Tag Archives: Isabel Klaas

31Aug/14

Mehr Leben in der Sandheide: Was die RP schreibt…

| 00.00 Uhr

Erkrath 0

SPD will mehr Leben in der Sandheide
Erkrath: SPD will mehr Leben in der Sandheide

Das schick sanierte Subzentrum Sandheide ist nach wie vor zu wenig belebt. FOTO: Dietrich Janicki
Erkrath. Fraktionschef Detlef Ehlert schlägt vor, ein Gesamtkonzept für den Ortsteil mit Schwerpunkt „inklusiver Lernort“ zu entwickeln. Dafür könnte es unter Umständen Geld vom Land geben. Von Isabel Klaas

Die SPD will die Sandheide nach vorne bringen. Vor allem durch einen Schulneubau. „Die SPD sieht einen klaren Schwerpunkt im Bereich des Neubaus der Grundschule Sandheide mit angegliedertem Inklusions-Kompetenzentrum /Friedrich-Fröbel-Förderschule in bildungs- und integrationspolitischer Sicht sowie mit innovativen technologischen Ansätzen im energetischen Sektor“, sagt SPD-Fraktionschef Detlef Ehlert. Erste Überlegungen dazu habe die Studie vom Hellmeister-Architekten-Büro bereits aufgezeigt. Und auch die SPD-Fraktion habe dazu städtebauliche Entwicklungsansätze zur Ergänzung des Wohnumfelds vorgelegt, so Ehlert weiter.

Die Sozialdemokraten um Detlef Ehlert und Peter Urban wollen die Verwaltung nun beauftragen, für die Sandheide ein ganzheitliches Konzept zu entwerfen, das im Wesentlichen die Weiterentwicklung des Stadtteils als Wohnstandort, als Arbeits-, Begegnungs- und Handelsplatz (Sandheider Markt) sowie vor allem als interkultureller Treffpunkt und als inklusivem Lernort mit kreativen energetischen Lösungen als Leuchtturmprojekt beschreibt.

Für eine Revitalisierung der Sandheide und für einen schulpolitisch modernen Grundschulneubau in der Sandheide könne man Fördermittel bekommen, stellt Ehlert klar. Erkrath soll sich zur Teilnahme am Innovationsprogramm der Bundesregierung „Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus“ bewerben.

Was anfangs aufgrund einer Initiative von Peter Urban als Finanzierungsvorschlag für eine neue Schule im Quartier gedacht war, geriet zu einer umfassenden Idee für den kompletten Ortsteil, so der Fraktionschef. Die Bundesregierung habe für genau solche Ansätze das Programm „Die soziale Stadt“ reaktiviert und stelle unter anderem 50 Millionen Euro zusätzlich im Städtebauministerium für investive und konzeptionelle Projekte mit städtebaulichem Bezug bereit. Ehlert warnt: „Der Zeitrahmen für den Antrag ist knapp, der Titel des Programms ist anspruchsvoll – das spricht besonders dafür, dass kluge und kreative Ideen eine Chance auf Verwirklichung und Förderung haben, und daher sollte gerade Erkrath sich beteiligen.“

Ehlert verweist auf die von der früheren stellvertretenden Bürgermeisterin Edeltraud van Venrooy (SPD) mit initiierten und erfolgreichen Beteiligung der Stadt an dem Wettbewerb des Landes NRW „Stadt macht Platz, NRW schafft Plätze“, der den Sandheider Markt hervorbrachte, der mit 1,6 Millionen Euro bezuschusst wurde.

Das zeige, so der SPD-Chef, dass Erkrath sehr wohl erfolgreich an dergleichen Wettbewerben teilnehmen könne. Er weist darauf hin, dass Einschätzungen und Studien für eine städtebauliche Attraktivierung der Sandheide vorlägen.

