Tag Archives: Rheinische Post

24Apr/15

RP-online: Kinder lesen in vielen Sprachen vor

Kinder sind begeistert bei der Sache (Foto: Toni Nezi)

Kinder sind begeistert bei der Sache (Foto: Toni Nezi)

Darüber berichtet jetzt Valeska von Dolega in der Rheinischen Post:
| 00.00 Uhr

Erkrath

Kinder lesen in vielen Sprachen vor
Erkrath: Kinder lesen in vielen Sprachen vor

Erika Risse las mit Kindern der Grundschulen Millrath und der Regenbogenschule am Welttag des Buches. FOTO: Dietrich Janicki
Erkrath. Sara Willwerth hat sichzum des Welttag des Buches etwas einfallen lassen. Klassenweise lasen am Hochdahler Markt Kinder vor: in allen Sprachen der Welt. Von Valeska von Dolega

Für jedes Kind gab es „Ich schenk dir eine Geschichte“. „Coole Sache“, urteilte Alex. Dem Zehnjährigen hätte Buchhändlerin Sara Willwerk kein schöneres Präsent machen können als mit diesem Buch. „Ich verbringe viel Zeit mit Lesen.“ Wie seine Klassenkameradinnen Manal und Miriam (beide 10) bevorzugt er bei der Lektüre Krimis. „Ich mag es, wenn es schön gruselig ist.“ Allerdings ist der Viertklässler ist auch „offen für andere Geschichten“.

Über den Tag verteilt griffen immer wieder Kinder zu Büchern, um daraus vorzulesen. Zum Dank für die Leistung gab es ein Geschenk.“Bei uns im Unterricht spielt Lesen eine zentrale Rolle“, erklärte Anja Elkemann, Klassenlehrerin der 4a an der GGS Millrath. Schlicht deshalb, weil es in vielen Familien „bloß nebensächlich ist“.. Wie viel diese Auseinandersetzung mit Sprache im Allgemeinen und Worten im Besonderen bewirkt, zeigte der Vortrag von Max (10). Er hatte sich ein Lieblingsbuch gegriffen und trug nun laut vor. Das gelang so beeindruckend, dass seine Zuhörer applaudierten.

Anlässlich des Welttags des Buches, der gestern deutschlandweit mit verschiedenen Aktionen gefeiert wurde, hatte sich Sara Willwerth von der Buchhandlung Weber etwas Besonderes einfallen lassen. Wie in jedem Jahr. Diesmal hatte sie vor ihrem Geschäft am Hochdahler Markt zwei zirkuszeltartig bunte Schirme aufstellen lassen. Darunter lagen Sitz- und Kuschelkissen sowie jede Menge Lektüre. Nicht nur auf deutsch, sondern international. „I have the right to be a child“ oder „J’ai le droit d’être enfant“ hießen entsprechende Titel, „Wir wollten ein Zeichen setzen“, sagte die Buchhändlerin. Und die Vielsprachigkeit der in Erkrath lebenden Kinder abbilden. Aus Italien, Polen, Albanien oder der Ukraine stammen beispielsweise die Schüler, die Gabriele Petroschka in der 4a der GS Regenbogenschule unterrichtet. Auch in ihrem Lehrplan steht Lesen im Mittelpunkt. Dazu zählt auch der Vortrag vor der Klasse. „Dieses sich präsentieren fördert Kompetenzen“, sagt die Lehrerin. „Der Lesevortrag jetzt ist wichtig, um später frei sprechen zu können.“ Nebenbei werden das Selbstwertgefühl gestärkt und spannende Geschichten erlebt.

„Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab“, „Du hast angefangen! Nein du!“ und „Ole Unsichtbar“ waren Titel, aus denen die Viert- und Fünftklässler der verschiedenen Schulen vortrugen. Und viele der Marktbesucher, die eigentlich bloß Brot und Blumen kaufen wollten, verlängerten ihren Aufenthalt und hörten zu. „Eine schöne Aktion“, fand Lieselotte Laubach. „Das ist mal was anderes, als wenn die Kinder immer bloß am Computer sitzen und spielen.“

