Tag Archives: Toni Nezi

04Apr/17

Wahlkampf darf, Wahlkampf muss auch Spaß machen!

In Essen beim Wahlkampfauftakt mit dabei Britta Schicktansky, Henrik Pickardt und Toni nezi aus Hochdahl

In Essen beim Wahlkampfauftakt mit dabei Britta Schicktansky, Henrik Pickardt und Toni Nezi aus Hochdahl

Ja, Wahlkampf darf, Wahlkampf muss auch Spaß machen!
Der zentrale Wahlkampfauftakt der NRWSPD war eine Veranstaltung der etwas anderen Art. Mit Musik, bekannten Gesichtern und einer starken Botschaft fiel der Startschuss.
Auf die Frage, ob sie wegen Martin Schulz in die SPD eingetreten sei, reagiert sie fast etwas stolz. „Ich bin schon im Oktober 2016 eingetreten“, sagt Leonie Hecken (17), „aus Überzeugung und weil vieles in der Partei gut läuft, auch wenn’s runtergemacht wird“. „Und weil Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist“, ergänzt Denis Richter (18), einer ihrer Freunde, selbst seit einem Jahr SPD-Mitglied. Ihr Freund Preety Gill (18) nickt zustimmend.
Zu dritt sitzen die drei Jusos aus Krefeld an diesem Sonntagmorgen in der Essener Straßenbahn auf dem Weg zur Zeche Zollverein, wo in Kürze der Auftakt zur heißen Wahlkampfphase der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen beginnt. Etwas aufgeregt seien sie ja schon. Denn bei einer Wahlkampfveranstaltung von dieser Größe seien sie noch nie gewesen. Nach einigem Suchen auf dem riesigen Zechengelände sind sie da. Was heute die Grand Hall Zollverein ist, war einst die Sauger- und Kompressorenhalle der Kokerei. Und einige der riesigen Maschinen und Kräne an der Decke zeugen noch aus dieser Zeit – dazwischen ist in der ansonsten kernsanierten Halle eine Bühne und Platz für knapp 1.500 Menschen. Aber das wohl häufigste Selfie-Motiv an diesem Tag ist nicht die Bühne, sondern ein übergroßes, in weißen Lettern geschriebenes #NRWIR, über einem lastwagengroßen Generator hängend, an der Kopfseite der Halle. „Dat is ja Ruhrpott-Romantik pur“, sagt eine ältere Genossin sichtlich beeindruckt, als sie die Treppe zur Halle hochgeht. Die Verbindung zwischen Arbeitern, Ruhrgebiet und SPD hätte wohl kaum besser dargestellt werden können.
Leonie, Denis und Preety sind fast eine Stunde vor Beginn da, suchen sich aber schon einmal Plätze. „Wir wollen ganz nach vorne“, ruft Leonie noch. Eine gute Entscheidung, denn obwohl draußen schönstes Frühlingswetter herrscht, füllt sich die Halle rasend schnell. Und dann ist es soweit. Unter stürmischem Applaus ziehen Hannelore Kraft und Martin Schulz, gefolgt von Malu Dreyer, Olaf Scholz, Sigmar Gabriel und Thomas Oppermann ein. Immer wieder halten sie an, um Hände zu schütteln oder abzuklatschen.
Spätestens jetzt ist klar, warum der Wahlkampf-Auftakt sich deutlich von einem normalen Parteitag unterscheidet: Talk mit Gabriel, Dreyer, Scholz und Oppermann statt Diskussionen um die Tagesordnung. Musik von Frida Gold statt Abstimmungen. Akrobatik und Poetry-Slam statt Wortmeldungen. Aber eines haben Parteitag und Auftaktveranstaltung gemeinsam, der Höhepunkt auf Zeche Zollverein sind die Reden der Spitzenkandidaten in Land und Bund: Hannelore Kraft und Martin Schulz.