Auch das Stadtentwicklungskonzept ziehe eine Entwicklung im Binnenraum einer Ausweitung auf das grüne Umland vor.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/erkrath/spd-will-mehr-leben-in-der-sandheide-aid-1.4487670

29Jul/14

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht ;-)

Streuobstwiese in  Erkrath

Streuobstwiese in Erkrath

Die Rheinische Post berichtet jetzt zum Vorschlag der SPD, dass die  Stadt Erkrath sich an der Spendenkonto-Aktion des Landes NRW beteiligen möge, um Wiederaufforstungen und Baumpflanzungen in Erkrath auch mit Bürgergeldspenden zu unterstützen… http://www.rp-online.de/nrw/staedte/erkrath/erkraths-buerger-sollen-baeume-spenden-aid-1.4415358

21Jul/14

Vize-Bürgermeisterin ist ein Meisje – Auch die Rheinische Post stellt Sabine Lahnstein vor

Stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Lahnstein

Stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Lahnstein

Erkrath. Sabine Lahnstein ist nach Jahrzehnten in den Niederlanden nach Erkrath zurückgekehrt. Die SPD ist Familientradition. Von Isabel Klaas

So ganz angekommen ist Sabine Lahnstein in Erkrath noch nicht. Auf dem Gutshof in Bruchhausen zeugt noch eine Ons-Oranje-Fußball-Flagge davon, dass die neue Vizebürgermeisterin während der WM auch der Nationalmannschaft des Nachbarlandes die Daumen gedrückt hat. Und außerdem, verrät sie ein bisschen kleinlaut, habe sie noch die holländische Staatsangehörigkeit. Und zwar ausschließlich die holländische. „Ich muss mir einfach mal viel Zeit nehmen und die ganzen Formalitäten auf mich nehmen, um mich hier wieder einbürgern zu lassen“, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin der SPD. „Natürlich will ich wieder Deutsche sein.“

Nachdem sie einen Holländer geheiratet hatte, ist Sabine Lahnsein für viele Jahre ins Nachbarland in die Nähe von Bergen op Zoom gegangen. Dort hat die gelernte Bürokauffrau zuletzt im Management einer Supermarktkette gearbeitet und zwei Kinder großgezogen: Chantal (heute 31) und Dennis (29). 2002 kehrte sie zurück in die Heimat, um den Betrieb ihres Vaters Volker Lahnstein zu übernehmen. Der macht vor allem Werbeberatung und vertreibt Werbemittel für die SPD und Gewerkschaften. Ein Jahr wohnte Sabine Lahnstein in Hilden, um dann ins sehr idyllische Bruchhausen mitten im Naturschutzgebiet umzusiedeln.

Die Nähe zur sozialdemokratischen Politik wurde ihr quasi vererbt. „Fast die gesamte Verwandtschaft ist in der SPD“, sagt sie. Allen voran ihr Onkel Manfred Lahnstein, der übrigens auch mal stellvertretender Bürgermeister in Erkrath war, und kurze Zeit Finanzminister unter Helmut Schmidt. Aber auch die anderen zwei Onkels sowie der Opa, der Erkrather Hausarzt Walter Lahnstein, waren der SPD zugetan.

Nach neun Jahren Parteizugehörigkeit will nun auch Sabine Lahnstein ihre politische Richtung öffentlich vertreten und für die Erkrather Bürger als Ansprechpartnerin da sein. Zwischenzeitlich hatte sich die 51-Jährige mit Managementerfahrung im Januar dieses Jahres auch mal als hauptamtliche Bürgermeisterkandidatin aufstellen lassen wollen.

„Ich dachte, ein neues Gesicht könnte Erkrath gut tun“, sagt sie unverblümt. „Und Frauenpower an der Spitze eventuell auch.“ Kurzfristig hatte sie sich jedoch aus gesundheitlich Gründen von dem Posten verabschiedet und ihn dem altgedienten Kollegen Detlef Ehlert überlassen. Ein Rücktritt ins zweite Glied ist der Stellvertreterposten für sie nicht: „Ich bin überzeigt von dem, was ich mache“, sagt sie. „Das macht mir Spaß.“

Ganz so viel Zeit wie die Kollegin Regina Wedding von der CDU wird die Geschäftsfrau wohl nicht in die Arbeit der stellvertretenden Bürgermeisterin stecken können. Denn der Familienbetrieb in Bruchhausen muss weiterlaufen. Hilfe hat sie von der Tochter sowie der Schwiegertochter und zwei Aushilfen. „Ich werde mich aber immer bemühen, eine Lösung zu finden, sobald ein Bürger mich anspricht“, sagt sie. Und das wünscht sie sich sehr.