Quelle: RP
22Mrz/15

Marita Jüngst in der RP: Kandidatenrunde mit vielen Bürgern

Kandidatenrunde mit vielen Bürgern
Erkrath: Kandidatenrunde mit vielen Bürgern

Die Stadthalle Erkrath war gestern Abend bei der Diskussionsrunde sehr gut besucht. FOTO: achim blazy
Erkrath. Die drei Anwärter fürs Bürgermeisteramt stellten sich gestern in der Stadthalle den Fragen der Wähler. Von Marita Jüngst

Drei Männer wollen im September Bürgermeister von Erkrath werden: Christoph Schultz (CDU), Detlef Ehlert (SPD) und Reinhard Knitsch (Grüne). Um diesen Posten zu bekommen, müssen sie keinen Personalchef von sich überzeugen, sondern die Wähler. Eine erste Gelegenheit, dies im größeren Rahmen zu tun, hatten die Drei gestern Abend in der Stadthalle Erkrath. Der Seniorenrat hatte zu einer ersten Diskussionsrunde mit den Kandidaten eingeladen. Die war sehr gut besucht, “nur leider sind sehr wenig junge Menschen gekommen”, sagte Timo Kremerius, Vorsitzender des Seniorenrats und Moderator des Abends.

Wer einen Job haben will, muss sich erst mal vorstellen, erklären, welche Ziele er hat und schließlich die Fragen der Bürger beantworten. Genau nach diesem Schema war auch die gestrige Veranstaltung aufgebaut.

Thema Heimvorteil Detlef Ehlert (56) ist in Erkrath geboren und lebt seither dort. Er engagiert sich seit Jahren im Stadtrat und ist ehrenamtlich aktiv. Er ist bekannt in der Stadt. Ebenso Reinhard Knitsch (53), der zwar nicht in Erkrath geboren wurde, aber schon in seiner Jugend dorthin zog. Ebenso wie Ehlert ist er seit Jahren mit dem politischen Geschehen der Stadt bestens vertraut. Christoph Schultz dagegen kommt aus dem benachbarten Unterbach. Für ihn kein Nachteil: “Ich habe so einen unbefangenen Blick auf die Stadt”. Außerdem wird er im August nach Erkrath ziehen.

Thema Aufgaben Ein Bürgermeister ist nicht nur Chef der Verwaltung, er muss sich auch um die Bürger kümmern. Da waren sich die drei Kandidaten einig: Ein offenes Ohr haben wie Ehlert, sich mit der Stadt verbunden fühlen wie Knitsch und “mit den Bürgern kommunizieren wie Schultz. Der hatte auch gleich eine Idee aus seinem politischen Bezirk Unterbach mitgebracht. “Ich möchte mindestens einmal im Jahr mit der Verwaltung in jeden Stadtteil gehen, um dort mit den Bürgern ins Gespräch kommen.”

Thema Mehrheiten Da liegt der Vorteil bei Christoph Schultz, denn würde er Bürgermeister, hätte er die Mehrheit des Rates hinter sich. “Es ist leichter, wenn der Bürgermeister die Farbe der Mehrheit hat.” Detlef Ehlert setzt auf Kommunikation, will als Bürgermeister die Fraktionen bei strittigen Fragen an einen Tisch holen, um den dann mit einem Konsens zu verlassen. Reinhard Knitsch erklärt, dass der Bürgermeister im Kräftespiel der Mehrheiten auch eine Stimme habe und auf Dinge durchaus Einfluss nehmen könne.

Quelle: RP
29Jul/14

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht ;-)

Streuobstwiese in  Erkrath

Streuobstwiese in Erkrath

Die Rheinische Post berichtet jetzt zum Vorschlag der SPD, dass die  Stadt Erkrath sich an der Spendenkonto-Aktion des Landes NRW beteiligen möge, um Wiederaufforstungen und Baumpflanzungen in Erkrath auch mit Bürgergeldspenden zu unterstützen… http://www.rp-online.de/nrw/staedte/erkrath/erkraths-buerger-sollen-baeume-spenden-aid-1.4415358

21Jul/14

Vize-Bürgermeisterin ist ein Meisje – Auch die Rheinische Post stellt Sabine Lahnstein vor

Stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Lahnstein

Stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Lahnstein

Erkrath. Sabine Lahnstein ist nach Jahrzehnten in den Niederlanden nach Erkrath zurückgekehrt. Die SPD ist Familientradition. Von Isabel Klaas