Zuerst redet der frisch gewählte Parteivorsitzende und Kanzlerkandidat Schulz und steigt gleich voll in den Wahlkampf ein. Am Vortag hatte noch die CDU-Chefin Angela Merkel versucht, die SPD von links zu attackieren: Die Sozialdemokraten vergäßen, dass Gerechtigkeit ohne Innovation nicht klappe. Das griff Schulz direkt auf und entgegnete: „Gerechtigkeit ist seit 154 Jahren unser Markenkern“. Innovation hingegen sei nichts für Sonntagsreden. „Innovation braucht man jeden Tag. Sie beginnt in der Kita, in der Ganztagsschule, in der Gebührenfreiheit von Universitäten, wo es dann nicht mehr der Professorentitel der Eltern oder das Einkommen eines Managers einfacher machen, sondern alle Kinder die gleichen Chancen erhalten.“ Und eine Bemerkung konnte er sich nicht verkneifen: „Die Begriffe Innovation und Gerechtigkeit waren auch die, mit denen Helmut Kohl 1998 im Kanzleramt abgelöst wurde.“
Anschließend trat Hannelore Kraft auf die Bühne und auch sie muss erst einmal warten, bis der Applaus einigermaßen abebbt. Wie Schulz nimmt sie sich erst mal die CDU vor. Denn die präsentiere veraltete Zahlen und „jazze jedes Kinkerlitzchen“ zum Skandal hoch. „Das ist Ablenkung von eigener Inhaltsleere, von eigener Konzeptionslosigkeit“, ruft sie den Genossinnen und Genossen zu, die mit Jubel antworten. Was sie vom CDU-Parteitag gehört habe, sei nur Schlechtrederei gewesen, aber eigene Konzepte hätten die Oppositionsführer auch nicht vorgelegt, fährt sie fort. Zudem würden die Konservativen bei wichtigen Themen hin und her wackeln: Mal seien sie für die Wiedereinführung der Studiengebühren, mal wieder nicht so richtig. Mal wolle die CDU einen Internetminister, dann wieder nicht. Mal solle der Nichtraucherschutz aufgeweicht werden, mal wieder nicht. Dann sollten mehr Polizisten eingestellt werden, aber wie viele, wollten sie nicht sagen. „So eine Wackel-Dackel-Truppe darf unser Land nicht regieren“, ruft Kraft.
Weil die CDU selbst nichts Konkretes vorzuweisen habe, beschimpfe sie lieber die SPD. Und dann knüpft sie sich Merkel selbst vor, die die schlechte öffentliche Investitionsquote angeprangert hatte. „Weiß sie etwa nicht, dass der Hauptträger von öffentlichen Investitionen die Kommunen in diesem Land sind?“, fragt Kraft. „Erinnert sie sich nicht, dass es die Regierung Rüttgers von 2005 bis 2010 war, die den Kommunen 3,5 Milliarden weggenommen oder vorenthalten hat?“ Unter ihrem Vorgänger Jürgen Rüttgers hätten 138 Kommunen unter Nothaushalt gestanden, heute seien es nur noch neun.
Kraft weist auch auf Erfolge der SPD-geführten Landesregierung hin: Diese habe für den ersten positiven Haushalt seit 1973 gesorgt und die Studiengebühren abgeschafft. Seit der Regierungsübernahme vor sieben Jahren seien rund 730.000 neue sozialversicherungsbeschäftige Arbeitsplätze in NRW entstanden. Da wolle sie ansetzen und weitermachen. Und einen letzten Seitenhieb gegen die CDU kann sie sich nicht verkneifen, diese hatte die hohe Kinderarmut in NRW beklagt. „Wissen die denn nicht, dass Kinder arm sind, wenn ihre Eltern arm sind?“, fragt Kraft, „Das ist doch der Grund warum wir gegen die Auswüchse bei Zeit- und Leiharbeit kämpfen“. Es ginge jetzt darum, dieses Land noch gerechter und noch lebenswerter zu machen, sagt sie und schließt ihre Rede mit einem „Glückauf!“ – die Halle tobt.
Nach einem letzten Auftritt von Frida Gold werden die Vorhänge beiseitegeschoben, die vorher dunkele Halle erstrahlt weiß im Sonnenlicht und leert sich langsam. Nur vor der Bühne steht noch eine große Traube an Journalisten um Kraft und interviewt sie der Reihe nach.
Aus Erkrath-Hochdahl mit dabei sind auch Britta Schicktansky, Henrik Pickardt und Toni Nezi. Die drei werden über ihre Eindrücke auch Mittwoch, 5. April, 18.30 Uhr, in der Mitgliederversammlung des Erkrather Stadtverbands der SPD berichten.