Vier erste öffentliche Auftritte hat Lahnstein jetzt hinter sich: Abi-Feiern in den Gymnasien, den Besuch eines Konzertes der Singpause, eines Projektes für Grundschulkinder. Auch ihre erste Rede hat sie gehalten – vor dem SPD-Kreisparteitag. „Das war nur eine Begrüßung“, sagt sie. Gewöhnt ist sie das freie Reden in der Öffentlichkeit noch nicht. Aber da setzt sie auch auf die Schützenhilfe ihrer Vorgängerin Edeltraud van Venrooy.

Als Ratsfrau sitzt Lahnstein im Haupt- und Finanzausschuss und im Ausschuss für Schule, Sport und Soziales. Kinder und Jugend werden dann auch ihre Schwerpunkte sein. Und das Repräsentieren.

Was sie an Erkrath liebt? „Dass wir hier Natur in Hülle und Fülle haben und dass die Erkrather sich sehr für ihre Heimatstadt engagieren. Gunnar Greuel von der Hochdahler Givebox und seine Idee, eine Eisbahn und ein Winterdorf an den Hochdahler Markt zu holen, findet sie fantastisch. „Das wäre eine Aufwertung für Hochdahl. Ich verstehe nicht, warum sich die ansässigen Geschäftsleute nicht an der Bandenwerbung zur Finanzierung beteiligen“, sagt sie.

Was besser sein könnte? „Vieles müsste schneller gehen und nicht so endlos lange von der Politik diskutiert und debattiert werden“, sagt sie. Die Belebung der Zentren von Alt Erkrath und Sandheide sieht sie problematisch. „Man müsst ordentlich investieren und würde dann vielleicht sehen, dass es trotzdem nicht funktioniert. Das macht doch kein Geschäftsmann.“ Zu Pose Marré steht sie eher kritisch: „Ich weiß nicht, ob die Leute, die dort hinziehen, eine Verbindung zu Erkrath haben und sich hier engagieren.“ Letztlich ist besonders der alte Ortsteil für sie ein Dorf, in dem jeder jeden kennt.

Der Job als Stellvertreterin des Bürgermeisters lässt ihr Zeit genug für ihre Leidenschaften: die Hunde Brownie und Quincy, den Enkel Fynn und Hof und Garten. „Ein Spaziergang am Tag muss sein“, sagt sie. Und auch die Wahlheimat Niederlande ist nicht aus ihrem Leben gestrichen.

Zweimal im Jahr geht es zum Urlaub an die Nordseeküste nach Renesse. Und mehrfach im Jahr geht zum Einkaufen über die Grenze. Saté-Spieße, das „pampige Weißbrot“, Gebäck und Schokolade füllen bei der Rückkehr unter anderem den Kofferraum.

Die Vorliebe für Holland und die Menschen dort hat sie sich erhalten: „Ich lieb die Offenheit, dass man jederzeit jeden ohne Voranmeldung besuchen kann.“ Auch Sabine Lahnstein hält nicht viel von verschlossenen Türen. Sie nimmt sich ein Beispiel an den Holländern: Dort sind die Hintertüren immer geöffnet“, sagt sie. Die Gemütlichkeit der kleinen, gepflegten Orte und das ausgeprägte Wir-Gefühl haben es ihr angetan. Aber zurück zieht es die stellvertretende Bürgermeisterin nicht.

Quelle: RP
03Jul/13

Bürgerbüro in Unterfeldhaus?

Kommt nun ein Bürgerbüro nach Unterfeldhaus – und zu welchen Kosten? Wollen, wollen alle Parteien eine solche Servicestation im kleinsten, sich stets vernachlässigt fühlenden Ortsteil. Brauchen die Unterfeldhauser ein Bürgerbüro aber wirklich? Um einmal in zehn Jahren einen Personalausweis zu beantragen oder einen Reisepass? Dafür eher nicht. Um Theaterkarten zu erwerben, die auch telefonisch vorbestellt werden können, auch nicht. Gelbe Säcke des Dualen Systems oder Laubsäcke im Herbst, die gibt es auch beim örtlichen Raiffeisen-Markt.