So ganz angekommen ist Sabine Lahnstein in Erkrath noch nicht. Auf dem Gutshof in Bruchhausen zeugt noch eine Ons-Oranje-Fußball-Flagge davon, dass die neue Vizebürgermeisterin während der WM auch der Nationalmannschaft des Nachbarlandes die Daumen gedrückt hat. Und außerdem, verrät sie ein bisschen kleinlaut, habe sie noch die holländische Staatsangehörigkeit. Und zwar ausschließlich die holländische. „Ich muss mir einfach mal viel Zeit nehmen und die ganzen Formalitäten auf mich nehmen, um mich hier wieder einbürgern zu lassen“, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin der SPD. „Natürlich will ich wieder Deutsche sein.“

Nachdem sie einen Holländer geheiratet hatte, ist Sabine Lahnsein für viele Jahre ins Nachbarland in die Nähe von Bergen op Zoom gegangen. Dort hat die gelernte Bürokauffrau zuletzt im Management einer Supermarktkette gearbeitet und zwei Kinder großgezogen: Chantal (heute 31) und Dennis (29). 2002 kehrte sie zurück in die Heimat, um den Betrieb ihres Vaters Volker Lahnstein zu übernehmen. Der macht vor allem Werbeberatung und vertreibt Werbemittel für die SPD und Gewerkschaften. Ein Jahr wohnte Sabine Lahnstein in Hilden, um dann ins sehr idyllische Bruchhausen mitten im Naturschutzgebiet umzusiedeln.

Die Nähe zur sozialdemokratischen Politik wurde ihr quasi vererbt. „Fast die gesamte Verwandtschaft ist in der SPD“, sagt sie. Allen voran ihr Onkel Manfred Lahnstein, der übrigens auch mal stellvertretender Bürgermeister in Erkrath war, und kurze Zeit Finanzminister unter Helmut Schmidt. Aber auch die anderen zwei Onkels sowie der Opa, der Erkrather Hausarzt Walter Lahnstein, waren der SPD zugetan.

Nach neun Jahren Parteizugehörigkeit will nun auch Sabine Lahnstein ihre politische Richtung öffentlich vertreten und für die Erkrather Bürger als Ansprechpartnerin da sein. Zwischenzeitlich hatte sich die 51-Jährige mit Managementerfahrung im Januar dieses Jahres auch mal als hauptamtliche Bürgermeisterkandidatin aufstellen lassen wollen.

„Ich dachte, ein neues Gesicht könnte Erkrath gut tun“, sagt sie unverblümt. „Und Frauenpower an der Spitze eventuell auch.“ Kurzfristig hatte sie sich jedoch aus gesundheitlich Gründen von dem Posten verabschiedet und ihn dem altgedienten Kollegen Detlef Ehlert überlassen. Ein Rücktritt ins zweite Glied ist der Stellvertreterposten für sie nicht: „Ich bin überzeigt von dem, was ich mache“, sagt sie. „Das macht mir Spaß.“

Ganz so viel Zeit wie die Kollegin Regina Wedding von der CDU wird die Geschäftsfrau wohl nicht in die Arbeit der stellvertretenden Bürgermeisterin stecken können. Denn der Familienbetrieb in Bruchhausen muss weiterlaufen. Hilfe hat sie von der Tochter sowie der Schwiegertochter und zwei Aushilfen. „Ich werde mich aber immer bemühen, eine Lösung zu finden, sobald ein Bürger mich anspricht“, sagt sie. Und das wünscht sie sich sehr.

Vier erste öffentliche Auftritte hat Lahnstein jetzt hinter sich: Abi-Feiern in den Gymnasien, den Besuch eines Konzertes der Singpause, eines Projektes für Grundschulkinder. Auch ihre erste Rede hat sie gehalten – vor dem SPD-Kreisparteitag. „Das war nur eine Begrüßung“, sagt sie. Gewöhnt ist sie das freie Reden in der Öffentlichkeit noch nicht. Aber da setzt sie auch auf die Schützenhilfe ihrer Vorgängerin Edeltraud van Venrooy.

Als Ratsfrau sitzt Lahnstein im Haupt- und Finanzausschuss und im Ausschuss für Schule, Sport und Soziales. Kinder und Jugend werden dann auch ihre Schwerpunkte sein. Und das Repräsentieren.