03Dez/16

SPD Stadtverband ehrt Jubilare

Die Jubilare: Matthias Möller (25 Jahre Mitgliedschaft), Gabriele Kuert-Klein (40), Kurt Mähler (50), Wolfgang Teiwes (40), Manfred Frinke (50), Dieter Becker (40) [v.l.n.r.]

Die Jubilare: Matthias Möller (25 Jahre Mitgliedschaft), Gabriele Kuert-Klein (40), Dr. Kurt Mähler (50), Wolfgang Teiwes (40), Manfred Frinke (50), Dieter Becker (40) [v.l.n.r.]

Am Samstag ehrte der SPD-Stadtverband Erkrath langjährige Parteimitglieder. Nachdem die Jubilare und die Mitglieder des Stadtverbandvorstands im Stellarium im Bürgerhaus Hochdahl filmisch den Sternenhimmel beobachten konnten, stand die feierliche Ehrung an. Stadtverbandsvorsitzender Klaus Bauer überreichte den Jubilaren ihre Urkunden, Anstecknadeln und Präsente. Toni Nezi illustrierte den Anwesenden entsprechend der Eintrittsjahre der Jubilare, was in den Jahren 1966, 1976 und 1991 in Deutschland und der Welt politisch passiert ist. Detlef Ehlert schließlich moderierte den Vormittag mit persönlichen Worten an und über die Jubilare.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Manfred Frinke und Dr. Kurt Mähler geehrt. Mähler ist mit Johannes Rau zur Schule gegangen und hat in verschiedenen Positionen über Jahrzehnte die Renten- und Sozialpolitik in NRW mitgestaltet. Frinke ist bekannt als eine der tragenden Stimmen der Hochdahler Chöre.

Gabriele Kuert-Klein, Dieter Becker (Ratsmitglied und Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Erkrath) sowie Wolfgang Teiwes (neuer Beisitzer im Vorstand des OV Hochdahls) wurden für 40 Jahre treue Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Matthias Möller ausgezeichnet. Er ist zurzeit Vorsitzender der Düsseldorfer NaturFreunde.

Weitere fünf zu ehrende Jubilare konnten aus terminlichen und gesundheitlichen Gründen leider nicht teilnehmen. Dieter Kremerius wurde ebenfalls für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Nach der Ehrung verkündete er auf Grund persönlicher Differenzen seinen Austritt.

 

 

05Jun/16

Internationales Fest: Tolle Stimmung an den Hochdahl-Arcaden

Volles Haus an den Arcaden

Volles Haus an den Arcaden

Gut besuchtes Fest

Gut besuchtes Fest

Der Integrationsrat hatte zum Internationalen Fest auf den Platz an den Hochdahl-Arcaden geladen und Hunderte Gäste aus Erkrath und aller Welt kamen. Sie feierten Völkerverständigung und gegenseitigen Respekt, aßen und tranken gemeinsam Speisen aus unterschiedlichsten Küchen und erfreuten sich an dem attraktiven Bühnenprogramm. Mit dabei waren auch die für Erkrath zuständigen Bundestags- und Landtagsabgeordneten Peer Steinbrück und Manfred Krick.

Detlef Ehlert, Peer Steinbrück, Max Guder

Detlef Ehlert, Peer Steinbrück, Max Guder

Manfred Krick am SPD-Stand

Manfred Krick am SPD-Stand

Integrationsbeauftragter Max Guder mit Peer Steinbrück und Detlef Ehlert

Integrationsbeauftragter Max Guder mit Peer Steinbrück
und Detlef Ehlert

Max Guder, Interkultureller Berater Mohammed Assila und Peer Steinbrück

Max Guder, Interkultureller Berater Mohammed Assila und Peer Steinbrück

Griechische Tanzgruppe

Griechische Tanzgruppe

Jürgen Hampel, Toni Nezi und Karin Fink

Jürgen Hampel, Toni Nezi und Karin Fink

06Apr/16

Neuer Stadtverbandsvorstand gewählt

Neuer Stadtverbandsvorstand der SPD-Erkrath

Neuer Stadtverbandsvorstand der SPD-Erkrath

Die Mitglieder des SPD-Stadtverbands Erkrath wählten jetzt turnusmäßig ihren Vorstand neu. Die Inhaber der besonderen Funktionen wurden wiedergewählt, bei den BeisitzerInnen gab es auch neue Gesichter. Vorsitzender Klaus Bauer und sein Stellvertreter Peter Urban sowie Kassierer Jürgen Hampel und Schriftführer Adi Franke führen ihre Aufgaben fort.