Was bleibt? Das Gefühl der „Vernachlässigung“? Reicht das für zusätzliche Geldausgaben der Stadt, die ohnehin „klamm“ ist?

Eine schwierige Entscheidung. Detlef Ehlert, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion hatte deshalb jetzt einen neuen Anlauf bei der Kreissparkasse Düsseldorf gestartet: In der Filiale der Kreissparkasse am Neuenhausplatz ist eine Unterbringung des Bürgerbüros räumlich sicher möglich, die „akustische“ Abschirmung und die Übersicht der Sparkassenbeschäftigten über die neue, zusätzliche Kundschaft an dem Platz ist schwierig. Aber einen Versuch ist es wert, dort stundenweise ein Bürgerbüro einzurichten. Alle anderen Überlegungen aber würden zu teuer werden und angesichts eines durchschnittlichen Besucheraufkommens von rund 40 Unterfeldhauser Bürgern pro Woche in den heutigen Bürgerbüros in Alt-Erkrath und in Hochdahl wohl auch nicht zu rechtfertigen, wenn insbesondere dafür auch noch je zwei Beschäftigte aus den anderen Bürgerbüros „abgezogen“ werden müssten.

Mehr dazu steht hier in der Rheinischen Post

01Mai/13

Die Rheinische Post schreibt: Der Bau der Rampe ist doch eher möglich

Der Bau der Bahnrampe ist doch eher möglich

VON ISABEL KLAAS – zuletzt aktualisiert: 01.05.2013

Erkrath (RP). Es sieht so aus, als würde die Schranke in Hochdahl nicht im August geschlossen, wenn es keine akzeptable Alternative für Menschen mit Körperbehinderungen gibt, die Gleise zu queren. Dienstagnachmittag saßen die „Kreuzungsbeteiligten“ des Bahnübergangs Hildener Straße in Erkrath zusammen. Es handelt sich um Stadt, Kreis, die Bahn, die Behörde Straßen NRW und den Verkehrsverbund Rhein Ruhr.

Ohne akzeptable Alternative für Körperbehinderte wird die Schranke in Hochdahl nicht dichtgemacht. Foto: Dietrich Janicki

 

Ohne akzeptable Alternative für Körperbehinderte wird die Schranke in Hochdahl nicht dichtgemacht. Foto: Dietrich Janicki

„Es war ein erfreuliches Gespräch, bei dem alle an einem Strang zogen“, sagt der Technische Beigeordnete Fabian Schmidt auf Anfrage der RP. Konkrete Daten seien zwar noch nicht festgezurrt worden, aber man sei sich einig gewesen, für die Bürger keine unzumutbaren Umwege zu schaffen, indem die Schranke geschlossen wird, obwohl der behindertengerechte Ausbau des benachbarten Bahnhofs noch längere Zeit auf sich warten lasse. Eventuell könne der Bau der Rampe vorgezogen werden, sagte Schmidt. Diese Maßnahme könne auf jeden Fall vom Gesamtpaket Bahnübergang, in dem auch die Anhebung der Gleise vorgesehen ist, entkoppelt werden. So wäre man in der Lage, die Bauzeit für die Rampe zu verkürzen. Das wäre wiederum positiv, denn während des Rampenbaus muss die Strecke für den Zugverkehr gesperrt werden.

Im Juni werden alle Beteiligten erneut im Erkrather Rathaus zusammensitzen und sich über konkrete Zeitpläne unterhalten, sagte Schmidt. Ende vergangenen Jahres hatte die Bahn mitgeteilt, dass der behindertengerechte Ausbau des S-Bahn-Haltepunktes Erkrath-Hochdahl sich auf unbestimmte Zeit verschieben würde. Baubeginn sollte ursprünglich Ende 2012 gewesen sein.

http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/mettmann/nachrichten/der-bau-der-bahnrampe-ist-doch-eher-moeglich-1.3368193

19Mrz/13

Bahn schließt Schranke – und die CDU will Bürgermeister zum Verhandeln auffordern….?