Was sie an Erkrath liebt? „Dass wir hier Natur in Hülle und Fülle haben und dass die Erkrather sich sehr für ihre Heimatstadt engagieren. Gunnar Greuel von der Hochdahler Givebox und seine Idee, eine Eisbahn und ein Winterdorf an den Hochdahler Markt zu holen, findet sie fantastisch. „Das wäre eine Aufwertung für Hochdahl. Ich verstehe nicht, warum sich die ansässigen Geschäftsleute nicht an der Bandenwerbung zur Finanzierung beteiligen“, sagt sie.

Was besser sein könnte? „Vieles müsste schneller gehen und nicht so endlos lange von der Politik diskutiert und debattiert werden“, sagt sie. Die Belebung der Zentren von Alt Erkrath und Sandheide sieht sie problematisch. „Man müsst ordentlich investieren und würde dann vielleicht sehen, dass es trotzdem nicht funktioniert. Das macht doch kein Geschäftsmann.“ Zu Pose Marré steht sie eher kritisch: „Ich weiß nicht, ob die Leute, die dort hinziehen, eine Verbindung zu Erkrath haben und sich hier engagieren.“ Letztlich ist besonders der alte Ortsteil für sie ein Dorf, in dem jeder jeden kennt.

Der Job als Stellvertreterin des Bürgermeisters lässt ihr Zeit genug für ihre Leidenschaften: die Hunde Brownie und Quincy, den Enkel Fynn und Hof und Garten. „Ein Spaziergang am Tag muss sein“, sagt sie. Und auch die Wahlheimat Niederlande ist nicht aus ihrem Leben gestrichen.

Zweimal im Jahr geht es zum Urlaub an die Nordseeküste nach Renesse. Und mehrfach im Jahr geht zum Einkaufen über die Grenze. Saté-Spieße, das „pampige Weißbrot“, Gebäck und Schokolade füllen bei der Rückkehr unter anderem den Kofferraum.

Die Vorliebe für Holland und die Menschen dort hat sie sich erhalten: „Ich lieb die Offenheit, dass man jederzeit jeden ohne Voranmeldung besuchen kann.“ Auch Sabine Lahnstein hält nicht viel von verschlossenen Türen. Sie nimmt sich ein Beispiel an den Holländern: Dort sind die Hintertüren immer geöffnet“, sagt sie. Die Gemütlichkeit der kleinen, gepflegten Orte und das ausgeprägte Wir-Gefühl haben es ihr angetan. Aber zurück zieht es die stellvertretende Bürgermeisterin nicht.

Quelle: RP
17Apr/14

Detlef Ehlert: Einsatz lohnt sich – Bahnhof Hochdahl wird jetzt barrierearm umgebaut

Dafür haben wir gekämpft, das haben wir erreicht:

Die Deutsche Bahn wollte den „barrierefreien“ bzw. behindertengerechten Umbau der Zugänge zum Bahnhof Hochdahl und den Bau der Fußgängerrampe zur Hildener Straße auf die lange Bank schieben und die Schranke zumachen.

Ihr und unser gemeinsamer Protest hat bewirkt, dass die Bahn den Fußgänger­überweg über die Gleise nicht geschlossen hat und dass die Rampe jetzt endlich gebaut wird.

Das geht nicht ohne Beeinträchtigungen für die Anwohner und die S-Bahn-Reisen­den, wie der Zeitungsartikel hier aus der Rheinischen Post aufzeigt. Aber es geht voran!

Ihre SPD

Marleen Buschmann & Karin Fink, Stadtratskandidatinnen

Detlef Ehlert, Stadtrats- und Kreistagsmitglied

Rampenbau am Bahnhof Hochdahl startet
Erkrath: Rampenbau am Bahnhof Hochdahl startet
Erste Bauarbeiten am S-Bahnhof Hochdahl zeigen: Es geht los. FOTO: Dietrich Janicki
Erkrath. Jetzt wurden die Bauzäune am Bahnhof Hochdahl aufgestellt. Endlich wird die lang ersehnte Rampe für Fußgänger gebaut. 30 Parkplätze fallen vorübergehend weg. Von Isabel Klaas

