürfe zurück
  • Mit falschen Maßstäben gemessen
  • Gaspreise werden ohnehin gesenkt

 

Fotodownload: www.epk-bilderserver.de/F-SWE-JEKEN-09-11

Erkrath. Die Stadtwerke Erkrath GmbH weist Vorwürfe zurück, wonach unerlaubte Preisabsprachen mit anderen Versorgern getroffen worden sein sollen. „Das könnten wir uns als kommunales Unternehmen nie erlauben! Wir prüfen derzeit, woher die falschen Zahlen und Bewertungen kommen“, so SWE-Geschäftsführer Gregor Jeken.
Richtig ist vielmehr, dass bei einem Tarif der Grundversorgungstarif in Ansatz gebracht wurde, obwohl wir bei diesen Abnahmemengen tatsächlich bessere  Konditionen anbieten, so dass die Stadtwerke Erkrath in Wahrheit im Gesamtergebnis die Grenze der Preisauffälligkeit unterschreiten und nicht überschreiten. Geschäftsführer Jeken bewertet auch die Vorgehensweise als nicht seriös, wonach zuerst die Medien informiert und Stunden später erst eine Excel-Tabellen mit den falschen Vergleichszahlen durch das Wirtschaftsministerium vorgelegt worden seien. Jeken betrachtet diese Vorgehensweise als geschäftsschädigend“. Geteilt wird Jekens Auffassung auch von SWE-Aufsichtsratsvorsitzendem Detlef Ehlert.

In dem Gas-Preisvergleich wurden die Zeiträume Februar, März und April zugrunde gelegt. Ferner waren die Verbrauchsmengen von 20 000,
35 000 und 90 000 kWh verglichen worden. Bei der Menge von 20.000 kWh war ein anderer Preistarif angelegt worden als bei den 35 000 kWh. Ein wieder anderes Preismodell (nämlich die so genannte Grund- und Ersatzversorgung, die jeder örtliche Netzbetreiber von Gesetzes wegen bieten muss), wurde bei der Menge von 90 000 kWh als Maßstab angelegt. Der gemittelte Wert von 10,3 % lag um 0,3 Prozent über dem Grenzwert.

Der Gaspreise der Stadtwerke Erkrath sind zurzeit nicht die günstigsten: „Wir haben mit unterschiedlichen Vorlieferanten zu verschiedenen Zeiten unsere Lieferverträge abgeschlossen. Die Verträge haben in der Regel eine Laufzeit zwischen ein und drei Jahren. Je nachdem, wann die Verträge abgeschlossen wurden, gelte eben ein bestimmter Preis. Die Stadtwerke Erkrath haben zum
1. Oktober mit einem neuen Lieferanten einen Vertrag abgeschlossen. Jeken: „Dann kann ich ganz andere Preise anbieten. Wir werden sie senken können.“ 

Die NRW – Kartellbehörde hat wegen möglicher Preisabsprachen gegen 19 Gasversorger Ermittlungen aufgenommen. Die ins Visier geratenen Unternehmen waren durch hohe Preise aufgefallen. Das Düsseldorfer Wirtschaftsministerium teilte am Dienstag mit, dass bei einem landes­weiten Preisvergleich während der vergangenen Monate die Kartellhüter bei diesen Unternehmen auffällig hohe Preise festgestellt hätten.
Die Kartellwächter hatten in den Monaten Februar bis April 2010 die Preise von 144 Gasversorgern in Nordrhein-Westfalen verglichen. Preisauffällig ist ein Gasversorger dann, wenn die vom Kunden gefor­derten Entgelte um mehr als zehn Prozent über den jeweiligen Landes­durchschnittspreisen liegen.