Das Foto zeigt von links Jürgen Hampel, Bernd Franzen, Britta Schicktansky, Paul Söhnchen, Marleen Buschmann, Peter Urban, Klaus Bauer, Toni Nezi, Jan Pfeifer, Birgit Ehlert, Dieter Becker, Adi Franke und Jörg Schintze, auf dem Bild fehlt Thomas Steinmann.

Karl-Heinz Ott und Klaus Bauer

Karl-Heinz Ott und Klaus Bauer

Dr. Karl-Heinz Ott vom Freundeskreis Flüchtlinge in Erkrath referierte zu Beginn der Versammlung über die Arbeit der Ehrenamtlichen in unserer Stadt.

(Fotos: Detlef Ehlert)

13Mrz/16

Herzlichen Glückwunsch an Kerstin Griese und die SPD im Kreis Mettmann!

Ich hätte auch ei Foto von userer Aktion "Meine Stimme für Vernunft"...

Ich hätte auch ein Foto von userer Aktion „Meine Stimme für Vernunft“…

Was für ein Tag… Kreis-Mitgliederversammlung und -Parteitag der SPD im Forum Velbert, zuerst spannende Diskussion zur Kommunalpolitik mit Prof. Ulrich von Alemann, Birgit Alkenings, Erik Lierenfeld und Oliver Zeisberger.

Dann – und das ist mir immer wieder eine besondere Freude und Ehre, dass ich für diese Aufgabe berufen werde – durfte ich mit Viola Becker und Matthias Ruschke den Konvent leiten. Habe ich erst mal das Micro in der Hand,… na ja, Matthias schreibt sehr aufmerksam das Protokoll und Viola und ich sind schon ein gutes Team.
Ich will hier was nachholen, was so vielleicht nicht deutlich genug von anderen Parteitagsdelegierten, zumal von Vorstandsmitgliedern festgestellt worden ist: Auch in der SPD finden zunehmend öfter Wahlzettelrevanchen der Art statt, dass diffuse Unzufriedenheiten vor allem mit der Politik der eigenen Partei im Allgemeinen / im „Großen“ in Berlin vor Ort in „nein“-Stimmen gegenüber den hier agierenden Personen ausgelebt werden. Mitunter trifft das wie heute die Aktiven, die auf beiden Ebenen Verantwortung tragen.
Kerstin Griese, Bundestagsabgeordnete aus der ersten Reihe in Berlin, immerhin Vorsitzende des Arbeits- und Sozialausschusses des Parlaments, hat bei ihrer Wiederwahl als Vorsitzende der Kreis-Mettmann-SPD einige Gegenstimmen „kassiert“. Sie ist mit gut Dreiviertel aller Stimmen im Amt bestätigt worden, was ich beachtlich und sehr gut finde.
Mehr Stimmen täten mehr gut, aber das ist nach meiner Überzeugung ein gutes Ergebnis. Wer Kerstin nicht hat wählen wollen, sollte auf einem solchen Parteitag vielleicht doch auch mal Mut beweisen und offen etwaige Kritik äußern.
Darüber ließe sich reden. Und, weil das heute eine Rolle gespielt hatte, Kerstin Griese ist Mitglied der Synode, der Leitungsgremien der Evangelische Kirche in Deutschland. Das ist eine besondere Ehre und Würde. Sage ich als Atheist, denn das ist ein Ehrenamt, das und dem und der Amtsträgerin Ehre gebührt.
Meine Stadtverbandskollegin und Freundin Ulrike Haase ist in ihrem Amt als stellvertretende Kreisvorsitzende bestätigt worden, was mich sehr freut.
Und Erika Risse, Parteifreundin aus Hochdahl und Sachkundige Bürgerin in „meiner“ SPD-Ratsfraktion ist neu in den Kreisvorstand berufen worden. Das finde ich gut.
Beiden wünsche ich erfolgreiches Wirken und gute Ergebnisse!
Toni Nezi ist nicht in den Kreisvorstand gewählt worden, zwei mal Stimmengleichheit mit Matthias Stascheit aus Mettmann führten zum Losentscheid über die Wahl. Das habe ich in der Partei auch noch nicht erlebt. Viola Becker hat das Los Stascheit gezogen. Pech für Toni Nezi.
Glück auf für den neuen Vorstand wünsche ich!
Detlef Ehlert
05Mrz/16