Die Deutsche Bahn AG hat mit den Vorarbeiten zum Bau der Fußgängerrampe am Bahnhof in Hochdahl begonnen. Eigentlich hätte der behindertengerechte Ausbau des Bahnhofs schon Ende 2012 starten sollen. Doch die Erkrather Bahnsteige, die zu den wenigen gehören, die für die neuen Fahrzeuge zu hoch sind, machten ein Umdisponieren nötig. So wird jetzt erst einmal die dringend notwendige Fußgängerrampe gebaut, ehe 2016 der übrige Bahnhof modernisiert wird. Laut Bahn folgen in zwei Jahren: die Verlängerung der Bahnsteige, ein Aufzug, ein Wegeleitsystem, ein Wetterschutz und eine neue Beleuchtung.

Für die Bürger bedeutet der Baubeginn erst einmal: 30 Parkplätze auf dem P+R-Platz an der Hauptstraße fallen vorübergehend weg, einschließlich der zugehörigen Zufahrt, da dort eine Baugrube und ein Materiallagerplatz eingerichtet werden. Der Ziegeleiweg wird für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Hierdurch kann der Ortsbus 5 nicht mehr unmittelbar bis zum Bahnhof fahren. Die Haltestellen „Feuerwache“, „Hochdahl S“ und „Hüttenstraße (Steig 1)“ entfallen. Auf der Schimmelbuschstraße wird eine Ersatzhaltestelle eingerichtet.

„Der Bau der Fußgängerrampe wird nicht ohne Beeinträchtigung der Anwohner vonstatten gehen“, hatte die Bahn noch Mitte vergangenen Jahres um Verständnis geworben. „Die Bauarbeiten werden in einem engen Zeitrahmen während des laufenden Bahnbetriebs durchgeführt. Bestimmte Arbeiten sind jedoch nur ohne Zugverkehr möglich. Daher werden kurzfristig Baumaßnahmen in die Abend- und Nachtstunden verlegt. Die Bahn bemüht sich, die Belästigung auf ein Minimum zu reduzieren.“

Vorangegangen war dem lange ersehnten Bau der Rampe unter anderem eine heiße Diskussion um die komplette Schließung des beschrankten Bahnübergangs, der für Rollstuhlfahrer und Rollatornutzer einen Umweg von mehreren Hundert Metern mit sich gebracht hätte. Die Bürger hatten sich mit massivem Protest schließlich durchsetzen und die Teilung von Alt-Hochdahl durch eine permanent verschlossene Schranke verhindern können. Zumindest die Fußgänger dürfen bis zur Fertigstellung der Rampe im September den beschrankten Übergang noch nutzen.

Die Bahn hatte vor zwei Jahren kurz vor der geplanten Komplettsanierung des Bahnhofs den schockierten Erkrathern plötzlich mitgeteilt, dass diese auf unbekannte Zeit verschoben werden müsse. Die Deutsche Bahn AG hatte festgestellt, dass für die neuen S-Bahnen die Bahnsteige in Erkrath 20 Zentimeter zu hoch sind. Dabei handelt es sich besonders um die Linien S5 und S8, die ab Dezember dieses Jahres eingesetzt werden sollen.

Mit ihrer Intervention hatten Politik und Verwaltung es schließlich geschafft, dass der Bau der Behinderten-Rampe unabhängig von den Gleisbauarbeiten und der übrigen Modernisierung vorzeitig in Angriff genommen werden konnte.

Quelle: RP

 

01Apr/14

Fracking? Nein danke!

Detlef Ehlert, hier bei Gesprächen zur Verbesserung der Spielplatzaustattung in Erkrath

Detlef Ehlert, hier bei Gesprächen mit besorgten Müttern zur CO-Pipeline in Erkrath

Die Rheinische Post machte gestern „auf“ mit dem Skandal-Artikel und sorgte damit für eine ganze Reihe haltloser Spekulationen. Wie Detlef Ehlert, Fraktionsvorsitzender der SPD-Ratsfraktion in Erkrath und Mitglied zugleich im Kreistag, mitteilte, ist gerade gestern erst im Kreisausschuss dargelegt worden, dass es keinerlei neuen Erkenntnisse zum Fracking im Kreis gebe: Der Kreistag wolle es nicht, die Kreisverwaltung und der Landrat auch nicht und neue Anträge oder Anfragen von Bayer oder Wintershall dazu gebe es entgegen der Rheinischen-Post-Berichterstattung auch nicht.