Das ist doch kaum zu glauben: Die Bahn bleibt dabei, den Bahnübergang in Hochdahl schließen zu wollen und der CDU fällt nichts anderes ein, als die Verwaltung zu beauftragen mit der Bahn zu verhandeln? Wenn der Bürgermeister (von der CDU…!) das nicht bereits lange tut, gehört er ja wohl schon längst abgelöst…!
http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/mettmann/nachrichten/die-einzige-loesung-schranke-oeffnen-1.3266372

Immerhin scheint es „hinter den Kulissen“ Bewegung zu geben: Natürlich finden längst Gespräche zwischen Stadt- und Kreisverwaltung bzw. Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und der Deutschen Bahn statt. Da wird ausgelotet, unter welchen Voraussetzungen der Bahn ermöglicht werden könnte, die Schranke doch länger als bis zum August dieses Jahres auf zu lassen.

Die SPD, so ihr Fraktionsvorsitzender Detlef Ehlert, werde daher gemeinsam mit anderen Fraktionen dem Planungs- und Verkehrsausschuss (PlUV), der das Thema Bahnübergang am Donnerstag auf der Agenda hat, diesen Antrag vorlegen:

„Der PlUV begrüßt die Gespräche zwischen Stadtverwaltung, VRR und Bahn-AG, die mit dem Ziel geführt werden, die Schrankenanlage am S-Bahn-Haltepunkt in Hochdahl solange in Betrieb zu halten, bis ein behindertengerechter Zuweg / Rampe zwischen den Ortsteilen in Alt-Hochdahl errichtet sein wird.“

06Mrz/13

Isabel Klaas in der Rheinischen Post: Steinbrück unterschreibt für Schranke

VON ISABEL KLAAS – zuletzt aktualisiert: 06.03.2013

Erkrath (RP). Die SPD übergab gestern 1287 Unterschriften an den Kanzlerkandidaten. 150 Bürger demonstrierten für den Übergang.

Mehr zum Thema
In den Kommentaren vom Montag macht sich angesichts des neuen Fehltritts von Peer Steinbrück Staunen, zum Teil sogar Fassungslosigkeit breit. Die Pressestimmen.

Großer Bahnhof für Peer Steinbrück – im wahrsten Sinne des Wortes. Die SPD hatte 150 Leute mobilisiert, die am Bahnhof Hochdahl dem Bundestagsabgeordneten und Kanzlerkandidaten 1287 Unterschriften übergaben, mit denen sie erreichen wollen, dass der beschrankte Bahnübergang geöffnet bleibt. Wie berichtet, hatte die Deutsche Bahn den für letztes Jahr vorgesehenen behindertengerechten Ausbau des benachbarten Bahnhofs unerwartet verschoben. Dennoch soll die Schranke ab August dieses Jahres für immer geschlossen bleiben.

Das würde bedeuten, dass besonders körperbehinderte Menschen einen Umweg von über einem Kilometer nehmen müssen, um ihre täglichen Besorgungen erledigen zu können. Viele Betroffene mit Rollstuhl und Rollator erwarteten gestern Peer Steinbrück, um ihm ihr Leid zu klagen.

Bahnhof Hochdahl

Bahnsteighöhe verzögert Ausbau

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr prüft zurzeit, ob die Schienen um 20 Zentimeter angehoben werden können. Die S-Bahnen, die der VRR einsetzen will, brauchen eine Bahnsteighöhe von 76 Zentimetern. Der Bahnsteig in Hochdahl ist 96 Zentimeter hoch. Bei den Planungen zum behindertengerechten Ausbau des Bahnhofs war dies nicht berücksichtigt worden.

Annelie Günther, zu 80 Prozent schwer behindert, wohnt am Neanderweg. Sie geht jenseits der Schranke zum Bäcker und zur Apotheke. Vor allem aber besucht sie ihre Freunde, die in einem barrierefreien Haus in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs wohnen, und den Johanniter-Treff. „Wie soll ich da hinkommen, wenn die Schranke zu ist?“, fragt sie.