Frauentag auf dem Hochdahler Markt

Große Runde

Große Runde

Viererbande...

Viererbande…

Heute auf dem Hochdahler Markt: Aktion zum Weltfrauentag am Dienstag! Peter Urban, Victoria Greeven, Volker Teich, Detlef Ehlert und Toni Nezi haben heute selbst gebackene Muffins zum Weltfrauentag verteilt.

Infotafel zum Weltfrauentag

Infotafel zum Weltfrauentag

Unsere Informationstafel hierzu wurde gut besucht. Leider ist Marleen Buschmann, die Mitorganisatorin der Aktion erkrankt. Wir wünschen ihr an dieser Stelle gute Besserung.

14Feb/16

Kein Platz für Rassismus hier in der Region

Mettmanner Delegation in Düsseldorf

Mettmanner Delegation in Düsseldorf

 

In Düsseldorf wandten sich am vergangenen Samstag hunderte Menschen aus der Landeshausptstadt und aus den benachbarten Kreisen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Mehr darüber ist nachzulesen in der Internet-Zeitung report-D.

Aus dem Kreis Mettmann waren dabei unter anderem die stellvertretenden Bürgermeister aus Erkrath, Sabine Lahnstein, und aus Haan, Jens Niklaus, SPD-MdB Kerstin Griese, MdL Elisabeth Müller-Wirth und der Hochdahler Toni Nezi. Sie trafen bei der Demo auch mit Jacques Tilly, dem Wagenbauer des Düsseldorfer Rosenmontagszugs zusammen.Stellv. Bürgermeister mit Tilly

14Jun/15

SPD-Kreis Mettmann diskutiert TTIP

Diskutieren zu TTIP: Kerstin Griese, Peer Steinbrück, Werner Kindsmüller Kai Mornhinweg

Diskutieren zu TTIP: Kerstin Griese, Peer Steinbrück, Werner Kindsmüller, Kai Mornhinweg

Am 13.06.2015 fand im Wyndham Garden Hotel in Mettmann eine Kreismitgliederversammlung und Konferenz des SPD Unterbezirkes Mettmann statt. Die SPD im Kreis Mettmann lädt zu den Kreismitgliederversammlungen seit längerem auch interessierte Gäste ein, die sich auch an der politischen Diskussion beteiligen dürfen. Bei Abstimmungen bleibt das Stimmrecht jedoch den Mitgliedern, bzw. den gewählten Delegierten vorbehalten. Insgesamt waren knapp 200 Personen anwesend.

Thema auf der Kreis-Mitgliederversammlung und Konferenz war die „Internationale Handels- und Finanzpolitik und ihr Einfluss auf die regionale Wirtschaft“. Auf dem Podium saßen hochkarätige Fachleute um mit den Mitgliedern und Gästen das kontroverse Thema zu diskutieren. Unter Leitung der SPD Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten der SPD für den Nordkreis, Kerstin Griese, diskutierten kompetent Peer Steinbrück, Bundesfinanzminister a.D. und Bundestagsabgeordneter im Südkreis Mettmann, sowie Werner Kindsmüller von der NRW Bank und Kai Mornhinweg von der Bayer AG. Interessante Fragen wurden auch aus dem Publikum gestellt um das Thema aus allen Ecken zu beleuchten.