Also vorläufig jedenfalls, ist Ruhe im Schacht angesagt… Detlef Ehlert, Fraktionsvorsitzender der SPD im Erkrather Stadtrat, hatte schon letzte Woche, als erste Gerüchte aufkamen, dass Fracking nun doch erlaubt werden sollte, klar Einhalt geboten und gefordert, dass Überlegungen zum Fracking ein für alle Mal eingestellt werden sollten. Im dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen und erst recht im Kreis Mettman mit seinen Trinkwasservorkommen sei eine solche Technologie völlig unangemessen.

Auch der Stadtverbandsvorstand der SPD-Erkrath, der gestern unter Vorsitz von Klaus Bauer zur Besprechung lokalpolitischer Themen zusammen gekommen war, bekräftigte in einem Beschluss zum Thema seine grundsätzliche Ablehnung gegen Fracking und ähnliche Versuche, giftige Chemiecocktails in die Erde und in das Grundwasser zu verbringen. Das sei eine ähnliche Situaion wie die Einstellung zur CO-Pipeline. Ehlert: „Sowohl bei der CO-Durchleitung wie beim Fracking gilt es bereits den Anfängen zu wehren. Solche Techniken haben hier nichts zu suchen und wir im Kreis Mettmann wehren uns dagegen, Versuchsobjekte zu werden – wir wollen weder die eigentliche Technik hier ausprobieren lassen noch die Leidensfähigkeit der Bevölkerung gegen soche „Versuchsanordnungen“ austesten lassen“.

03Jul/13

Bürgerbüro in Unterfeldhaus?

Kommt nun ein Bürgerbüro nach Unterfeldhaus – und zu welchen Kosten? Wollen, wollen alle Parteien eine solche Servicestation im kleinsten, sich stets vernachlässigt fühlenden Ortsteil. Brauchen die Unterfeldhauser ein Bürgerbüro aber wirklich? Um einmal in zehn Jahren einen Personalausweis zu beantragen oder einen Reisepass? Dafür eher nicht. Um Theaterkarten zu erwerben, die auch telefonisch vorbestellt werden können, auch nicht. Gelbe Säcke des Dualen Systems oder Laubsäcke im Herbst, die gibt es auch beim örtlichen Raiffeisen-Markt.

Was bleibt? Das Gefühl der „Vernachlässigung“? Reicht das für zusätzliche Geldausgaben der Stadt, die ohnehin „klamm“ ist?

Eine schwierige Entscheidung. Detlef Ehlert, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion hatte deshalb jetzt einen neuen Anlauf bei der Kreissparkasse Düsseldorf gestartet: In der Filiale der Kreissparkasse am Neuenhausplatz ist eine Unterbringung des Bürgerbüros räumlich sicher möglich, die „akustische“ Abschirmung und die Übersicht der Sparkassenbeschäftigten über die neue, zusätzliche Kundschaft an dem Platz ist schwierig. Aber einen Versuch ist es wert, dort stundenweise ein Bürgerbüro einzurichten. Alle anderen Überlegungen aber würden zu teuer werden und angesichts eines durchschnittlichen Besucheraufkommens von rund 40 Unterfeldhauser Bürgern pro Woche in den heutigen Bürgerbüros in Alt-Erkrath und in Hochdahl wohl auch nicht zu rechtfertigen, wenn insbesondere dafür auch noch je zwei Beschäftigte aus den anderen Bürgerbüros „abgezogen“ werden müssten.

Mehr dazu steht hier in der Rheinischen Post

01Mai/13

Die Rheinische Post schreibt: Der Bau der Rampe ist doch eher möglich

Der Bau der Bahnrampe ist doch eher möglich

VON ISABEL KLAAS – zuletzt aktualisiert: 01.05.2013

Erkrath (RP). Es sieht so aus, als würde die Schranke in Hochdahl nicht im August geschlossen, wenn es keine akzeptable Alternative für Menschen mit Körperbehinderungen gibt, die Gleise zu queren. Dienstagnachmittag saßen die „Kreuzungsbeteiligten“ des Bahnübergangs Hildener Straße in Erkrath zusammen. Es handelt sich um Stadt, Kreis, die Bahn, die Behörde Straßen NRW und den Verkehrsverbund Rhein Ruhr.