Auf den Bahnsteig kommt sie schon lange nicht mehr. „Ich muss immer jemanden bitten, der mich die Treppen hinauf und hinunter bringt“, sagt sie. Petra Krause leidet an Multipler Sklerose. Sie ist mit dem Rollstuhl unterwegs. „Ich bin vor sieben Jahren extra an die Hildener Straße gezogen, weil ich dachte, hier gut leben und alles allein erledigen zu können. Wie soll ich beispielsweise im Regen mit Schirm einen Umweg von einem Kilometer machen können? Wenn die Schranke geschlossen wird, brauche ich jemanden, der alle Einkäufe für mich übernimmt“, sagt sie. „Es ist schizophren, einen Ortsdurchgang einfach zu sperren“, sagt eine andere Dame erbost. Aber es sind nicht nur die Körperbehinderten, die gegen Bahn und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr wettern. Es sind auch die Geschäftsleute von der Hildener Straße, die befürchten, dass der Käuferstrom unterbrochen wird. Anna Maria Schlebusch, Sprecherin der Werbegemeinschaft Hochdahl, erzählt: “ ,Warten Sie mal, bis die Schranke zu ist, dann wird alles besser‘, hat man uns immer vertröstet. Wenn jetzt die Schranke dicht gemacht wird, ohne dass der Bahnhof ausgebaut ist, wird alles schlechter“, sagt sie.

Peer Steinbrück ließ sich von Erkraths SPD-Chef Detlef Ehlert die Umstände erklären und hörte den Leuten geduldig zu. „Man muss diesen spezifischen Bahnübergang in Erkrath erhalten“, pflichtete er den Anliegern bei und setzte zum Zeichen der Solidarität auch seinen Namenszug auf die Unterschriftenliste. Er sei zuversichtlich, im Gespräch mit Bahnchef Rüdiger Grube etwas für die Erkrather tun zu können. Über den Fortgang an der Bahnkreuzung haben vier Parteien zu befinden: die Deutsche Bahn, der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, Straßen NRW und der Kreis. Die vier beziehen sich auf einen Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 1999, nachdem der so genannte schienengleiche Übergang geschlossen werden sollte, sobald die Umgehungsstraße L403 n fertig sei. Das wäre kein Problem gewesen, wenn der Bahnhof Hochdahl zeitnah behindertengerecht ausgebaut worden wäre. Der allerdings wurde wegen eines Problems mit der Bahnsteighöhe vorläufig auf Eis gelegt.

01Mrz/13

Isabel Klaas schreibt in der RP: 1200 Unterschriften für den Übergang

1200 Unterschriften für den Übergang

VON ISABEL KLAAS – zuletzt aktualisiert: 01.03.2013

Erkrath (RP). Bürger wollen Protest an Peer Steinbrück weiterreichen. Ausschuss: Wenn die Bahn nicht einlenkt, wird prozessiert.

Der Wirbel um die Schranke in Hochdahl geht weiter. Sie soll im August geschlossen werden. Foto: Dietrich Janicki

Der Wirbel um die Schranke in Hochdahl geht weiter. Sie soll im August geschlossen werden. Foto: Dietrich Janicki

Die Politiker aller Fraktionen machten im Ausschuss für Umwelt, Planung und Verkehr deutlich, dass sie eine Schließung der Bahnschranke in Hochdahl nicht hinnehmen, so lange der benachbarte Bahnhof nicht behindertengerecht ausgebaut ist. „In Zeiten der Inklusion (Integration von Behinderten) ist das undenkbar“, sagte Detlef Ehlert (SPD).

Weniger mobile Bürger könnten nach der Schließung weder auf den Bahnhof noch auf die andere Straßenseite gelangen, ohne einen kilometerlangen Umweg nehmen zu müssen. „Die Bevölkerung ist sehr beunruhigt“, erklärte Ehlerts Parteikollegin und stellvertretende Bürgermeisterin Edeltraud van Venrooy. 1200 Unterschriften will die SPD am kommenden Dienstag an den Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück übergeben. Der prominente Bundestagsabgeordnete soll die Unterschriften an Bahnchef Grube und Verkehrsminister Ramsauer weiterreichen.

Ausbau

Die Bahnsteighöhe macht Probleme

Ende vergangenen Jahres teilte die Bahn mit, dass der behindertengerechte Ausbau des Bahnhofs Hochdahl sich um Jahre verzögere. Der Grund: Die Bahn will Züge einsetzen, die eine niedrigere Bahnsteighöhe erfordert. Deshalb hat der Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) seine Finanzierungszusage zurückgezogen.