Nach Ende der Diskussion hatte die SPD noch über einige Anträge abzustimmen. So kamen zwei von drei Anträgen aus Erkrath, ein Antrag des SPD OV Erkrath an die SPD Bundestagsfraktion zur neuen und gerechten Ausgestaltung der Umsatzsteuergesetzgebung, ein Antrag, ursprünglich ausgehend vom SPD OV Hochdahl, jetzt formuliert durch den Kreisvorstand unter Mitwirkung der ursprünglichen Beteiligten, zum Thema Freihandelsabkommen, gerichtet an den Bundesparteitag der SPD im Dezember 2015 sowie ein Antrag der Jusos im Kreis Mettmann zum Thema Vorratsdatenspeicherung, gerichtet an den Parteivorstand und die Bundestagsfraktion. Alle drei Anträge wurden mit großer Mehrheit von den Delegierten angenommen.

Zudem fanden noch Wahlen der Delegierten des Kreises Mettmann zum Bundesparteitag in Berlin statt. Gewählte Delegierte sind Andrea Rottmann aus Mettmann sowie Shamail Arshad aus Velbert, Ersatzdelegierte sind Pat Kress aus Ratingen und Peter Zwilling aus Wülfrath. 

(Toni Nezi)

19Mai/15

SPD-Ortsverein Hochdahl: Fracking verbieten!

Toni Nezi

Toni Nezi

Der SPD-Ortsverein Hochdahl fordert ein konsequentes, gesetzliches Verbot von Fracking in Deutschland. Toni Nezi, stellvertretender Vorsitzender, hatte mit einer Arbeitsgruppe mehrere Veranstaltungen zum Thema geplant und schließlich einen Antrag für den Parteikonvent der Bundes SPD formuliert. Dieser Konvent ist das zwischen den Parteitagen höchste Organ der SPD und soll den Antrag am 20. Juni in Berlin beschließen. Der Antrag im Wortlaut:

Fracking verhindern – Gesetzliche Grundlagen schaffen

Die SPD im Kreis Mettmann lehnt die Erdgasförderung aus unkonventionellen Lagerstätten unter Einsatz der sogenannten Fracking-Methode (Hydraulic Fracturing) ab. Beim Fracking werden giftige Chemikalien in tiefe Schichten des Erdreiches gedrückt, diese Chemikalien verdrängen dann Erdgase, die im Boden eingeschlossen sind. Dieses Erdgas wird dann an der Oberfläche abgeschieden und zur Weiterverarbeitung in Raffinerien transportiert. Die giftigen Chemikalien verbleiben im Erdboden und verunreinigen dort Trinkwasservorkommen. Aufgrund der aktuellen wissenschaftlichen Datenlage ist Fracking unverantwortlich. Die Technologie birgt viele Risiken. Dazu gehören vor allem die Belastung des Grund- und Trinkwassers, die Zerstörung der Landschaft und der hohe Flächenverbrauch sowie Erdbebengefahr. Auch daraus folgende Gesundheitsschäden sind nicht absehbar.

Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat sich bereits mit einem einstimmigen Votum gegen mögliche Fracking-Vorhaben der Niederlande entlang der Grenze zu Nordrhein-Westfalen gestellt. Auch die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks verurteilt die Fracking-Pläne der Niederlande und bezeichnet diese als inakzeptabel.

Wir fordern die SPD-Bundestagsfraktion auf, die im Koalitionsvertrag beschlossenen Punkte bei dem nun anstehenden parlamentarischen Beratungsprozess umzusetzen und folgendes zu berücksichtigen:
• Der Schutz von Grund- und Trinkwasser und Gesundheit hat absoluten Vorrang.
• Umwelttoxische Substanzen dürfen beim Fracking nicht zur Anwendung kommen.
• Die Risiken des Frackings, bei der Schiefer- und Kohleflözgasförderung, sind zurzeit nicht abschätzbar. Eine Nutzung dieser Technologie kommt vor diesem Hintergrund bis auf weiteres nicht in Betracht.
• Das Bergrecht zu überarbeiten und eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorzusehen.

Der SPD Unterbezirk Mettmann verweist ausdrücklich auf die Aussage der NRW Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, dass Fracking in NRW verboten wird. Wir fordern den Parteikonvent auf sich dieser Entscheidung der NRW SPD bundesweit anzuschließen.

Darüber hinaus wird die SPD-Bundestagsfraktion aufgefordert, in dem Prozess der Beteiligung auch die europäischen Nachbarstaaten mit einzubeziehen.