Ohne akzeptable Alternative für Körperbehinderte wird die Schranke in Hochdahl nicht dichtgemacht. Foto: Dietrich Janicki

 

Ohne akzeptable Alternative für Körperbehinderte wird die Schranke in Hochdahl nicht dichtgemacht. Foto: Dietrich Janicki

„Es war ein erfreuliches Gespräch, bei dem alle an einem Strang zogen“, sagt der Technische Beigeordnete Fabian Schmidt auf Anfrage der RP. Konkrete Daten seien zwar noch nicht festgezurrt worden, aber man sei sich einig gewesen, für die Bürger keine unzumutbaren Umwege zu schaffen, indem die Schranke geschlossen wird, obwohl der behindertengerechte Ausbau des benachbarten Bahnhofs noch längere Zeit auf sich warten lasse. Eventuell könne der Bau der Rampe vorgezogen werden, sagte Schmidt. Diese Maßnahme könne auf jeden Fall vom Gesamtpaket Bahnübergang, in dem auch die Anhebung der Gleise vorgesehen ist, entkoppelt werden. So wäre man in der Lage, die Bauzeit für die Rampe zu verkürzen. Das wäre wiederum positiv, denn während des Rampenbaus muss die Strecke für den Zugverkehr gesperrt werden.

Im Juni werden alle Beteiligten erneut im Erkrather Rathaus zusammensitzen und sich über konkrete Zeitpläne unterhalten, sagte Schmidt. Ende vergangenen Jahres hatte die Bahn mitgeteilt, dass der behindertengerechte Ausbau des S-Bahn-Haltepunktes Erkrath-Hochdahl sich auf unbestimmte Zeit verschieben würde. Baubeginn sollte ursprünglich Ende 2012 gewesen sein.

http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/mettmann/nachrichten/der-bau-der-bahnrampe-ist-doch-eher-moeglich-1.3368193

19Mrz/13

Bahn schließt Schranke – und die CDU will Bürgermeister zum Verhandeln auffordern….?

Das ist doch kaum zu glauben: Die Bahn bleibt dabei, den Bahnübergang in Hochdahl schließen zu wollen und der CDU fällt nichts anderes ein, als die Verwaltung zu beauftragen mit der Bahn zu verhandeln? Wenn der Bürgermeister (von der CDU…!) das nicht bereits lange tut, gehört er ja wohl schon längst abgelöst…!
http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/mettmann/nachrichten/die-einzige-loesung-schranke-oeffnen-1.3266372

Immerhin scheint es „hinter den Kulissen“ Bewegung zu geben: Natürlich finden längst Gespräche zwischen Stadt- und Kreisverwaltung bzw. Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und der Deutschen Bahn statt. Da wird ausgelotet, unter welchen Voraussetzungen der Bahn ermöglicht werden könnte, die Schranke doch länger als bis zum August dieses Jahres auf zu lassen.

Die SPD, so ihr Fraktionsvorsitzender Detlef Ehlert, werde daher gemeinsam mit anderen Fraktionen dem Planungs- und Verkehrsausschuss (PlUV), der das Thema Bahnübergang am Donnerstag auf der Agenda hat, diesen Antrag vorlegen:

„Der PlUV begrüßt die Gespräche zwischen Stadtverwaltung, VRR und Bahn-AG, die mit dem Ziel geführt werden, die Schrankenanlage am S-Bahn-Haltepunkt in Hochdahl solange in Betrieb zu halten, bis ein behindertengerechter Zuweg / Rampe zwischen den Ortsteilen in Alt-Hochdahl errichtet sein wird.“

06Mrz/13

Isabel Klaas in der Rheinischen Post: Steinbrück unterschreibt für Schranke

VON ISABEL KLAAS – zuletzt aktualisiert: 06.03.2013

Erkrath (RP). Die SPD übergab gestern 1287 Unterschriften an den Kanzlerkandidaten. 150 Bürger demonstrierten für den Übergang.

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In den Kommentaren vom Montag macht sich angesichts des neuen Fehltritts von Peer Steinbrück Staunen, zum Teil sogar Fassungslosigkeit breit. Die Pressestimmen.