Auch die CDU-Abgeordnete Michaela Noll setzt sich für den Erhalt des beschrankten Bahnübergangs ein. Im Ausschuss zeigte sich die Bahn jedoch recht unbeugsam. Der Vertreter des DB Netzwerkes bezog sich immer wieder auf den 14 Jahre alten Planfeststellungsbeschluss, nachdem die Schranke geschlossen werden sollte, sobald der Neubau der Bergischen Allee abgeschlossen ist. Das ist bereits länger der Fall. „Auch wenn diese Entscheidung vor vielen Jahren getroffen wurde, halte ich dieses Vorgehen nicht für zielführend“, schrieb Noll gestern in einer Pressemitteilung. Einem vorgezogenen Bau der Rampe am Bahnhof Hochdahl räumte die Bahn ebenfalls keine großen Chancen ein. Zumal der Bau einen Stillstand auf der Bahnstrecke mit sich bringe, der Jahre im Vorhinein beantragt werden müsse.

Detlef Ehlert ging hart mit der Bahn ins Gericht: Er erinnerte daran, wie sehr sie der Stadt im vergangenen Jahr Druck gemacht hatte. Innerhalb weniger Monate musste die Stadt der abgespeckten Version einer engen Unterführung und eines Bahnsteigs zustimmen, der für Rollstuhlfahrer teilweise sehr schmal ist.

Sonst wären angeblich die Zuschüsse zum geplanten Ausbau gestrichen worden. „Die Bahn zwang uns, viele Kröten zu schlucken“, sagte Ehlert. „Jetzt fordern wir: Die Bahnschranke muss offen bleiben.“ Sollte sich keine Lösungen abzeichnen, „werden wir prozessieren“, sagte Ehlert und erhielt dafür die volle Unterstützung aller Fraktionen. Der Vorschlag von Regina Wedding, stellvertretende CDU-Bürgermeisterin, die Schranke, wenn schon nicht für Autofahrer, so doch für Fußgänger offen zu lassen, fand großen Anklang. „Wir müssen alle Beteiligten an einen Tisch kriegen und eine Lösung im Sinne der Menschen finden“, betonte Helmut Rohden von der CDU.

An der Entscheidung beteiligt sind Stadt, Kreis, die Behörde Straßen NRW und die Bahn. Außer der Bahn hätten bereits alle ein Entgegenkommen signalisiert. Anfang April soll ein Gutachten des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr vorliegen, ob die Gleise 20 Zentimeter angehoben werden können. Dann könnte man die Ausschreibung des Bahnhofausbaus neu starten und schneller mit der Arbeit beginnen.

27Feb/13

Bahnhof Hochdahl: Rampe vorziehen – heute in der Rheinischen Post:

Bahnhof Hochdahl: Rampe vorziehen

VON ISABEL KLAAS – zuletzt aktualisiert: 27.02.2013

Erkrath (RP). Der behindertengerechte Ausbau des Bahnhofs Hochdahl wurde verschoben. Dennoch soll der Bahnübergang Hildener Straße geschlossen werden. „Ein Unding“, sagt die SPD. Der VRR prüft nun, ob der Bau einer Rampe am Bahnhof vorgezogen werden kann.

Mit Nachdruck arbeitet die SPD daran, dass der schienengleiche Bahnübergang in Erkrath nicht nicht geschlossen wird, bevor der Bahnhof Hochdahl behindertengerecht ausgebaut wurde. „Behinderte Menschen sowie Frauen und Männer mit Kinderwagen müssten mehr als einen Kilometer einfache Strecke auf ansteigenden und teilweise nicht beleuchteten Wegen zurücklegen, um Sparkasse, Kirche oder Ärzte zu erreichen. Dies kann auch von Ihnen nicht gewollt sein“, schreiben Edeltraud Venrooy, stellvertretende Bürgermeistern, und Karin Fink, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Behinderte und Nichtbehinderte der Stadt Erkrath, an das Landesministerium für Arbeit, Integration und Soziales.

Rechtsgrundlage

Bahnhof Hochdahl im Ausschuss

Die Verwaltung wird morgen im Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr unter anderem über die Rechtsgrundlage zur Schließung des Bahnübergang Hildener Straße berichten.

Beginn der Sitzung ist um 17.30 Uhr im Rathaus an der Bahnstraße.