Wir lehnen alle Bestrebungen hinsichtlich des Frackings ab und erwarten die schnellstmögliche Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zur Verhinderung von Fracking in Deutschland.

24Apr/15

RP-online: Kinder lesen in vielen Sprachen vor

Kinder sind begeistert bei der Sache (Foto: Toni Nezi)

Kinder sind begeistert bei der Sache (Foto: Toni Nezi)

Darüber berichtet jetzt Valeska von Dolega in der Rheinischen Post:
| 00.00 Uhr

Erkrath

Kinder lesen in vielen Sprachen vor
Erkrath: Kinder lesen in vielen Sprachen vor

Erika Risse las mit Kindern der Grundschulen Millrath und der Regenbogenschule am Welttag des Buches. FOTO: Dietrich Janicki
Erkrath. Sara Willwerth hat sichzum des Welttag des Buches etwas einfallen lassen. Klassenweise lasen am Hochdahler Markt Kinder vor: in allen Sprachen der Welt. Von Valeska von Dolega

Für jedes Kind gab es „Ich schenk dir eine Geschichte“. „Coole Sache“, urteilte Alex. Dem Zehnjährigen hätte Buchhändlerin Sara Willwerk kein schöneres Präsent machen können als mit diesem Buch. „Ich verbringe viel Zeit mit Lesen.“ Wie seine Klassenkameradinnen Manal und Miriam (beide 10) bevorzugt er bei der Lektüre Krimis. „Ich mag es, wenn es schön gruselig ist.“ Allerdings ist der Viertklässler ist auch „offen für andere Geschichten“.

Über den Tag verteilt griffen immer wieder Kinder zu Büchern, um daraus vorzulesen. Zum Dank für die Leistung gab es ein Geschenk.“Bei uns im Unterricht spielt Lesen eine zentrale Rolle“, erklärte Anja Elkemann, Klassenlehrerin der 4a an der GGS Millrath. Schlicht deshalb, weil es in vielen Familien „bloß nebensächlich ist“.. Wie viel diese Auseinandersetzung mit Sprache im Allgemeinen und Worten im Besonderen bewirkt, zeigte der Vortrag von Max (10). Er hatte sich ein Lieblingsbuch gegriffen und trug nun laut vor. Das gelang so beeindruckend, dass seine Zuhörer applaudierten.

Anlässlich des Welttags des Buches, der gestern deutschlandweit mit verschiedenen Aktionen gefeiert wurde, hatte sich Sara Willwerth von der Buchhandlung Weber etwas Besonderes einfallen lassen. Wie in jedem Jahr. Diesmal hatte sie vor ihrem Geschäft am Hochdahler Markt zwei zirkuszeltartig bunte Schirme aufstellen lassen. Darunter lagen Sitz- und Kuschelkissen sowie jede Menge Lektüre. Nicht nur auf deutsch, sondern international. „I have the right to be a child“ oder „J’ai le droit d’être enfant“ hießen entsprechende Titel, „Wir wollten ein Zeichen setzen“, sagte die Buchhändlerin. Und die Vielsprachigkeit der in Erkrath lebenden Kinder abbilden. Aus Italien, Polen, Albanien oder der Ukraine stammen beispielsweise die Schüler, die Gabriele Petroschka in der 4a der GS Regenbogenschule unterrichtet. Auch in ihrem Lehrplan steht Lesen im Mittelpunkt. Dazu zählt auch der Vortrag vor der Klasse. „Dieses sich präsentieren fördert Kompetenzen“, sagt die Lehrerin. „Der Lesevortrag jetzt ist wichtig, um später frei sprechen zu können.“ Nebenbei werden das Selbstwertgefühl gestärkt und spannende Geschichten erlebt.

„Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab“, „Du hast angefangen! Nein du!“ und „Ole Unsichtbar“ waren Titel, aus denen die Viert- und Fünftklässler der verschiedenen Schulen vortrugen. Und viele der Marktbesucher, die eigentlich bloß Brot und Blumen kaufen wollten, verlängerten ihren Aufenthalt und hörten zu. „Eine schöne Aktion“, fand Lieselotte Laubach. „Das ist mal was anderes, als wenn die Kinder immer bloß am Computer sitzen und spielen.“

Quelle: RP