Großer Bahnhof für Peer Steinbrück – im wahrsten Sinne des Wortes. Die SPD hatte 150 Leute mobilisiert, die am Bahnhof Hochdahl dem Bundestagsabgeordneten und Kanzlerkandidaten 1287 Unterschriften übergaben, mit denen sie erreichen wollen, dass der beschrankte Bahnübergang geöffnet bleibt. Wie berichtet, hatte die Deutsche Bahn den für letztes Jahr vorgesehenen behindertengerechten Ausbau des benachbarten Bahnhofs unerwartet verschoben. Dennoch soll die Schranke ab August dieses Jahres für immer geschlossen bleiben.

Das würde bedeuten, dass besonders körperbehinderte Menschen einen Umweg von über einem Kilometer nehmen müssen, um ihre täglichen Besorgungen erledigen zu können. Viele Betroffene mit Rollstuhl und Rollator erwarteten gestern Peer Steinbrück, um ihm ihr Leid zu klagen.

Bahnhof Hochdahl

Bahnsteighöhe verzögert Ausbau

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr prüft zurzeit, ob die Schienen um 20 Zentimeter angehoben werden können. Die S-Bahnen, die der VRR einsetzen will, brauchen eine Bahnsteighöhe von 76 Zentimetern. Der Bahnsteig in Hochdahl ist 96 Zentimeter hoch. Bei den Planungen zum behindertengerechten Ausbau des Bahnhofs war dies nicht berücksichtigt worden.

Annelie Günther, zu 80 Prozent schwer behindert, wohnt am Neanderweg. Sie geht jenseits der Schranke zum Bäcker und zur Apotheke. Vor allem aber besucht sie ihre Freunde, die in einem barrierefreien Haus in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs wohnen, und den Johanniter-Treff. „Wie soll ich da hinkommen, wenn die Schranke zu ist?“, fragt sie.

Auf den Bahnsteig kommt sie schon lange nicht mehr. „Ich muss immer jemanden bitten, der mich die Treppen hinauf und hinunter bringt“, sagt sie. Petra Krause leidet an Multipler Sklerose. Sie ist mit dem Rollstuhl unterwegs. „Ich bin vor sieben Jahren extra an die Hildener Straße gezogen, weil ich dachte, hier gut leben und alles allein erledigen zu können. Wie soll ich beispielsweise im Regen mit Schirm einen Umweg von einem Kilometer machen können? Wenn die Schranke geschlossen wird, brauche ich jemanden, der alle Einkäufe für mich übernimmt“, sagt sie. „Es ist schizophren, einen Ortsdurchgang einfach zu sperren“, sagt eine andere Dame erbost. Aber es sind nicht nur die Körperbehinderten, die gegen Bahn und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr wettern. Es sind auch die Geschäftsleute von der Hildener Straße, die befürchten, dass der Käuferstrom unterbrochen wird. Anna Maria Schlebusch, Sprecherin der Werbegemeinschaft Hochdahl, erzählt: “ ,Warten Sie mal, bis die Schranke zu ist, dann wird alles besser‘, hat man uns immer vertröstet. Wenn jetzt die Schranke dicht gemacht wird, ohne dass der Bahnhof ausgebaut ist, wird alles schlechter“, sagt sie.

Peer Steinbrück ließ sich von Erkraths SPD-Chef Detlef Ehlert die Umstände erklären und hörte den Leuten geduldig zu. „Man muss diesen spezifischen Bahnübergang in Erkrath erhalten“, pflichtete er den Anliegern bei und setzte zum Zeichen der Solidarität auch seinen Namenszug auf die Unterschriftenliste. Er sei zuversichtlich, im Gespräch mit Bahnchef Rüdiger Grube etwas für die Erkrather tun zu können. Über den Fortgang an der Bahnkreuzung haben vier Parteien zu befinden: die Deutsche Bahn, der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, Straßen NRW und der Kreis. Die vier beziehen sich auf einen Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 1999, nachdem der so genannte schienengleiche Übergang geschlossen werden sollte, sobald die Umgehungsstraße L403 n fertig sei. Das wäre kein Problem gewesen, wenn der Bahnhof Hochdahl zeitnah behindertengerecht ausgebaut worden wäre. Der allerdings wurde wegen eines Problems mit der Bahnsteighöhe vorläufig auf Eis gelegt.