Vorangegangen war eine Mitteilung der Deutschen Bahn zu Beginn des Jahres, dass der behindertengerechte Ausbau des S-Bahn-Haltepunktes Erkrath-Hochdahl sich auf unbestimmte Zeit verschieben würde. Der Grund: Die Fahrzeuge der Linien S5 und S8, die ab Dezember 2014 auch in Erkrath eingesetzt werden sollen, erfordern eine Bahnsteighöhe von 76 Zentimetern. Auch die Linie S 68, die ab 2019 verstärkt durch Erkrath fahren soll, braucht eine niedrigere Bahnsteighöhe. Die Bahnsteige in Erkrath sind aber 96 Zentimeter hoch. Deshalb hat der Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) seine Finanzierungszusage zur Modernisierung zurückgezogen. Entsprechend musste die Deutsch Bahn AG ihre bereits gestartete Ausschreibung zurücknehmen. Baubeginn sollte ursprünglich bereits Ende vergangenen Jahres sein. Jetzt steht er in den Sternen.

„Es kann nicht sein, dass die jahrzehntelange Planung eines behindertengerechten Bahnübergangs mit Rampe im Zusammenhang mit dem Bau der L 403 n auf einen nicht absehbaren Zeitpunkt verschoben wird und zudem zur Schließung des schienengleichen Bahnübergangs bis spätestens August führt“, so Venrooy und Fink. Der VRR hat Verständnis für die Situation der Erkrather. Nach eigenen Aussagen führt er Gespräche mit der „Deutschen Bahn Station und Service AG“, ob der Bau der behindertengerechten Rampe am Bahnhof nicht unabhängig von der Modernisierung vorgezogen werden kann. Die Errichtung eines Aufzuges von der Personenunterführung zum Bahnsteig und die Sanierung des Bahnsteigbelages sowie die Bahnsteigverlängerung würden dann später stattfinden. Nach bisherigem Kenntnisstand seien dafür zwei Jahre Vorlaufzeit erforderlich, so der VRR. Zur weiteren Öffnung des schienengleichen Bahnübergangs konnte der VRR gestern nichts sagen. Generell begrüßen die Behindertenverbände sowie ihr Landesbeauftragter den langfristigen barrierefreien, stufenlosen Zugang zu den Fahrzeugen der S-Bahn-Stationen, wie er in Hochdahl durch den niedrigeren Einstieg in die Bahn entstehen sollen.

09Jan/13

Peter Urban hat Sandheide erneut zum Thema gemacht

Peter Urban Sandheiderstraße 2012

SPD-Ratsmitglied Peter Urban hatte jüngst einige  Anregungen zur besseren Ausschildung des Sandheider Marktes für Fernverkehr/Anlieferungen gemacht, die der Planungs- und Verkehrsausschuss des Stadtrates übernommen hatte und die auch die Stadtverwaltung zügig in entsprechende Beschilderungen übernehmen wollte.
Auch zur konkreten Hinweisung auf den Geschäftsbesatz im Quartier hatte Urban Angebote weiter gegeben. In der aktuellen Berichterstattung der Rheinischen Post über die Entwicklungen in der Sandheide dazu wird ’ne Menge an Fakten, aber auch an Beiläufigkeiten veröffentlicht. „Was ich mich dazu auf Facebook gefragt und dann als Antwort gepostet habe ist das“, schreibt der SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Detlef Ehlert kurz und knapp hier:
„Die sollten mal einen fragen, der wirklich mit den Geschäftsleuten und den Anwohnern dort vernetzt ist: unseren SPD-Ratsfraktionskollegen Peter Urban!
http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/mettmann/nachrichten/stele-und-pfeil-als-blickfang-in-sandheide-1.3127789
Und hinzuzufügen wäre, dass der Ortsverein Hochdahl der SPD einen Arbeitskreis zur Erarbeitung und Umsetzung weiterer Vorschläge zur Attraktivierungssteigerung des Wohn- und Geschäftsviertels in der Mache hat, der bald konkrete Ideen veröffentlichen wird.“
Außerdem verteilt Peter Urban gerade seinen aktuellen Wahlkreisbrief im Sprengel. Der wird dann am Wochenende auch hier abrufbar sein.