Tag Archives: Stolpersteine

10Mai/15

Hanna Eggerath erhält BürgerInnen-Preis 2014 der Stadt Erkrath

Hanna Eggerath

Hanna Eggerath

In der Ratssitzung am kommenden Dienstag steht die Verleihung des BürgerInnen-Preises der Stadt Erkrath an. Damit werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für unsere Stadt engagieren. Das kann auf sozialem, kulturellem oder ökologischem Gebiet sein.

SPD-Ratsfraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat Detlef Ehlert hatte Hanna Eggerath für die Ehrung vorgeschlagen, der zuständige Haupt- und Finanzausschuss ist ihm darin gefolgt.

Ehlert hatte den Vorschlag so begründet: „Hanna Eggerath hat sich über viele Jahre so akribisch wie erfolgreich mit der Erforschung der Erkrather Heimatgeschichte, ihrer Aufarbeitung und der Infor­mation der Öffentlichkeit darüber betätigt. Wir verdanken ihr Erkenntnisse über die Geschichte einzelner Örtlichkeiten und Ortsteile in der Stadt und des Neandertals sowie über naturkundliche, kulturelle und gesellschaftspolitische Begebenheiten auf dem Gebiet der heutigen Stadt Erkrath.

Insbesondere hat sich Hanna Eggerath mit der Aufarbeitung der düsteren Kapi­tel unseres Gemeinwesens in den Jahren der nationalsozialistischen Gewalt­herr­schaft verdient gemacht und teils durch eigene Veröffentlichungen, teils durch die Theaterinszenierungen von Efithea öffentlich zugänglich gemacht.

Beispiele für diese Arbeiten sind Eggeraths Beiträge für die Errichtung eines Mahn­mals für die Opfer der Nazigräuel in Erkrath, die Würdigung nament­lich bekannter Opfer durch Stolpersteine in der Stadt.

(http://www.wz-newsline.de/lokales/kreis-mettmann/mettmann/erkrath-stolpersteine-sollen-bald-online-sein-1.490401)

Ihre Beiträge zur Geschichte des über Trills abgestürzten Kampfbombers

(sh.: http://www.wz-newsline.de/lokales/kreis-mettmann/erkrath/halifax-absturz-1944-verwandte-eines-kriegsopfers-besuchen-erkrath-1.950078)

und der Mühlen entlang der Düssel

(vgl.: http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/mettmann/nachrichten/hanna-eggeraths-muehlen-1.2844073)

oder zu Haus Unterbach sind dokumentiert

(http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/mettmann/nachrichten/lebendiges-mittelalter-1.904603).

Auch der Landschaftsverband Rheinland wertschätzt die Person Hanna Egge­rath und ihre Arbeit. Er würdigte sie mit der Verleihung des Rhein­land­talers – und Bürgermeister Werner schließt sich dem mit Stolz auch für unsere Stadt ausdrücklich an:

http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/mettmann/nachrichten/hanna-eggerath-geehrt-1.905675

Es ist nunmehr höchste Zeit, dass auch die Stadt Erkrath ihrer Bürgerin Hanna Eggerath die gebotene Anerkennung zollt und ihr den Bürgerinnen- und Bürgerpreis 2014 verleiht.“

29Mrz/14

Erinnerung darf nie verlöschen…

Uwe Koopmann, Detlef Ehlert

Uwe Koopmann, Detlef Ehlert

Kaum waren die Nazis 1933 an die Schalthebel der Macht gelangt, begann auch schon der Missbrauch von Recht, Gesetz und demokratischen Traditionen. Das betraf auch Erkrath. Denn drei Erkrather Bürger – Emil Schmidt, Peter Hupertz und Otto Lukat – waren 1932 zwar zunächst wegen des Verdachts auf Beteiligung an einer Schießerei festgenommen worden, bei der der Erkrather SS-Mann Kurt Hilmer erschossen worden war. Schließlich entliess die Staatsanwaltschaft allerdings aus Mangel an Beweisen die genannten Mitglieder der KPD aus der Haft. Die Nazis jedoch „rollten“ den Fall 1933 wieder auf und inhaftierten nicht nur diese drei Männer und weitere sieben Gerresheimer, sondern in eine Schauprozess wurden die Erkrather zum Tode verurteilt und am frühen Morgen des 27. März 1934 in der Ulmer Höh‘, dem Düsseldorfer Gefängnis, enthauptet.

An dieses Unrecht erinnern in Erkrath drei Stolpersteine, mit den Namen und biografischen Daten der Ermordeten versehene Messingtafeln auf Pflastersteinen vor den Wohnhäusern der drei an der Schlüterstraße bzw. auf dem Rathelbecker Weg. Die Stolpersteine sind dort vom Kölner Künstler Gunter Demnig 2007 verlegt worden.

Am 80. Todestag fand nun erneut eine Gedenkveranstaltung statt, bei der Stellvertretende Bürgermeisterin Regina Wedding eine Mahnrede hielt und vor allem auch AbiturientInnen des Gymnasiums an Neandertal ergreifende Wortbeiträge beisteuerten. Die Patenschaft über diese drei Stolpersteine hat der Düsseldorfer Lehrer Uwe Koopmann übernommen, der hier auf dem Foto abgebildet, die Gäste der Veranstaltung begrüßt, unter ihnen auch der Erkrather SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Detlef Ehlert

20Jan/12

Erkrath ehrt Peter Hupertz

Verlegung eines „Stolpersteins“ in Erkrath Die Stadt Erkrath lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zur Verlegung des Stolpersteins für das Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, Peter Hupertz, ein.

Künstler Gunter Demnig wird am Montag, dem 06. Februar 2012, um 9:30 Uhr am Rathelbecker Weg 11, 40699 Erkrath den Stolperstein in das Gehwegplaster einlassen.

Es handelt sich hierbei um eine Messingtafel mit einer Inschrift, die ebenerdig in den Bürgersteig eingesetzt wird und an das Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnert. Nähere Informationen zum Projekt „Stolpersteine“ finden Sie unter www.stolpersteine.com.

Zu Beginn der Veranstaltung wird die 1. stellvertretende Bürgermeisterin Frau Edeltraud van Venrooy eine Ansprache halten. Die anschließende Verlegung des Stolpersteins wird von Bläsern der Jugendmusikschule Erkrath musikalisch untermalt. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums am Neandertal werden mit einem Vortrag über das Opfer Peter Hupertz die Veranstaltung bereichern.