Die Gasversorger werden den Angaben zufolge jetzt aufgefordert, ihre Preise für die Kartell­behörden sorgfältig zu rechtfertigen. Kommen sie dieser Aufforderung nicht nach oder sind ihre Erläuterungen für die Kartellbehörde nicht nachvollziehbar, werden Preissenkungen durch die Landeskartell­behörde festgelegt. Möglich ist laut NRW-Wirtschaftsministerium außerdem ein anschließendes Verfahren wegen Preismissbrauchs. Dazu SWE-Geschäftsführer Jeken: „Die Anschuldigungen, in Erkrath überhöhte Preise zu haben, sind absolut unbegründet. Dies werden wir auch der Kartellbehörde entsprechend mitteilen.“

Über die Stadtwerke Erkrath:

Die Stadtwerke Erkrath GmbH befindet sich zu 100 % in Kommunalbesitz. Als kommunales Unternehmen fühlt sie sich dem Bürger verpflichtet und orientiert sich am Allgemeinwohl. So sehen es die Stadtwerke Erkrath nicht als ihr oberstes Ziel an, möglichst hohe Profite zu erwirtschaften. Vielmehr wollen die Stadtwerke ein Preis-Leistungsverhältnis anbieten, das sowohl den Bürgern als auch der Stadt Rechnung trägt.

Das Unternehmen versorgt heute 26 000 Haushalte sowie Gewerbe, Landwirtschaft und Dienstleister im Raum Erkrath mit Strom, Gas und Trinkwasser und betreibt eine Erdgastankstelle an der Max-Planck-Straße 81 in Erkrath. Außerdem sind die Stadtwerke  Eigentümer und Betreiber der Straßenbeleuchtung in Erkrath sowie des attraktiven Neanderbades, das im Jahr 2006 eröffnet wurde.

Der Jahresumsatz 2008 lag bei 43 Mio. €, der Jahresüberschuss bei 2,4 Millionen €. Der Betrieb hat 72 Mitarbeiter und wird seit Juli 2009 von Geschäftsführer Gregor Jeken geleitet. Die Stadtwerke verfügen über ein eigenes Blockheizkraftwerk, das bis zu 72 Mio. kWh Strom und 78 Mio. kWh Wärme im Jahr erzeugt.

15Apr/09

Faire Gaspreise in Erkrath – Bezugskostenminderung in Erkrath vollständig an Kunden weiter gegeben

Zocken Gasversorger ihre Kunden ab? Sind Stadtwerke, und vor allem die Stadtwerke Erkrath – nicht nur mit dabei, wenn die Gaspreise wegen ihrer Kopplung an die Ölpreise angehoben werden, sondern sind aie auch dabei, wenn es anders herum gehen müsste, wenn also die Ölpreise fallen?

Aktuell gibt es Pressemeldungen, „die Gasversorger“ gäben die Preisnachlässe aus gesunkenen Ölpreisen allenfalls zur Hälfte an ihre Kunden weiter, strichen also gut die andere Hälfte solcher Konditionen­ver­besserungen selber ein.

Damit ein solcher Verdacht in Erkrath gar nicht erst entsteht, hatte die SPD sich dafür eingesetzt, dass in Erkrath die Gaspreise hinsichtlich Abhängigkeit von Ein­kaufs­prei­sen und Verkaufstarifen durch unabhängige Institutionen wie die Verbraucher­zentralen getestet und zertifiziert werden. Das hat die Mehrheit im Stadtwerke-Aufsichtsrat aus CDU und FDP aber immer abgelehnt. Das ist bedauerlich. Denn wäre das anders gelaufen, läge der Nachweis fairer Gaspreise in Erkrath längst vor.

Jetzt müssen die Stadtwerke der Öffentlichkeit und vor allem ihren Kunden selber klar machen, dass sie sich nicht an solcher Abzockerei beteiligen. Deshalb hat Bürgermeisterkandidat Detlef Ehlert den Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Schröder aufgefordert, der Öffentlichkeit gegenüber nachvollziehbar klar zu machen, dass die Vor­würfe aus den Pressemeldungen an die Adresse der geprüften fünf Unternehmen für die Erkrather Stadt­werke nicht zutreffen.

Anderenfalls beantragt die SPD die unverzügliche Einberufung des Aufsichtsrates. Dort soll dann in öffentlicher Sitzung anhand der Preisentwicklungen seit Anfang 2008 entweder aufgezeigt werden, dass die Preisgestaltung in Erkrath fair erfolgt ist. Oder die Preise müssen sofort weiter gesenkt werden.